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Knapper Sieg im BBAG Auktionsrennen in Magdeburg

Bavarian Beauty eine echte Kämpfernatur

Köln 31. Oktober 2014

Eines wurde bei den Magdeburger Rennen am Reformationstag mehr als deutlich: Die Desert-Prince-Tochter Bavarian Beauty ist keineswegs nur ein hübsches Stutenmodell. Die – wie ihr Name sagt - gewissermaßen dreijährige Vollblut-Schönheit aus dem südlichsten deutschen Bundesland besitzt zudem enorme Fighter-Qualitäten. Diese zeigte sie jetzt im Großen Preis der Firma Busse Bau mit einem knappen Kampferfolg über den früh tonangebenden Hengst Der Stern, der lange von seiner Position direkt an den Innenrails zu profitieren schien. Doch Bavarian Beauty ließ trotz massiver Gegenwehr nie locker und konnte den Frontrenner im Ziel mit einem kurzen Kopf festnageln.

Der Erfolg im mit insgesamt 37.000 Euro dotierten und ersatzweise im Herrenkrug und nicht wie sonst stets in Halle als BBAG Auktionsrennen gelaufenen Hauptereignis war zugleich der bisherige Höhepunkt in der Laufbahn der im Besitz von Martin Ernst Veeck stehenden Stute. Im Sattel der von Wilfried Kujath in Frankfurt trainierten Dreijährigen saß einmal mehr Jozef Bojko. Er hatte Bavarian Beauty bereits Anfang Oktober bei deren erstem Sieg geritten, als es auf ihrere Heimatbahn in Niederrad über 1.600 Meter gegangen war.

Die nunmehr um 200 Meter weitere Strecke erwies sich also in keiner Weise als problematisch, obgleich Bavarian Beauty bis dato ausschließlich auf der Meile oder Strecken darunter geprüft worden war. Dass sich die vom Gestüt Riepegrund gezogene Desert-Prince-Tochter in den letzten Wochen ein gutes Stück verbessert haben muss, liegt klar auf der Hand. Doch gab es auch für den knapp unterlegenen Der Stern ausschließlich nur gute Kritiken. Mit einer Eventualquote von 102:10 stand er noch einen Tick länger als die 94:10-Gewinnerin aus der Hessen-Metropole.

Außerdem stand er um einiges länger als sein im Vorfeld ungleich stärker eingeschätzter Trainingsgefährte Ramssiss, der ähnlich wie die favorisierte Hello Honey in der Geraden nicht mehr entscheidend in die Partie fand. Ganz im Gegensatz zu Rotkaeppchen Rubin. Mit einem beachtlichen Schlussakkord fing sie für Platz drei den lange mitmischenden Oscar noch ab und bestätigte damit ihren jüngsten Baden-Badener Erfolg auf dem Fuße.

Bei herrlichem Sonnenschein, beachtlichem Besuch und florierendem Umsatz stand allerdings keineswegs allein Bavarian Beauty groß im Rampenlicht. Es war vielmehr ebenso ein Riesentag von Jockey Daniel Porcu, dem ein reiterlicher Hattrick glückte.

Den lukrativsten Sieg landete er dabei gleich zu Beginn mit Christian Zschaches dreijähriger Tertullian-Tochter Albizia über Ach was und Kool And The Gang im Preis der Firma Mattäi Wasserbau, der als Ausgleich II das beste Handicap im Rahmen aller acht Prüfungen war.

Danach gelangen dem Italiener noch Erfolge für Trainer Frank Trobisch und den Rennstall Germania mit dem fünfjährigen Speedmaster-Sohn Gregorious sowie für Besitzerin Rita Rose mit dem von Altmeister Wilhelm Busch glänzend in Form gehaltenen 11-jährigen Haudegen Leu, der mit nicht weniger als 10 Längen davonzog und die jüngere Konkurrenz wie reine Statisten aussehen ließ.

Immerhin noch als Doppelsieger fuhren außerdem Filip Minarik und Christian Zschache vom Magdeburger Saisonfinale wieder nach Hause. Erst gelang beiden gemeinsam ein Treffer im Eröffnungsrennen mit der dreijährigen With-Approval-Tochter African Art, ehe der mehrfache Ex-Champion-Jockey direkt anschließend noch die Stute Ivrea für den Stall India und für Trainer Christian Sprengel zu einem Erfolg führte.

Als Gewinner feierte man in Magdeburg darüber hinaus Günter Winklers und von Harald Franke vorbereiteten Hengst Presence, den Franco Da Silva ritt, und einmal mehr Frank Lippitsch als Trainer und Besitzer des Wallachs Chrysanthus, der in der Hand von Wladimir Panov das letzte Rennen der Magdeburger Saison 2014 an sich brachte.

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