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Nero kann mit weißer Weste die Saison beenden

Vorgezogenes Dortmunder Weihnachtsprogramm

Dortmund 22. Dezember 2014

Zwei Starts hat der dreijährige Nero bis dato absolviert, und ebenso oft hat er auch gewonnen. Wenn er nun am Vorabend von Heilig Abend in Dortmund zum dritten Mal in diesem Jahr aufläuft, wird vielfach wieder die Metapher von der „weißen Weste“ bemüht und im Zuge dessen die Frage gestellt werden, ob der Königstiger-Sohn diese „Weste“ auch weiter wird weiß halten können. Was für ihn tatsächlich nicht ganz einfach aussieht. Der Schützling von Sascha Smrczek hat es im Preis der Sandbahn – 7. Rennen, 19.40 Uhr – nämlich mit einer ganzen Reihe Altersgefährten zu tun, die ebenfalls einiges zu bieten haben. Wie beispielsweise Pissarro, der auf das Gramm genau dieselbe Marke im Generalausgleich besitzt wie der Wallach im Besitz des Stalles 3 Musketiere.

Was Nero und Pissarro zudem verbindet, ist die Tatsache, dass sie sich auf Sand noch keine Meriten verdient haben; Nero ist sogar ein lupenreiner Debütant. Aber sollte er es schaffen, nun auch seine dritte Partie erfolgreich zu bestehen, dann gehört er hierzulande zu jenem kleinen Kreis Vollblüter, die ungeschlagen ins neue Rennjahr 2015 wechseln werden. Wie automatisch würde dies noch weiterreichende Hoffnungen wecken, sowohl in seinem engeren Umfeld als auch beim interessierten Publikum.

In Neros Sattel wird einmal mehr Stephen Hellyn sein, der ihn unlängst schon in Neuss zu einem sicheren Erfolg ritt. Doch der Dreijährige betritt die Wambeler Sandbahnbühne erst vergleichsweise spät. Der größte Teil des acht Rennen umfassenden und quasi vorgezogenen Weihnachtsprogramms – erster Start um 16.40 Uhr – ist dann bereits abgewickelt, nachdem es gleich mit einem Ausgleich III begonnen hatte, dem Preis der Weihnachtswünsche.

In diesem ersten von zwei Handicaps dieser Güteklasse mangelt es nebenbei in keiner Weise an Formpferden, was Namen wie unter anderem Mister Mackenzie (Anna van den Troost), Dippermouth (Jozef Bojko), Zephyros (Stephen Hellyn), Izidor (Andre Best) oder auch Victorious (Filip Minarik) unterstreichen.

Später sind es Leila (René Piechulek) und Tivoli (Pascal Jonathan Werning), die im Preis des Zielrichters – 5. Rennen, 18.40 Uhr – auf dem Papier die besten Referenzen ins Feld führen können. Daneben sollte in diesem zweiten Ausgleich III auch Dutch Master (Cecilia Müller) trotz einer jüngst wenig berauschenden Vorstellung in Neuss weiterhin ein Kandidat sein, der kaum schon völlig abgeschrieben werden kann.

Mit besonderer Spannung wird man im Hause Carvalho diesem Rennen im Hause Carvalho entgegensehen. Hier, wo sonst in der Regel ja eher Gruppe-Ereignisse, internationale Rennen oder große Zuchtprüfungen den Gesprächsstoff bilden. Anders jedoch diesmal, da für die Stute Leila (René Piechulek) erstmals Sandra Mali Carvalho als Trainerin zeichnet, also die Ehefrau des Bergheimer Trainers Jean-Pierre Carvalho, dem Betreuer vor allem des Schlenderhaner Rennstalls.

Nach dem kürzlich erfolgten Karriereende von Trainer Dieter Ronge in München-Riem wechselte die Paolini-Tochter ins Rheinland und gleichzeitig in den Besitz von Sandra Mali Carvalho.

Heimlicher Höhepunkt am 23. Dezember dürfte freilich der Preis der Dortmunder Trainingsanlage – 3. Rennen, 17.40 Uhr – sein, die Prüfung mit der VIERERWETTE und einer hierbei GARANTIERTEN AUSZAHLUNG von 10.000 EURO.

Auch in diesem 2.500-Meter-Test gibt es reichlich Formpferde. Ob sie nun Freedom Time (André Best), Renoir (Michael Cadeddu), Earl of Heaven (Filip Minarik), Patanos (Larisse Bieß) oder Amor fati (Alex Pietsch) heißen.

Ein im Vorfeld oft genannter Name ist zudem der des Wallachs Flame Hawk (Steffi Hofer), ein gewissermaßen doppelter Debütant. Denn schließlich handelt es sich hier um den ersten Versuch des Dreijährigen sowohl im Handicap als auch auf Sand.

Ein besonderes dramaturgisches Element bilden nach wie vor außerdem noch die keineswegs schon endgültig entschiedenen Championate bei den Besitzertrainern und Züchtern. Der bereits genannte Patanos könnte sich sogar als wahres Schlüsselpferd erweisen, ist er doch vom Gestüt Etzean gezogen, das derzeit mit einer Gewinnsumme von 706.390 Euro knapp hinter dem Gestüt Görlsdorf (710.735 Euro) rangiert. Und er ist darüber hinaus noch ein Ass im Ärmel von Trainer Christian Peterschmitt, der mit 19 Erfolgen lediglich ein Punkt hinter Lucien van der Meulen steht.

Aber der Niederländer wie auch Görlsdorf sehen dem Treiben von Patanos keineswegs tatenlos zu. Der Wallach Home Please (Stephen Hellyn) - 5. Rennen, 18.40 Uhr – und die dreijährige Josefine (Martin Seidl) – 7. Rennen, 19.40 Uhr – können nämlich für das ostdeutsche Gestüt genauso weitere wichtige Euros verdienen.

Vor allem jedoch sattelt Lucien van der Meulen zum Finale im – 8. Rennen, 20.10 Uhr – mit dem Titel „Auf Wiedersehen am 28.12.2014“ am vierjährigen Lord of Leitrim (Stephen Hellyn) noch einen klaren Rechnungsfavoriten und dazu den voraussichtlich heißesten Favoriten des gesamten vorweihnachtlichen Rennabends.

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