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Dritter Sieg des Dreijährigen in Dortmund

Nero bleibt weiterhin ungeschlagen

Dortmund 23. Dezember 2014

Er ist ein echter Siegertyp, der sowohl auf Gras als auch auf Sand gewinnen kann. Nach zwei Erfolgen auf dem Neusser Grün gestaltete der dreijährige Wallach Nero nun auch seinen dritten Start erfolgreich. In Dortmund trat der von Sascha Smrczek trainierte Königstiger-Sohn des Stalles 3 Musketiere am Vorabend zu Heilig Abend dabei erstmals auf Sand an. Was letztlich kein großes Problem für ihn darstellte. Am Ende gewann Nero den Preis der Sandbahn noch leicht mit zweieinhalb und anderthalb Längen gegen Pissarro sowie Josefine. Doch schien gerade die Letztgenannte die gesamte Angelegenheit bereits im Griff zu haben, ehe sich Nero doch noch an ihr vorbeiarbeiten konnte. Erst danach waren alle Lampen für ihn endgültig auf grün gestellt. Der ansehnliche Schlussakkord von Pissarro besaß mithin nur noch Relevanz für den Ehrenplatz, und Nero geht folglich als 2014 ungeschlagenes Pferd ins kommende Rennjahr.

Was dieser Sieg unter Stephen Hellyn so ganz genau wert war, lässt sich zwar kaum genau und exakt festmachen. Allerdings war deutlich erkennbar, dass Nero weiter Luft nach oben hat und sein Potenzial keinesfalls schon ausgeschöpft sein dürfte. Zumal er trotz zwei vorausgegangener Starts immer noch ein wenig grün wirkte.

Neros Trainer wie auch sein Jockey hatten zuvor schon mit Stall Ramons Home Please im Preis des Zielrichters ein gemeinsames Erfolgserlebnis feiern können. Start-Ziel dominierte der vierjährige Greinton-Sohn den zweiten Ausgleich III auf der Karte und ließ dem sich gut verkaufenden Außenseiter Christoph Columbus wie dem zum Schluss noch gut Tritt fassenden Anaximenes keinerlei Möglichkeiten.

Was Stephen Hellyns Erfolgshunger jedoch längst noch nicht gestillt hatte. Denn am Ende der PMU-Veranstaltung gelang ihm obendrein ein unangefochtener Treffer mit dem Schimmel Lord of Leitrim, der im Einlauf seine rechnerischen Vorteile bequem auszuspielen verstand und sich im Handgalopp von allen Gegnern verabschieden konnte. Hochüberlegen sechs Längen, konstatierte der Richter. Dass der 308:10-Außenseiter Old Firehand zum Schluss den zweiten Platz ergattern konnte, gab dem Rennen aber noch einen gewissen Zug einer Überraschung.
Lord of Leitrims siegreicher Spaziergalopp hatte allerdings eine besondere Bedeutung, und zwar mit Blick auf das noch nicht endgültig entschiedene Championat bei den Besitzertrainern. Lucien van der Meulen, seinem Eigner und Betreuer, brachte er nämlich vor dem letzten Renntag des Jahres bereits einen 2-Punkte-Vorteil vor Christian Peterschmitt und damit allemal schon eine Vorentscheidung mit eindeutiger Tendenz zu seinen Gunsten.

Mit einem Vorteil von sechs Längen hatte sich auch bereits Stall Manhattans Victorious als einziger Dreijähriger im Feld im Preis der Weihnachtswünsche behaupten können, dem ersten Ausgleich III auf der Karte. Mit Filip Minarik im Sattel hielt sich der Schützling von Dr. Andreas Bolte neben Izidor außerdem Hoseo weit vom Leibe weg.

Unvergesslich wird dieser vorweihnachtliche Rennabend sicherlich für Sabrina Piehl bleiben, für die der Traum in Erfüllung ging, gleich beim ersten Ritt erfolgreich zu sein. Das Kunststück gelang ihr mit Stall Laurus‘ Walkabout. Abzüglich der 5-Kilo-Erlaubnis hatte der Pflegebefohlene von Trainer Norbert Sauer zwar immer noch 66 Kilo zu tragen. Was ihn freilich nicht im Geringsten hinderte. Er und seine junge Reiterin standen im StrategieX-Rennen alsbald als klare Gewinner fest. Gleichzeitig wurde es noch ein Heimsieg, der einzige im Übrigen.

Im Rennen mit der Viererwette hießen anschließend die Protagnisten keineswegs unerwartet Flame Hawk und Patanos, selbst wenn der erfolgreiche Flame Hawk von Trainer Mario Hofer erstmals in ein Handicap geschickt worden war und zudem seine Sandbahnpremiere feierte. Hinter dem von Steffi Hofer mit viel Vertrauen gerittenen Dreijährigen und dem sich äußerst tapfer wehrenden Patanos sorgten der 735:10 Außenseiter Nuoro und Ami Rouge, Eventualquote 521:10, im Preis der Dortmunder Trainingszentrale indes für kleine Sensationen auf den Plätzen.

Stall Indias Ivrea, trainiert von Christian Sprengel und geritten von Alex Pietsch, stand im Wintertraining-in-Dortmund-Rennen ebenfalls beizeiten als Gewinnerin fest, während etwas später Dragoslav unter Jana Oppermann einmal mehr ein Rennen in Wambel für Trainer Wilfried Schütz und den Stall EWG sicherstellte.

Dies war allerdings nicht unbedingt sehr früh abzusehen, dafür war jedoch Dragolavs Speed umso durchschlagskräftiger. Da die Prüfung den hinweisenden Titel „Preis der Championatsehrung am 28.12.“ trug, wussten alle, die am Vorabend von Heilig Abend heraus zur Dortmunder Rennbahn gekommen waren, dass sie allesamt herzlich eingeladen sind, am letzten Sonntag des Jahres erneut in Wambel vorbeizuschauen.

Dann ist hier nämlich Saisonfinale, und es fällt der Schlussvorhang hinter das bundesdeutsche Galoppjahr 2014.

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