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Jungreiterin Luisa Steudle auf der Erfolgsspur

Ohne Tadel ohne Probleme

Neuss 4. November 2014

Sie ist seit Wochen eine Bereicherung der Reiter-Szene, die 20-jährige Luisa Steudle. Die im zweiten Lehrjahr bei der Familie Storp beschäftigte Amazone führte den 127:10-Außenseiter Ohne Tadel im 1.600 Meter-Ausgleich II am PMU-Dienstag in Neuss zum zweiten Erfolg hintereinander.

„Es war mein bislang bedeutendster Sieg“, freute sich die junge Dame, die dem siebenjährigen Wallach - nur mit den Händen unterstützt – riesige Reserven entlockte. „Ich bin von den Socken. Ein gutes Laufen hatte ich zwar erwartet, aber nicht, dass er so easy gewinnt. Vielleicht versuchen wir es hier in zwei Wochen noch einmal“, war Besitzertrainerin Elisabeth Storp begeistert. Big Moun setzte kräftig nach und wurde Zweiter. „Er hält immer seine Form, nur leider traf er wieder auf einen überlegenen Gegner“, meinte Peter Gehm. der Favorit Nirano schien lange mehr als Rang drei zu erreichen. „Vielleicht war der Boden schon zu schwer. Er hat auch einen kleinen Nicker gemacht“, so Trainer Waldemar Hickst. Pagan Warrior (Vierter) konnte sich nicht steigern.

Eine maßgeschneiderte Aufgabe fand Heinrich Löhndorfs Seriensieger Elgin (13:10, A. Pietsch) aus dem Dortmunder Stall von Ralf Schaaf in der einleitenden 2.000 Meter-Prüfung vor. Schon nach wenigen Metern zog der heiße Favorit in Front und wehrte auch den immer besser aufkommenden Juan (Trainer Uwe Schwinn: „Alle okay, er startet nun am 22. November in einem Ausgleich III in Krefeld“) mit einer halben Länge ab, während Angreifer (Markus Klug: „Er hat ja Geld verdient und wird nun wohl in Winterruhe gehen nicht mehr beschleunigen konnte. „Das war leichtes Spiel. Ich hatte jederzeit alles unter Kontrolle“, kommentierte Elgins Siegreiter Alexander Pietsch.

Nach dem Ehrenplatz mit Juan durfte Trainer Uwe Schwinn nur eine halbe Stunde später zur Siegerehrung – beim 22. Start landete sein vierjähriger Wallach Queen’s King (J. Bojko, 63:10) in einem Meilen-Handicap aus dem Vordertreffen den ersten Treffer – knapp gegen die etwas zu spät anpackende Favoritin Troyanda und die noch zügig aufkommende Kim Groom. „Beim letzten Mal musste er immer außen herum. Er hatte heute zwar auch eine äußere Startnummer, kam aber gleich in die Spitzengruppe und musste daher nicht so viele Umwege gehen“, verriet der Siegcoach.

Zuletzt mit Nasenbluten gehandicapt, zeigte sich Günter Lentz‘ Neuzugang Amparo (54:10, J. Bojko) diesmal in einer 1.600 Meter-Prüfung von bester Seite. Start-Ziel marschierte der Wallach locker allen davon und verwies die überraschend stark debütierende Cindaralla und die aus bester Haltung nicht durchziehende Zaragoza auf die Plätze. „Amparo ist seit vier Wochen erst bei mir, alles hat gut geklappt“, so Lentz. Erato ließ deutlich nach.

„Zuletzt war die Distanz 400 Meter kürzer, heute auf 2.400 Metern hat es besser ausgesehen“, signalisierte die Kölner Trainerin Sarah Weis nach dem deutlichen Sieg, dem ersten Erfolg beim 18. Versuch, des auch in ihrem Besitz stehenden Izodar (57:10, A. Weis) in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.400 m). Noch stark setzte Tivoli nach, wie auch Puna und Crystal Doll zügig auf Touren kamen. Die Viererwette wurde einmal getroffen – ein Wetter kassierte 10.000 Euro.

„Nach der Derby-Woche hat er Rätsel aufgegeben, war aber auch zuletzt durch Nasenbluten gehandicapt. Die Pause und die kühle Witterung jetzt hat ihm gut getan, auch die Scheuklappen haben geholfen“, wirkte Trainer Sascha Smrczek nicht sonderlich überrascht nach dem knappen Speedsieg von Larsen Bay (92:10) in einem 2.000 Meter-Ausgleich IV gegen den vom letzten Platz heranbrausenden Favoriten Earl of Heinz und Dutch Gal. Miguel Lopez war auf dem Sieger für Bayarsaikhan Ganbat eingesprungen, der in Abu Dhabi im Einsatz ist.

Hochdramatisch verlief das Finish im 2.400 Meter-Ausgleich III, als der Mitfavorit Nordsommer (42:10, A. Best) für die Familie Höll im allerletzten Schritt noch die sich vorne tapfer wehrende Anna Bellamy mit einem kurzen Kopf niederrang. „Er läuft immer seine Form aus und mag diesen Boden. Nun könnte es für ihn am 22. November in ein Rennen nach Krefeld gehen“, schilderte der Kölner Coach Karl Demme. Late Mute verbesserte sich noch auf den dritten Rang.

Mit einer Überraschung klang der Renntag aus, als in einem 1.200 Meter-Handicap die Holländer Keyana (96:10, T. v. d. Troost) und Miracle S die Entscheidung unter sich ausmachten. Die von Philip Jonkhart vorbereitete Erminius-Tochter raufte sich noch sicher nach vorne, blieb allerdings nicht gerade, was zu Lasten des Drittplatzierten Danon Perth ging.

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