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Ex-Goldene Peitsche-Gewinner triumphiert in Neuss

Keine Sensation: Ferros nächster Treffer

Neuss 21. Dezember 2014

Im August 2012 sorgte er für eine Sensation im wichtigsten deutschen Sprintrennen: Ferro Sensation, damals noch in Training bei Jan Pubben in Sevenum/Niederlande, triumphierte in der Goldenen Peitsche in Baden-Baden. So gut wie damals ist der inzwischen achtjährige Wallach inzwischen nicht mehr, aber auf Sand ist er in gut ausgesuchten Aufgaben derzeit glänzend in Schuss.

Nach zwei Treffern in Mons galt der nun bei Daniel Klomp stationierte Paolini-Sohn am PMU-Sonntag in Neuss im Ausgleich II über 1.500 Meter als 36:10-Chance. Und nach einem Rennen aus dem Vordertreffen schnappte er ganz zuletzt noch den schon in Sicherheit geglaubten Beacon Hill und dem stark gewetteten Leoderprofi.

„Ich hatte Eddie gesagt, dass er mit Ferro Sensation im Vordertreffen gehen soll. Innen war dann kein Platz, daher musste er außen ansetzen. Nun steuern wir im Januar noch einen Ausgleich II in Neuss an, danach muss man sehen, was er auf Gras noch kann“, kommentierte Daniel Klomp, der aktuell 15 Pferde sowie einige Arabische Vollblüter in seinem Stall hat.

Im Kampf um das Besitzertrainer-Championat verfehlte Christian Peterschmitt als Betreuer von Beacon Hill damit knapp einen Volltreffer im Hauptrennen. Auch sonst gingen sowohl er, als auch Lucien van der Meulen leer aus, womit Meulen mit 20 Siegen unverändert einen Punkt Vorsprung hat vor den beiden letzten Renntagen des Jahres.

Leider nur drei der ursprünglich vorgesehenen sechs Pferde nahmen das Zweijährigen-Rennen über 1.500 Meter in Angriff. Da war der Weg frei für den schon in Auktionsrennen anständig gelaufenen Call me number one (22:10, F. Minarik). Der Touch-Down-Sohn verwies mit Par Avant einen Trainingsgefährten völlig souverän mit sieben Längen auf den zweiten Platz. „Call me number one hatte die beste Form, war ja schon in besseren Aufgaben gestartet“, meinte Trainer Christian von der Recke. „Par Avant braucht noch weitere Wege.“ Der Debütant Darioush kam – einen Hals zurück - über den letzten Rang nicht hinaus.

Für die hauchdünne Niederlage auf dieser Bahn entschädigte sich von Helga Dewald vorbereitete Takeda Shingen (37:10, D. Porcu) in einem 1.500 Meter-Handicap problemlos. Denn von der Spitze aus lief der Wallach vor dem Veteran For Pro und dem Bahnspezialisten Nightdance Prince nie etwas anbrennen.

Seinen zweiten Karrieretreffer, den ersten auf Sand, feierte der von Ertürk Kurdu aufgebotene Passeto (27:10, A. Pietsch) in einer 1.900 Meter-Prüfung. Zum Schluss machte sich der Wallach von seinem einzigen Verfolger Ignaz locker frei, während Silvana die Debütantin Gisele hinter sich ließ, die früh aus der Partie war. Dennoch brachte die Görlsdorferin 300 Euro im Kampf um das Züchterchampionat mit nach Hause. Der Mitfavorit Märchenprinz warf direkt nach dem Start seinen Reiter Martin Seidl ab.

Wie sich die Bilder gleichen: Im Ausgleich III über 1.900 Meter wiederholte Trigger Twist (40:10, M. Lopez) ihren Erfolg von dieser Bahn. Die von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Stute stieß innen durch und wehrte die heranstürmenden Dutch Gal und Huan, der Favorit geworden war, ab. Da könnte vielleicht noch mehr möglich sein. „Der Knoten scheint nun geplatzt zu sein. Das war auch ein starker Ritt von Miguel Lopez“, so der Siegtrainer.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.300 m) landete der Dreijährige Key (80:10, I. Ferguson) aus dem Stall des Mülheimers Bruce Hellier den ersten Sieg. Der Wallach profitierte von einem offensiven Ritt seines Jockeys Ian Ferguson, der von zweiter Stelle rechtzeitig auf Längen vor das Feld stürmte und damit zeitig alles für sich hatte. Der Ungar Kalamo, der von weit hinten kommende Favorit Magic Jack und Icecube komplettierten die Viererwette, die zweimal getroffen wurde. Beide Wetter bekamen je 5.000 Euro!

Mit allerletztem Einsatz sorgte der von Barbara Sofsky-Prappacher engagierte Assembly (140:10, T. Scardino) in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV noch für eine Überraschung. Dabei hatte They’llknowmenow eigentlich fast alle Weichen auf Sieg gestellt.

Die weite Reise aus Österreich sollte sich für Tamara Richters Touch of Gold (67:10, M. Cadeddu) lohnen, denn im abschließenden 1.500 Meter-Handicap kam der Wallach zu einem sicheren Treffer gegen Quietude und Swap.

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