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Beacon Hill in Neuss ganz stark

Der eisenharte Kämpfer

Neuss 11. Januar 2015

Hauchdünn war Christian Peterschmitt am Championat der Besitzertrainer vorbeigeschrammt. Doch am ersten Renntag der Neusser Saison am PMU-Sonntag meldete sich der Südwest-Coach wieder zurück – mit dem eisenharten Beacon Hill.

Der immerhin schon siebenjährige Wallach gewann mit dem Preis der Stadt Neuss nicht nur das Highlight des Abends (Ausgleich II, 1.500 m). Er landete auch den 17. Triumph beim 46. Start seiner Karriere. Dabei glänzte die 23-jährige Larissa Bieß (Amateurreiterin aus Münchweiler) bei ihrem achten Erfolg im Rennsattel mit perfekter Einteilung. Denn Start-Ziel rettete sie auf der 48:10-Chance einen Kopf-Vorsprung gegen die einen Schritt zu spät kommende Favoritin Tadai, hinter der Caesarion Dritter wurde. „Es hat alles toll geklappt. Larissa kennt Beacon Hill aus dem Training, daher durfte sie ihn auch heute reiten. Da er nun eine sehr hohe Marke hat, gibt es so recht kein Rennen mehr hier für ihn“, kommentierte Christian Peterschmitt.

Die Serie des Holländers Ferro Sensation endete nach drei Treffern abrupt, denn er war nie ein Faktor und kam über Platz fünf nicht hinaus. Kurios: Tadai, auf Sieg zu einer Eventualquote von 22:10 unterwegs, bezahlte 28:10 auf Platz!

Was der Düsseldorfer Besitzer Guido Schmitt anfasst, das wird zu Gold. Für 5.000 Euro ersteigerte er bei einer Auktion in Baden-Baden den Exceed and Excel-Sohn Gamgoom. Und dieser nun vierjährige Wallach sorgte im Auftaktrennen der Neusser Saison 2015 als 52:10-Chance unter Andre Best für eine Überraschung.

Mit mächtigem Speedwirbel stürmte er auf dem letzten Wegstück mit zwei Längen an der normalerweise nach Klasse deutlich über dem Feld stehenden 11:10-Favoritin Alpha vorbei. Nach langer Führung konnte die Top-Sprinterin dem aus langer Pause kommenden Neu-Schützling von Mario Hofer nichts mehr entgegensetzen. Jazz Prince folgte als Dritter schon klarer zurück.

Sand scheint das Eldorado des von Sarah Weis in Köln trainierten Pascani (35:10, A. Weis) zu sein, der in einem 1.500 Meter-Handicap den zweiten Treffer hintereinander schaffte. Lange hatte die Pilotin Hippocrene alles für sich, doch dann bekam der Favorit die Stute doch noch sicher mit einer dreiviertel Länge zu fassen. Belus stand zeitig für den dritten Rang fest. Skystream ließ gleich zu Beginn alle Chancen, als der Wallach in der Startbox stehenblieb.

Sein Betreuer war in dieser Woche noch ein wenig skeptisch gewesen: „Wir haben 14 Tage lang wegen der Witterungsverhältnisse nicht trainieren können. Da ist die Frage, ob er das kompensieren kann“, hatte Besitzertrainer Philipp Berg über Pacha (41:10-Favorit, R. Piechulek) gesagt. Doch der sechsjährige Wallach ließ sich in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.900 m) nicht aufhalten und behielt gegen den wiedererstarkten Bobby Dazzler bequem mit einer dreiviertel Länge die Oberhand. Flying Star und Styletto komplettierten die Viererwette, die 26.584:10 Euro brachte. Rebecca Danz kam bei ihrem ersten Ritt nach langer Verletzungspause aus dem Sattel von Lonesome, doch ging alles glimpflich ab.

Volles Vertrauen war in einem 2.300 Meter-Ausgleich IV mit Gabrial The Prince (15:10) gegangen, doch der kürzlich noch so imponierende Sieger wurde als bekannter Frontrenner zu abwartend gesteuert und gab sich schließlich als Vierter deutlich geschlagen. Da war der Weg frei für den von Marion Rotering in Iffezheim trainierten Bahnspezialisten Magic Jack (51:10, N. Richter), der mit riesigem Endspurt mit einem Hals noch den glänzend standhaltenden Piloten Kiowa (334:10) und Twin Star abfing. Mit 13.592:10 Euro kletterte die Dreierwette in ansehnliche Höhe.

Besonders überzeugen konnte der frühere Seriensieger Pagan Warrior (53:10, J. Bojko) in seinen jüngsten Aufgaben nicht. Aber in einem 1.500 Meter-Handicap erinnerte sich der Schützling von Uwe Schwinn an seine besseren Tage. Denn mit viel Energie behauptete sich der so famos gezogene Wallach sicher gegen den stets führenden Veteran For Pro. Opera Moon erkämpfte sich noch knapp den dritten Rang.

Seine bestechende Verfassung unterstrich der von Ertürk Kurdu in Düsseldorf trainierte Passeto (31:10, A. Pietsch) in einem Ausgleich III über 1.900 Meter. Lange ließ sich der Favorit von Zerzura führen, dann zog er Mitte der Geraden in Front und hielt sich auch die noch stark auf Touren kommende La Bayadere vom Leib.

Ein nachträgliches Geschenk für ihre Mitbesitzerin, die ehemalige Reiterin Katharina-Daniela Werning, die am Samstag ihren 30. Geburtstag feierte, war der abschließende Sieg der Stute Charlize (26:10) aus dem Stall ihres Vaters Reiner in einem 1.100 Meter-Sprint. Auf den letzten Metern rauschte die Favoritin noch an Eastern Eagle und Hidden Destiny vorbei.

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