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Dragoslav top - auch Victorious siegt weiter

Jung-Amazone und Altmeister feiern gemeinsam

Dortmund 20. Januar 2015

Gerade einmal zwei Pferde bereitet Altmeister Wilfried Schütz in Iffezheim vor. Doch der 72-jährige hat weiterhin Grund zu großer Freude. Sein siebenjähriger Wallach Dragoslav feierte am PMU-Dienstag in Dortmund schon den dritten Treffer der aktuellen Winter-Saison. Und nach dem Eindruck dieses 1.200 Meter-Ausgleiches III (Sabiango-Rennen) muss das immer noch nicht der letzte Coup gewesen sein.

Die junge Jana Oppermann, fast auf den Tag genau 50 Jahre jünger als der Trainer, bewies einmal mehr große Übersicht. Aus der günstigen Startnummer eins hatte sie mit der 49:10-Chance bald schon einen Platz im Vordertreffen, blieb stets innen. Als im Einlauf zunächst keine Lücke aufging, bewahrte sie die Ruhe, um dann gegen Aristocrata und Thirsty Bear souverän aufzutrumpfen. Der frühere Seriensieger Tasci wirkte dagegen nie gefährlich.

Nur den Hut ziehen kann man vor dem vierjährigen Hengst Victorious (15:10, A. Pietsch). Denn der Schützling von Dr. Andreas Bolte marschiert munter durch die Klassen. Auch der dritte Coup in Folge im Maxios-Rennen (Ausgleich III, 1.800 m) war eine klare Angelegenheit. Bis zum Schlussbogen ließ sich der Tertullian-Sohn von dem dann schnell zurückfallenden Kepheus führen, dann ging er auf und davon. Lediglich Hoseo kam mit sehenswertem Schlussakkord noch ein wenig näher heran und eroberte vor Quadrille den Ehrenrang.

Für das Team Alexander Pietsch/Dr. Andreas Bolte sollte es noch besser kommen, denn der in Bolte-Familienbesitz stehende achtjährige Wallach Endoran (66:10) sorgte bei seinem problemlosen Erfolg über Cyrus Sod und Liro im abschließenden 2.500 Meter-Altersgewichtsrennen (Haberloh-Rennen) für den zweiten Sieg dieser Kombination.

Der Publikumsliebling Silvery Moon, auch gerne als „schnellster Schecke der Welt“ tituliert, gab sich in einem 1.800 Meter-Ausgleich IV (www.faehrhof.de-Rennen) zum ersten Mal auf der Sandbahn die Ehre. Bei einer Quote von 43:10 galt er sogar als zweiter Favorit. Doch von der Spitze aus konnte er auf der Geraden nicht mehr beschleunigen und musste sich schließlich mit Platz fünf begnügen. Hier sprach lange alles für den favorisierten Hannover Indian, aber mit erstaunlichem Speedwirbel spurtete Marlene Hallers von Christian von der Recke vorbereiteter Earl of Heaven (113:10) noch an ihm vorbei. Groß war die Freude bei Reiterin Rebecca Danz, die den ersten Sieg nach ihrer Verletzungspause schaffte.

Dass auf Sand die Uhren manchmal anders gehen, zeigte sich im einleitenden Pastorius-Rennen (1.800 Meter). Denn der schon im Ausgleich II auf Gras erfolgreiche Diplomat kam als 15:10-Favorit nie entscheidend an Stall Turffighters Pissarro (27:10, D. Schiergen) aus dem Quartier des Düsseldorfers Ralf Rohne heran, der Start-Ziel mit elf Längen im Schongang enteilte und seine starken letzten Vorstellungen bestätigte. Jogi’s Boy schnappte sich weit zurück noch den dritten Rang.

Eine halbe Stunde später gab es eine große Überraschung: Denn mit gewaltiger Verbesserung wartete die Ammerländerin High Chance (167:10, D. Moffatt) aus dem Münchener Stall von John David Hillis im Black Sam Bellamy-Rennen (2.500 Meter-Handicap) auf. Die Start-Ziel-Taktik stach, die so nobel gezogene Schimmelstute ging auf diesmal 800 Meter längerem Weg vorne immer weiter und ließ die Angriffe des Favoriten Flame Hawk sowie des außen weite Wege gehenden Izodar ins Leere laufen.

Eine absolute Entdeckung der vergangenen Wochen ist Regine Weißmeiers Quietude (33:10, F. X. Weißmeier). Seit vielen Wochen agiert der Wallach in grandioser Form. Nun verabschiedete er sich trotz des Riesengewichts von 65 Kilo in der Wettchance des Tages (Hamond-Rennen, Ausgleich IV, 1.950 m) mühelos mit drei Längen von den Gegnern, die der von weit hinten enorm schnell werdende Chachani anführte. Floralys und Crystal Doll komplettierten eine sehr formgemäße Viererwette (German Racing hatte drei der ersten vier Pferde vorhergesagt), die 9.951:10 Euro bezahlte.

Gutes Geld gab es im Campanologist-Rennen (Ausgleich IV, 1.200 m) auf Georg Mayers dauerplatzierten Wallach Belus (82:10, M. Pecheur), der mit mächtigen Schritten noch den auf 20:10 heruntergewetteten Presence einholte.

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