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Souveräner Erfolg der Röttgenerin in Neuss

Nauka gibt sich keine Blöße

Neuss 18. November 2014

Mit einem standesgemäßen Erfolg der Röttgenerin Nauka begann der Neusser PMU-Dienstag auf der Grasbahn. Denn wie nicht anders zu erwarten stand die dreijährige Kallisto-Tochter aus dem Stall des führenden Trainers Markus Klug in einem 2.000 Meter-Rennen deutlich heraus. Die 15.10-Favoritin setzte sich unter dem jungen Martin Seidl früh und locker von den Gegnern ab.

„Eigentlich war der Boden für sie schon zu weich, aber wir wollten unbedingt noch ein Rennen in diesem Jahr mit ihr gewinnen. Im nächsten Jahr soll sie Black Type holen“, berichtete Naukas Coach. Perfect Mood schob sich noch auf den Ehrenplatz vor. „Sie hatte aber unterwegs nie Ruhe bekommen“, signalisierte Trainer Sascha Smrczek. Ishita komplettierte die Dreierwette.

Ein heißer Tanz verspricht der Kampf im Championat der Besitzertrainer zu werden. Vor dem PMU-Dienstag auf der Neusser Grasbahn stand es 19:19 zwischen Christian Peterschmitt und Lucien van der Meulen. In einem Meilen-Ausgleich III ging der Holländer in Führung, denn er landete mit Severus (34:10, St. Hellyn) den 20. Saisontreffer.

Und dieser fiel ausgesprochen überlegen aus, denn Start-Ziel marschierte Severus der Konkurrenz ungefährdet davon. „Er hat bei beiden Starts für mich gewonnen und wird nun auf der Sandbahn weitermachen“, kommentierte Lucien van der Meulen. Und zum Titel-Kampf meinte er: „Ich gebe nie auf.“ Sao Paolo (Markus Klug: „Er läuft inzwischen immer seine Form aus“) und Novakovic hielten sich dahinter ansprechend.

Einen völlig überraschenden Ausgang nahm der 1.200 Meter-Ausgleich IV, denn mit der in Belgien von dem Portugiesen Carlos Manuel Azvedo Gaspar aufgebotenen Flying Star (196:10) war kaum zu rechnen. Doch schon früh hatte sich die Außenseiterin von dem lange führenden Tedros und Pavana abgesetzt. Im Sattel saß der belgische Nachwuchsreiter Jente Marien, der bislang fast ausschließlich auf kleinen Bahnen in seiner Heimat in Erscheinung getreten war und im Winter öfter hier reiten möchte.

Keinerlei Kraftanstrengung wurde dem 21:10-Favoriten Antonow in einer Meilen-Prüfung abverlangt. Die lange führende Hippocrene löste der Schützling von Ertürk Kurdu zeitig ab und war völlig souverän vor dem schnell aufkommenden Quietude voraus. „Ich hatte ein schönes Führpferd, und dann ist Antonow nach Hause gecantert“, erläuterte Jockey Martin Seidl nach seinem zweiten Punktgewinn.

Rund zwei Jahre hatte Nina Wagner bis vor kurzem keine Rennen mehr geritten, nun stand sie nach der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.000 m) wieder auf dem Treppchen – nach dem hauchdünnen Speed-Treffer mit Stall Blankeneses Ciocco Sam (81:10), der die Favoritin Troyanda, Belle Zorro und Styletto hinter sich ließ. „Das Pferd stand auf Gras deutlich günstiger als auf Sand. Und die Reiterin versteht sich mit ihm Blendend“, signalisierte Trainer Christian von der Recke. 18.106:10 Euro bezahlte die Viererwette.

Eigentlich war er oft als „ewig Platzierter“ betitelt, doch jetzt agiert der siebenjährige Wallach Leoderprofi (36:10) in absoluter Hochform. Im 1.200 Meter-Ausgleich III landete er den zweiten Erfolg hintereinander, nach einer absoluten Energieleistung unter der jungen Esther Ruth Weißmeier. Vom letzten Platz flog der Gast aus Iffezheim noch knapp an Tindorette und dem lange führenden World’s Danger vorbei. „Daran hatte ich unterwegs nicht mehr geglaubt, denn er war so weit hinten“, gab sein Betreuer Gerald Geisler zu. Die Favoritin Northern Sun steigerte sich nur noch auf den vierten Platz.

Eine grandiose Saison legt Claus Thomas‘ Anna Bellamy (47:10) hin. Im 2.400 Meter-Ausgleich IV kam die immerhin schon siebenjährige Stute Start-Ziel gegen Izodar und Icecube nie in Bedrängnis. Bestens teilte Jana Oppermann ihr das Rennen ein, und das, obwohl sie noch gar nicht soviel Matchpraxis hatte. „Ich hatte im letzten Jahr einen schweren Unfall in Düsseldorf, habe aber am Samstag in Bremen schon geritten. Unser Plan heute ging voll auf“, versicherte die Amazone.

Offenbar weitere Reserven schlummern in dem Dreijährigen Nero (21:10, St. Hellyn), der beim zweiten Start im abschließenden 2.000 Meter-Ausgleich III den ebensovielten Sieg feierte. Mit starken Reserven kam der Wallach des Stalles 3 Musketiere aus dem Quartier von Sascha Smrczek gegen Naaseh und Juan locker hin.

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