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Boomshackerlacker erwartungsgemäß im Hessen-Pokal

Britischer Sieg beim Frankfurter Saisonfinale

Frankfurt/Main 2. November 2014

Alles andere als ein Sieg des Briten Boomshackerlacker hätte schon den Hauch von einer Überraschung gehabt, auch wenn es durchaus einiges und nicht einmal ungerechtfertigtes Vertrauen in den frischen Listensieger Maningrey gab, dass der mit 25.000 Euro dotierte letzte sportliche Höhepunkt der Frankfurter Saison 2014 vor dem Zugriff des Wallachs von der Insel bewahrt werden könnte. Doch Boomshackerlacker hatte sich jüngst in Düsseldorf als Zweiter hinter Flamingo Star auf Gruppe-Level für den Hessen-Pokal bereits mehr als nur nachdrücklich empfohlen, zumal die Grafenberger Form anschließend indirekt durch einen neuerlichen Erfolg von Flamingo Star im Prix Perth in Saint-Cloud noch erheblich aufgewertet wurde. Maningrey spielte zwar keine große Rolle. Aber PJL Racings Wallach bekam die 14.000 Euro Siegprämie keineswegs ohne Gegenwehr. Denn Rechnungsfavorit Gereon erinnerte sich wieder einmal seiner bekannten Kämpferqualitäten, doch der Wucht der Schlussattacke des von Jockey Fergus Sweeny mit viel Vertrauen gerittenen Schimmels wusste dann auch er nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich letztendlich mit dreiviertel Länge geschlagen geben.

Erst sieben Längen hinter dem vorderen Pärchen führte Laeyos das restliche Feld als Dritter über die Linie. Vierter wurde Royal Fox vor Maningrey, und auf Platz sechs landete Sanjii Danon. Allesamt hatten sie allerdings nie etwas mit der engeren Entscheidung zu tun. Was für den lange tonangebenden Leonard ebenso gilt, der immerhin jedoch lange für gutes Tempo und damit einen reellen Prüfungswert sorgte.

Dem von George Baker trainierten Dark-Angel-Sohn bescherte der Trip an den Main kurz vor Saisonschluss noch einen verdienten ersten Jahreserfolg, nachdem der Vierjährigen zuvor keineswegs nur in Düsseldorf auf dem Ehrenplatz gelandet war, sondern im Sommer im französischen Vichy bereits eine knappe Niederlage auf Listen-Ebene hatte hinnehmen müssen.

Dass Boomshackerlacker in den nächsten Wochen noch ein weiteres Mal in Richtung Frankreich reist, scheint durchaus denkbar. Wobei der Niederrader Erfolg seiner engeren Umgebung dazu sicherlich noch eine besondere Ermunterung sein dürfte.

Der Finaltag in der Hessen-Metropole hatte im Übrigen mit einer sehr beeindruckenden Vorstellung der zweijährigen Authorized-Tochter Auctorita des Gestüts Karlshofs begonnen. Eduardo Pedroza brauchte auf der Stute so gut wie keinen Finger zu rühren. Dass Auctoritas derzeit in Australien weilender Trainer Andreas Wöhler für das kommende Jahr für sie bereits den 157. Henkel-Preis der Diana in Düsseldorf ins Auge gefasst hat, leuchtete allen ein, die sie in diesem Erinnerungsrennen an den kürzlich erst plötzlich verstorbenen Bad Bertricher Züchter und Besitzer Walter Häcker gewinnen sahen.

Eduardo Pedroza siegte anschließend außerdem mit dem heißen Favoriten Sea The Rock des Stalles Leon für Trainer Karl Demme noch ein weiteres Mal unangefochten, und für seinen Chef Andreas Wöhler sowie für den Schweizer Eigner Dr. Hans-Georg Stihl holte sich der vielfache Ex-Champion mit dem erstmals Scheuklappen tragenden Fort Greely noch das beste Handicap des Tages, den Preis der Bürgerinitiative Pro Rennbahn, und das relativ sicher vor Titania und Tatar.

Fast im Handgalopp hatte zuvor unter Steffi Hofer der bereits achtjährige Wallach Avio gewonnen, dessen Besitzerin Sarah Jane Hellier zugleich als Trainerin zeichnet, während das Rennen mit der Viererwette schon etwas mehr umstritten ablief. Ehe dann allerdings Gertrud Schäfers Black Sun in der Hand von Bayarsaikhan Ganbat die Fronten zunehmend erkennbarer zu seinen Gunsten klären konnte. Der Schützling von Sascha Smrczek gewann dabei gegen Alkaldo, Orfleur und den Favoriten Scataro.

Ein noch einmal überlegener Erfolg von Saibaba mit Franco Da Silva im Sattel setzte im „Auf Wiedersehen in 2015-Rennen“ dann den Schlusspunkt hinter die Niederrader Saison 2014. Nachdem der 10-jährige Senior mit dreieinhalb Längen Vorteil aufgetrumpft hatte, gab es für Marco Klein ähnlich wie für Sarah Jane Sarah doppelte Gratulationen und natürlich wieder zwei Ehrenpreise. Ist doch auch er in Personalunion sowohl Besitzer als auch Trainer von Saibaba.

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