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Ratibor-Rennen und Preis der Deutschen Besitzer als Top-Highlights

Starkes Gruppe-Doppel in Krefeld

Krefeld 6. November 2014

Während etliche andere Rennbahnen bereits ihre Pforten für 2014 geschlossen haben, geht es in Krefeld noch so richtig zur Sache. Am vorletzten Renntag der Saison, an diesem Sonntag, steigen auf dem Stadtwald-Kurs die letzten beiden Gruppe-Rennen des Jahres.

Im Herzog von Ratibor-Rennen Krefeld (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m, 5. Rennen um 13:30 Uhr) treffen sich neun hochkarätige Zweijährige. Favorit werden könnte der von Paul Harley trainierte Liberry Gold (M. Harley), der in Baden-Baden seinen Gegnern mit 17 Längen davonspazierte. Da dürfte er auch in dieser Kategorie allerbeste Chancen haben.

Einige Kandidaten starteten zuletzt im Preis des Winterfavoriten. Der damals favorisierte Molly le Clou (J. Mitchell) blieb als guter Dritter einen Platz vor Rock Academy (A. Pietsch) und Ebeltoft (D. Porcu). Da darf man sicherlich erneut ein starkes Abschneiden erwarten.
Ajalo (St. Hellyn) imponierte beim Acht-Längen-Sieg in Nancy. „Er macht sich ganz gut und hat die Pause genutzt und entsprechend gearbeitet“, versichert sein Betreuer Waldemar Hickst. Lovato (A. Starke) aus dem Gestüt Ittlingen unterlag in Compiegne nur einem Fabre-Pferd, das anschließend Zweiter auf Gruppe-Ebene wurde. Das war eine Leistung mit Hand und Fuß. „Die Leistung in Frankreich ist aufgewertet worden. Er ist zwar noch sieglos, sollte aber gute Chancen haben“, sagt Trainer Peter Schiergen.
Le Tiger Still (F. Minarik) und Nabhan (J. Bojko) haben schon auf sich aufmerksam gemacht, doch wird weitere Steigerung verlangt. Los Cerritos (M. Seidl) hat eine schwere Aufgabe vor sich.

Das andere Top-Highlight ist der Preis der deutschen Besitzer - Niederrhein-Pokal (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.050 m, 8. Rennen um 15:10 Uhr) mit einem sensationellen 13er-Feld. Bei den Dreijährigen gefällt Diamond Dove (E. Pedroza), die in Sandown einen sehr ungünstigen Rennverlauf erwischte. „Sie hat bewusst eine Pause bekommen. Der Boden sollte ihr liegen. Wir rechnen uns gute Möglichkeiten aus, auch wenn man sehen muss, wie sie zu den Hengsten steht. Vielleicht ist es ihr letzter Karrierestart“, berichtet Trainer Andreas Löwe.
Kerosin (F. Minarik) löste in Hannover eine Pflichtaufgabe. Bei Abendwind (A. Pietsch) stört nur die lange Pause seit dem Sommer. Im Frühjahr war er einmal nur von Sea The Moon geschlagen. „Er war verschleimt, wir haben ihm Zeit gegeben. Jetzt ist er gut auf dem Posten“, meint Waldemar Hickst.

Bei den Älteren gibt es eine Neuauflage zur Baden-Württemberg-Trophy. Damals landete Ever Strong (D. Porcu) einen Überrasschungssieg. Vierter wurde Bermuda Reef (A. Starke) vor Polish Vulcano (J. Bojko), die beide keine Chance gegen ihn besaßen. Pas de deux (M. Seidl) ist riesig verbessert. Vanishing Cupid (F. Veron) aus Frankreich sollte die jüngste Form überbieten.
Nicolosio (St. Hellyn) ist auf weicher Bahn immer ein Faktor. Trainer Waldemar Hickst: „Beim letzten Mal passte das Geläuf nicht, und er kam von zu weit hinten. Nun sollte er bessere Bedingungen vorfinden.“ Vif Monsieur (K. Clijmans) musste teilweise in schweren Aufgaben heran. Gespannt sein darf man auf den viermal hintereinander erfolgreichen Dorado (A. Helfenbein), der nun einen weiteren Sprung schaffen kann. Komplettiert wird das Aufgebot durch Szoff (I. Ferguson) und Emily of Tinsdal (M. Harley).

Auch das Rahmenprogramm der Neun-Rennen-Karte ab 11:30 Uhr kann sich sehen lassen. Im Ausgleich II über 2.050 Meter (4. Rennen um 13 Uhr) dürfte Madhyana (F. Minarik) eine Kandidatin mit Reserven sein.

Zwei Ausgleiche III, ein Jagdrennen mit der großartigen Indian Sun (C. Chan), eine Prüfung für Arabische Vollblüter sowie eine Wettchance des Tages mit 10.000 Euro Garantie-Auszahlung in der Viererwette (7. Rennen um 14:40 Uhr, Ausgleich IV, 1.400 m) ragen aus dem weiteren Angebot heraus. Hier sind der in Iffezheim stark gesteigerte Albarado (M. Pecheur) und der treue Veteran Dark Fellow (St. Hofer) potenzielle Bankpferde.

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