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Auenquellerin imponiert am Tag der Gestüte

Good Donna ist die Allerbeste

Hannover 26. Oktober 2014

„Sie war mein Pferd für den Preis der Diana, wurde aber durch die verschiedensten kleinen Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Eine tolle Stute, die nun erst spät im Jahr in Gang kam“, in diesen höchsten Tönen lobte der Mülheimer Trainer Jens Hirschberger beim großen Tag der Gestüte beim Saisonfinale in Hannover vor praller Kulisse die dreijährige Doyen-Tochter Good Donna aus dem Gestüt Auenquelle.

"Sie war mein Pferd für den Preis der Diana, wurde aber durch die verschiedensten kleinen Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Eine tolle Stute, die nun erst spät im Jahr in Gang kam", in diesen höchsten Tönen lobte der Mülheimer Trainer Jens Hirschberger beim großen Tag der Gestüte beim Saisonfinale in Hannover vor praller Kulisse die dreijährige Doyen-Tochter Good Donna aus dem Gestüt Auenquelle.

Und er lag damit völlig richtig, denn die 60:10-Mitfavoritin landete bei ihrem vierten Karrierestart den dritten Karrieretreffer und schaffte nach dem Sieg in einem BBAG Auktionsrennen nun auch den ersten Gruppe III-Treffer im Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung (55.000 Euro, 2.200 m).

Es war eine Augenweide, wie die speedstarke Stute mit ihren Gegnerinnen umsprang. Von drittletzter Stelle machte Good Donna schon Ende der Gegenseite Platz um Platz gut und löste sich zuletzt unter dem Engländer Jack Mitchell locker von der lange führenden Gaststute Special Meaning (Frank Norton: "Sie ist großartig gelaufen, hat bestens standgehalten"). "Wir werden in Ruhe entscheiden, ob Good Donna nur in die Winterpause geht und im nächsten Jahr weitermacht oder in die Zucht wechselt. Sie vertritt unsere Super-G-Linie und ist eine Perle für die Zucht", ließ Mitbesitzer Peter-Michael Endres erkennen.

Die beiden Französinnen Abraxa und Heartily landeten auf Rang drei und vier, beharkten sich an der Außenseite gegenseitig und ließen sich kaum Freiraum. Die stark gewettete Daksha kam nicht entscheidend ins Bild. "Sie sprang heute nicht an", meinte ihr Jockey Alexander Pietsch.

Das war das absolute Highlight an einem phantastischen Tag der Gestüte. Hausherr Gregor Baum dankte Organisator Daniel Krüger von der Besitzervereinigung und allen Sponsoren zu Beginn des elf Rennen umfassenden Renntages.

Die richtige Entscheidung hatte der Kölner Trainer Waldemar Hickst getroffen: "Wir hatten überlegt, ob wir mit Fuscetta im Listenrennen oder in der Sieglosenklasse laufen, ich wollte aber unbedingt in der schwierigeren Aufgabe antreten. Denn schon ihr Kölner Debüt war gut auf einer etwas zu weiten Distanz. Sie hatte viel gelernt", gab der Coach nach dem Großen Preis des Gestüt Etzean (25.000 Euro, 1.400 m) zu, in dem Alexander Pietsch die 132:10-Außenseiterin aus dem Gestüt Ittlingen in äußerer Spur auf der Geraden früh nach vorne brachte und dort alle Angriffe der Engländerin Runner Runner abwehrte.

"Wir sind sehr zufrieden, das war eine starke Form auf der längeren Strecke", signalisierte Jockey Luke Morris. Die Favoritin Damour führte bis zur Geraden, blieb noch dabei. "Sie hat Black Type", bilanzierte Röttgens Gestütsleiter Frank Dorff. Rosy Blush endete dichtauf. Die Siegerin wird nun Winterquartier beziehen.

Schon viele gute Formen auf Listen-Ebene hatte die Fährhoferin Goiania (130:10, A. Starke) gezeigt. Im Großen Preis der Deutschen Bank (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m) klappte es nun mit einem Volltreffer und damit optimalen Ende der Rennkarriere. "Sie wird nun in die Zucht wechseln", sagte Racing Manager Simon Stokes. Und Trainer Peter Schiergen meinte: "Heute hat einfach alles gepasst."

Zuvor hatte die Oasis Dream-Tochter mit großen Reserven die von ganz weit hinten heranstürmende Irin Iveagh Gardens und die lange tonangebende Malka (Erika Mäder: "Sie hatte beim Start zuvor ein ganz schlechtes Rennen und ist völlig unterschätzt worden") sicher in Schach gehalten. Eine Klasse-Vorstellung!

Start-Ziel dominierte der 15:10-Favorit Victorious (A. de Vries) das einleitende Meilenrennen, er verabschiedete sich früh von Bidiki und Perfect Mood. "Er kam heute gut aus der Maschine, ist aber noch ein Baby", berichtete Trainer Dr. Andreas Bolte.

Ebenfalls vorneweg marschierte die Fährhofer Fastnet Rock-Tochter La Saldana (30:10, J. Bojko) aus dem Stall von Andreas Wöhler den Gegnern in einer Meilenprüfung für zweijährige Stuten davon. Nur Ovambo Lady konnte einigermaßen folgen und wurde vor Chancy, die noch anchsetzte, Zweite. "Heute wusste sie schon Bescheid, hat viel gelernt", meinte Racing Manager Simon Stokes.

Viel Eindruck machte auch der überlegene Erfolg des Brümmerhofer Monsun-Youngsters Shimrano (A. De Vries, 31:10) vor Iraklion und Graasten in einem 1.750 Meter-Rennen für den Nachwuchs. "Er ist noch ein Baby, aber ein tolles Pferd, das nun in die Winterpause geht", erklärte Trainer Paul Harley. Mit einem standesgemäßen Comeback wartete der Schlenderhaner Kerosin (22:10, F. Minarik) in einem 2.000 Meter-Rennen auf, denn schon früh machte sich der Dreijährige von dem stark debütierenden Laydaro und Schwarzgelb frei. Im Frühjahr hatte der Tertullian-Sohn in Top-Rennen gut ausgesehen. "Danach bekam er einen Infekt und brauchte viel Zeit. Nun steuern wir vielleicht noch ein Grupperennen in Krefeld an", verriet Trainer Jean-Pierre Carvalho.

In der Wettchance des Tages landete Daniel Paulicks Baba Jaga (274:10, J. Bojko) eine große Überraschung. Denn in diesem Ausgleich III über 1.750 Meter kam die Stute noch sicher gegen Amatia, Mastoso und Monolite zum Zuge. Die Viererwette wurde ebenso wie die Dreierwette nicht getroffen.

"Dieses Pferd ist ein Phänomen", umschrieb Gregor Baum den Ausgleich I-Sieger North Star (57:10, F. Da Silva), der nach starkem Vorstoß auf der Geraden keine Mühe mit True Girl und dem lange führenden Alberto Hawaii besaß und mit dem siebten Karrieretreffer seine Laufbahn beendete. Der einstige Rekordjährling, der Hannover 96-Boss Martin Kind gehört, wird nun Reitpferd. Trainer Paul Harley landete seinen zweiten Tagessieg.

Mit Riesenvorsprung beherrschte Echo Mountain (A. Pietsch/R. Dzubasz) vor Osthurry und Echo Alpha den 2.400 Meter-Ausgleich III. Und im abschließenden Ausgleich II über 1.750 Meter, den Hannover dank der Besitzvereinigung aus Baden-Baden übernommen hatte, kam Markus Klugs Nelke (A. Helfenbein, 22:10) zuletzt noch an Toward Glory und Leo el Toro vorbei.

Im Premio Lydia Tesio (Gruppe I, 242.000 Euro, 2.000 m) in Rom belegten die deutschen Stuten Lacy (A. Atzeni/W. Hickst; nach Zielfoto nur bezwungen) und Calyxa (R. Havlin/F. Leve) hinter Final Score (F. Branca) die Top-Plätze zwei und drei.

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