Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Auch Trigger Twist zu hoher Quote vorne

Pretty Highness regiert in Neuss

Neuss 9. Dezember 2014

Was für eine Überraschung am PMU-Dienstag in Neuss: Im 1.500 Meter-Ausgleich III setzte sich nicht etwa der hochgewettete Seriensieger Severus (21:10) durch, der sich von zweiter Position aus Mitte der geraden geschlagen gab, sondern ausschließlich krasse Außenseiter bestimmten die Szenerie.

Lange schien Takeda Shingen (221:10) vorneweg von seinem Vorsprung leben zu können, doch quasi aus dem Nichts stürmte die von Karl Demme in Köln trainierte dreijährige Stute Pretty Highness (168:10) nach perfektem Timing von Andre Best noch an ihm vorbei. Ein Kopf sprach am Ende für Pretty Highness. Mit Variety Show (210:10), die innen wenig Platz zur Entfaltung hatte, komplettierte ein weiteres kaum beachtetes Pferd die Dreierwette, die auf 65.726:10 kletterte. Auch von dem zweimal auf Gras erfolgreichen Ohne Tadel (Vierter) war nicht viel zu sehen.

„Eingangs der Zielgeraden hatte ich nicht gedacht, dass es noch reichen würde“, gab Karl Demme zu. „Pretty Highness kann aber mehr als das, was sie bisher gezeigt hat.“

Nach vielen Ansätzen von der Grasbahn landete die dreijährige Stute Tadai (24:10, St. Hellyn) im einleitenden 1.500 Meter-Rennen einen völlig ungefährdeten Vier-Längen- Erfolg über Amparo und Elsie Partridge. Immerhin handelt es sich bei der von Yasmin Almenräder trainierten Stute um eine Halbschwester des einstigen Spitzenzweijährigen und Winterfavoriten Tai Chi.

Eine ausgezeichnete Saison legt die Kölner Trainerin Sarah Weis hin, wovon man sich in einem 1.500 Meter-Handicap einmal mehr überzeugen konnte. Denn von der Spitze aus kam der Wallach Pascani (105:10) unter Ehemann Alexander Weis zu einem lockeren Start-Ziel-Treffer gegen Quietude und Hippocrene. Da könnte in Zukunft noch mehr möglich sein für den Vierjährigen.

Einen ganz starken Endkampf legte Jozef Bojko auf der von Uwe Schwinn aufgebotenen Sandbahn-Spezialistin La Bayadere (56:10) in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV hin, denn nach frühem Vorstoß wehrte sie die immens starken Angriffe von La Strada mit großem Einsatz und einem Kopf-Vorteil ab, wohingegen die favorisierte Cioccomia als Dritte schon deutlich zurück folgte.

Trainer Uwe Schwinn beließ es nicht bei einem Treffer. In einem 1.500 Meter-Altersgewichtsrennen ließ sich der Wallach American Star (87:10, A. Pietsch) auch durch eine Pause seit Mai nicht aufhalten. Mit Riesenschritten marschierte er auf dem letzten Wegstück dem schon enteilten Antonow davon, während Donatella vor dem enttäuschenden Favoriten Timorow Rang drei eroberte.

In Dortmund steht Pascal Jonathan Werning als „Sportler des Jahres“ zur Wahl. Warum das so ist, zeigte er in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.100 m). Denn mit mächtigen Endspurt zwang er auf der von seinem Vater Reiner trainierten Charlize (70:10) noch die beiden Gäste Miracle S und Keyana in die Knie, dahinter komplettierte Presence die Viererwette (Quote: 18.019:10 Euro). Besitzer der Siegerin sind Ex-Reiterin Katharina Daniela Werning und ihr Gatte Stefan Maubach.

Mit einer äußerst günstigen Sandbahn-Marke war Natascha Grewes Gabrial The Prince (16:10) in einem 2.300 Meter-Ausgleich IV unterwegs, und der Schützling des Düsseldorfer Trainers Sascha Smrczek setzte sich dementsprechend auch früh an der Spitze von Chachani und Pacha ab. Der fünfte Saisonsieg des Wallachs und zweite Tagestreffer von Jockey Alexander Pietsch war eine Augenweide.

Sträflich unterschätzt hatten die Wetter im abschließenden Ausgleich III über 1.900 Meter die Stute Trigger Twist (103:10, M. Lopez), die von zweiter Position aus ziemlich bequem für den zweiten Abendcoup ihres Betreuers Sascha Smrczek sorgte. Mit Feather Storm kam ein weiterer Außenseiter auf den Ehrenplatz vor der lange führenden Favoritin Dutch Gal.

Schlagworte zum Artikel

Champions League

Weitere News

  • Miss Mae gewinnt das erste Münchener Zweijährigen-Rennen

    Starke Stallform von Grewe, Steinberg und Richter hält weiter an

    München 23.06.2018

    Premiere in doppelter Hinsicht am Samstag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Zum ersten Mal fand hier ein Türkischer Renntag mit großem Beiprogramm statt. Und zum ersten Mal in der Saison 2018 gab es eine Zweijährigen-Prüfung. Hier setzte sich die große Stallform des Kölner Trainers Henk Grewe fort, der mit Miss Mae diese 1.200 Meter-Konkurrenz gewann.

  • Strato am Jubiläumsrenntag endlich wieder vorne

    Pecheur-Power in Magdeburg

    Magdeburg 23.06.2018

    Unter dem Motto 180 Jahre Galopprennen in Magdeburg stand der Renntag am Samstag am Herrenkrug. Bei etwas wechselhafter Witterung ragte der Ausgleich III über 2.050 Meter heraus. Und einmal mehr war es der letztjährige Derby-Siegjockey Maxim Pecheur, der hier in seinem Element war.

  • Starke-Ritt in Royal Ascot nie prominent

    Keine Chance für Merry Go Round

    Ascot/England 22.06.2018

    Deutschlands erste Royal Ascot-Starterin 2018 galt als Riesenaußenseiterin und war ohne Chance: Die von Peter Schiergen für das Gestüt Ebbesloh trainierte zweijährige Stute Merry Go Round endete am Freitag in den Albany Stakes (Gruppe III, 90.000 Pfund, 1.207 m) unter Andrasch Starke im geschlagenen Feld.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm