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Andreas Wöhlers Zweijährige überzeugt in Dresden

Quenby ein guter Wechsel auf die Zukunft

Dresden 26. Oktober 2014

Es war ein rundum überzeugender Sieg, bei dem es schon eine Menge der oft zitierten „Zukunftsmusik“ zu hören gab. Der Erfolg der zweijährigen Stute Quenby beim vorletzten diesjährigen Renntag in Dresden gehörte mit zu den imponierendsten Vorstellungen, die das Publikum in der bald zu Ende gehenden Saison 2014 zu sehen bekam. Bei den Zweijährigen im Herbstpreis des DRV 1890 e.V. schien es über weite Phasen zunächst allerdings danach auszusehen, als könne die Favoritin Noble Colonia ihrer Rolle auch gerecht werden. Doch nur so lange, wie Jozef Bojko die stets bequem mitgehende Quenby gewissermaßen noch nicht „losgelassen“ hatte. Als das passiert war, änderte sich das Bild schlagartig. John M.B. O’Connors Stute schien förmlich eine neue Stufe zu zünden, und binnen weniger Galoppsprünge kehrte Quenby eine in der Tat imponierende Überlegenheit heraus. Zum Schluss waren es sogar noch sieben Längen Vorsprung geworden, während für Noble Colonia lediglich die Verteidigung des zweiten Platzes vor der ebenfalls stets gut platzierten Vallee fleurie blieb, was ihr auch gelang.

Wer sich zuvor nur ein wenig näher mit den einzelnen Startern beschäftigt hatte, dem musste natürlich aufgefallen sein, dass Quenby bereits eine langfristige Option für das kommende Jahr besaß, nämlich eine Startberechtigung für den 157. Henkel-Preis der Diana am 2. August in Düsseldorf. Was die Schlussfolgerung zulässt, dass die von Anastasie Christiansen-Croy in USA gezogene Zweijährige mit zu den Hoffnungsträgern im großen Gütersloher Stall von Andreas Wöhler zählen muss.

Zwar ist Quenby ähnlich wie ihr hierzulande bestens bekannter Bruder Quienzieme Monarque aus der Neuen Welt nach Deutschland gekommen. Doch repräsentiert sie nichtsdestotrotz bestes Fährhofer Blut. Handelt es sich bei ihrer Urgroßmutter ja schließlich um die klassische Siegerin Quebrada. Dazu blieb ihre Großmutter Mutter Quebra nachhaltig als Stute in Erinnerung, die es im Generalausgleich über die 90-Kilo-Grenze schaffte, während deren von Giant’s Causeway stammende Tochter Quintela als Mutter von Quienzieme Monarque und eben nun auch von Quenby längst dabei ist, ein eher bescheidenes Rennbahnprofil zunehmend zu kompensieren.
Quenbys Vater Ambassador ist übrigens sogar ein lupenreiner Fährhofer und Acantenago-Sohn, der unter anderem in den USA geprüft wurde und sich hierzulande vor allem als Gewinner des Großen Preis der Badischen Unternehmer 2009 auszeichnete.

Noch entscheidend weiter an seinem Rennbahnprofil arbeiten wird in Zukunft sicher auch der dreijährige Hot Like Mexico des Gestüts Görlsdorf. Nachdem ein Ponyrennen den Seidnitzer Renntag eröffnet hatte, gelang dem Dzubasz-Schützling und Adlerflug-Sohn in Dresden bereits ein entscheidender Schritt in diese Richtung mit seinem ersten Erfolg über den Trainingsgefährten Quarryman und Molly Macho.
Hot Like Mexicos Jockey Stephen Hellyn gewann später mit Lucien van der Meulens Kodiac-Tochter Elisie Partridge noch für niederländische Interessen den ersten Ausgleich III auf der Karte gegen Renoir und Hannover Indian.

Wiederum zwei Trainingsgefährten machten auch das Rennen mit der Viererwette unter sich aus. Für die Stute Ustana der Turffreunde Dresden wurde der Erfolg unter René Piechulek über A Miracle bereits der vierte Saisonsieg, während der für beide Erstplatzierten als Trainer zuständige Lutz Pyritz zu diesem Zeitpunkt sein 22 Erfolgserlebnis in diesem Jahr verzeichnete.

Nummer 23 folgte für den Lokalmatador wenig später jedoch bereits auf dem Fuße, und zwar dank Bear Paolinas Treffer in der Hand von Eugen Frank für den Stall Löwenstark.

Auch der 93. Dresdener Steherausgleich, der als Buchmacher Albers Steher Cup firmierte, blieb vor Ort. Hier war der unmittelbar zuvor schon in Baden-Baden erfolgreich gewesene Storm des Galoppklubs Leipzig aus dem Quartier von Claudia Barsing für alle Gegner abermals eine Nummer zu groß. Der Liquido-Sohn gewann überlegen mit vier Längen und verwies dabei Silenzio Mo und Mombasa auf die Plätze

Danach hieß es dann schon „Auf Wiedersehen zum Halali am 19. November“. Die Prüfung mit dem programmatischen Titel sicherte sich zum Abschluss des Tages keineswegs unerwartet der Mamool-Sohn Niron, für den der passionierte Martin Mayer allerdings nicht nur als Besitzer und Trainer zeichnet, sondern obendrein noch als Züchter.

Neben dem glücklichen Dreifach-Gewinner Martin Mayer freute sich zudem Jockey René Piechulek immerhin auch doppelt, denn er gehörte damit ebenfalls mit zu den Doppelsiegern des Dresdener Samstagrenntag am 25. Oktober.

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