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Bürgerbegehren geschafft: Über 16.000 Unterschriften

Hoffnung für die Rennbahn Frankfurt

Frankfurt/Main 11. Dezember 2014

Es gibt wieder Hoffnung für den Fortbestand der Galopprennbahn Frankfurt: Denn ein Bürgerbegehren könnte das DFB-Zentrum auf der seit mehr als 150 Jahren bestehenden Anlage platzen lassen und ein erster Schritt sein, dass in Zukunft die Vollblüter in Niederrad weiterhin ihre Heimat haben.

Die Bürgerinitiative "Pro Rennbahn" sammelte 16.000 Unterschriften gegen das DFB-Zentrum, deutlich mehr als die benötigten 12.528 Signaturen (3 Prozent aller wahlberechtigten Einwohner der Stadt). Und es werden immer mehr.

Schon jetzt handelt es sich um das erfolgreichste Bürgerbegehren in der Geschichte der Stadt Frankfurt. Um heutigen Donnerstag um 15 Uhr werden die Unterschriften dem Oberbürgermeister im Römer übergeben. Dann würde es wie folgt weitergehen: Wenn die benötigte Anzahl gültig ist, entscheiden in den nächsten sechs Monaten die EU-wahrberechtigten Frankfurter über die Zukunft der Rennbahn. Wenn 25 Prozent von ihnen gegen das DFB-Projekt sind, dann wäre der Bebauungsplan unzulässig und vom Tisch!

Im Folgenden zitieren wir aus einer Pressemitteilung des Frankfurter Rennklubs und der Bürgerinitiative Pro Rennbahn:

Am 16. Oktober 2014 entschied die Stadtverordnetenversammlung, den Beschluss des Magistrats, die traditionsreiche Frankfurter Galopprennbahn nach mehr als 150 Jahren Bestehen zu schließen und dort einen Bebauungsplan zugunsten einer DFB-Akademie aufzustellen.

In geradezu atemberaubender Geschwindigkeit paukte die Römer-Koalition diesen Beschluss durch, doch genauso vehement fiel nun die Reaktion der Frankfurter Bevölkerung aus: Bis zum 10. Dezember 2014 unterzeichneten nun mehr als 16.000 Bürgerinnen und Bürger ein Bürgerbegehren mit dem Inhalt, den Bebauungsplan Nr. 916 aufzuheben und die Frankfurter Turf-Tradition fortzusetzen. Den Initiatoren blieben dabei abzüglich der Vorbereitungszeit nur sechs Wochen Zeit. Das ist absoluter Rekord!

Die erforderliche Hürde von 12.528 Unterschriften, also 3% aller Frankfurter Wahlberechtigten, wurde mit Leichtigkeit übersprungen. Es ist damit das erfolgreichste Bürgerbegehren in der Geschichte Frankfurts. Die Initiatoren sind von der positiven Reaktion mehr als erfreut und danken der Frankfurter Bevölkerung für die großartige Unterstützung.

Über 70 Helfer/-innen sammelten in fast allen Frankfurter Stadtteilen Unterschriften. Besonders bemerkenswert ist das breite Spektrum der Beteiligten: Von Jung bis Alt, durch alle Berufsparten hindurch zeigten sich Sympathisanten der Galopprennbahn und über die städtischen Pläne empörte Mitstreiter/-innen. Viele verbanden damit positive Erinnerungen und sehen in im Frankfurter Turf ein unverzichtbares Stück Frankfurter Kultur.

Der Frankfurter Renn-Klub freut sich über viele wertvolle Anregungen und Gedanken, die gerne aufgenommen werden. Die Frankfurter sollen schließlich sagen: Wir sind stolz auf unsere Rennbahn!

Die Unterschriften werden dem Büro des Oberbürgermeisters übergeben am Donnerstag, dem 11. Dezember um 15:00 Uhr vor dem Haupteingang des Römers.

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