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Acht PMU-Rennen auf der Sandbahn

Am Dienstag „Wintersport“ in Neuss

Neuss 8. Dezember 2014

Vor einigen Wochen hat man nach der langen Sommerpause in Neuss den Faden für die Saison 2014 wieder aufgenommen. Im Vergleich zu den vorausgegangenen Jahren in einer gleichsam alten wie auch neuen Form, und zwar mit Rennen auf Gras, auf dem ureigentlichen Neusser Geläuf. Dort, wo vor Jahrzehnten noch zahlreiche namhafte Zuchtprüfungen stattgefunden hatten, oft sogar mit hoher internationaler Beteiligung. Was nach der überlangen Zeit mit ausschließlich Sandbahnrennen heutzutage fast aber schon ein wenig in Vergessenheit geraten ist, allerdings nach wie vor zur großen Tradition des Galopprennsports in der alten Römerstadt gehört. Wo am 9. Dezember nun der eigentliche „Wintersport“ beginnt. Will sagen, die Sandbahn wird dann erstmals wieder das ins Flutlicht getauchte Parkett sein, auf dem alle Entscheidungen über Sieg, Platz oder Niederlage fallen. An diesem Dienstag für acht PMU-Rennen – erster Start um 16.55 Uhr - und im Rahmen eines sehr abwechslungsreichen Programms, bei dem die Handicaps deutlich in der Überzahl sind.

Zwei davon sind Ausgleiche III und jeweils mit 8.000 Euro dotiert. Beim über 1.500 Meter führenden Preis von Krieau – 5. Rennen, 18.55 Uhr – wird das Publikum vor allem den Wallach Ohne Tadel (Linda Steudle) im Auge haben. Zum einen, weil er jüngst auf der Neusser Bahn unter seiner jetzigen Reiterin bereits einen Ausgleich II auf Gras gewonnen hat. Und zum zweiten, weil der Siebenjährige darüber hinaus erstmals für seinen neuen Besitzer Dirk Lüker startet, der zugleich sein neuer Trainer ist.

Formpferde wie Severus (Stephen Hellyn) und Sao Paulo (Martin Seidl) dürften für Ohne Tadel jedoch zwei echte Prüfsteine. Ebenso verdient das Leichtgewicht Variety Show (Jana Oppermann) nach jüngsten Eindrücken durchaus einen speziellen Hinweis.

Zum Ausklang des Neusser Rennabends wäre es im Preis von St. Moritz – 8. Rennen, 20.38 Uhr – und dem zweiten Handicap dieser Güteklasse dann sicherlich keine Überraschung, wenn die ganze Angelegenheit erneut im Zeichen der Niederländer Dutch Master (Cecilia Müller) und Dutch Gal (Stephen Hellyn) stände, die sich jüngst in Krefeld bereits getroffen haben und dabei bereits die ersten beiden Plätze besetzt hatten. Insbesondere Fürst Twen (André Best) oder auch Juan (Martin Seidl) sind allerdings ebenfalls Aspiranten, die hier mit auf die Rechnung gehören.
Dutch Masters Trainer und Besitzer, Lucien van der Meulen, hat schon mit der dreijährigen Elsie Partridge (Cecilia Müller) im Preis von Avenches – 1. Rennen, 16.55 Uhr – ein heißes Eisen im Feuer und damit zugleich eine gute Gelegenheit, seine Position im Kampf um das diesjährige Championat bei den Besitzertrainern wesentlich zu verbessern, während im Preis von Son Pardo – 6. Rennen, 19.25 Uhr – der Wallach Timorow (Michael Cadeddu) gleich nach drei Gesichtspunkten, das zu schlagende Pferd sein müsste.

Einerseits geht der Fünfjährige im zweiten Altersgewichtsrennen auf der Karte als frischer Sieger in die Partie, dazu steht er rechnerisch ausgesprochen günstig - und ist er drittens noch der einzige Starter, den Trainer Roland Dzubasz von Hoppegarten aus in Richtung Neuss in Marsch setzt.

Dass sich zuvor die WETTCHANCE DES TAGES als – 4. Rennen, 18.25 Uhr - und auch interessantestes aller weiteren Handicaps erheblich offener präsentiert, liegt auf der Hand. Doch selbst wenn im Preis von Dielsdorf bei einer GARANTIERTEN AUSZAHLUNG von 10.000 EURO in der VIERERWETTE nahezu die Hälfte aller 14 Starter durchaus reelle Erfolgsaussichten anmeldet, scheint kaum ein anderer aus ihren Reihen so zu einem klassischen Stellpferd prädestiniert wie der dreijährige Miracle S (Stephen Hellyn).

Der für Martinus Maria van der Heijden an den Start gehende Wallach reist ebenfalls aus den Niederlanden an, wo er von Trainer Daniel Klomp vorbereitet wird. Unlängst hatte ihm schon in Dortmund am Ende nur ein Hals zum Sieg gefehlt.

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