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Kreuz As und Index Waiter überraschen in Neuss

Der Abend zweiter Riesenaußenseiter

Neuss 26. Januar 2015

Was für ein Schocker zum Auftakt des PMU-Montagsrenntages auf der Sandbahn in Neuss! Im einleitenden 2.300 Meter-Altersgewichtsrennen hatte man im kleinen Fünferfeld eigentlich nur mit drei Pferden gerechnet – Cape Willoughby (19:10), Money Time (24:10) und Dreamspeed (30:10) hätten nach Ausrechnung die Partie eigentlich unter sich ausmachen müssen.

Doch es kam völlig anders. Auf dem nach den Schneefällen des Wochenendes ziemlich durchweichten Sand flog der Riesenaußenseiter Kreuz As mit gewaltigem Speed von vorletzter Position aus an Money Time und dem lange führenden, aber schnell geschlagenen Cape Willoughby vorbei. Dreamspeed hatte als Vierter innen sehr wenig Platz zur Entfaltung. Anders der außen eingesetzte Kreus As, der mit Maxim Pecheur zur Sensations-Quote von 247:10 siegte.

Immerhin hatte der nun fünfjährige Wallach hier schon einmal die Top-Stute Calyxa geschlagen. Doch ist sein Hauptbetätigungsfeld längst die Hindernisbahn. zuletzt war er noch 13 Längen hinter Money Time gewesen, aber nun war er ganz anders aufgelegt. Lutz Mäder vertrat bei der Siegerehrung seine Gattin Erika, die Betreuerin und Besitzerin von Kreuz As.
Cape Willoughbys Jockey Andrasch Starke blieb an diesem Abend ein Treffer versagt, bevor er sich am Dienstag auf den Weg zu seinem Japan-Gastspiel machen wird. Sein bestes Ergebnis war der zweite Platz mit Miss Bestsy in einem 1.500 Meter-Ausgleich IV deutlich hinter der vorne leicht weiterziehenden Hippocrene (36:10, M. Lopez) aus dem Quartier von Martin Schu.

Jockey Miguel Lopez avancierte zum Mann des Tages, denn er gewann sogar drei Rennen. Im abschließenden 1.900 Meter-Handicap vertrauter er ganz auf den Speed von Marion Webers Red Dynamite (63:10), die Magic Princess und La Strada noch kalt erwischte.

Start-Ziel mit immer neuen Reserven wartete die von Ralf Rohne aufgebotene Western Queen (83:10, A. Pietsch) in einem 2.300 Meter-Handicap auf. Funky Music und Karnitz kamen nie entscheidend an die Stute heran. Die Enttäuschung der Prüfung war der 20:10-Favorit Phoenix Shadow, der zu keinem Moment zwingend wirkte und nur Sechster wurde.

Auch im 1. Lauf zur Wintermeisterschaft der Amateure (Ausgleich IV, 1.900 m) gab es eine saftige Überraschung durch den vorne auf elf Längen davoneilenden Index Waiter (251:10), der mit Reiterin, Besitzerin und Trainerin Stephanie Rank den ebenfalls als Außenseiter angetretenen Vulkan distanzierte. Die Zweierwette schnellte auf 2.479:10 Euro hoch. Der auf 20:10 heruntergewettete Big Moun musste sich den dritten Rang noch mit Crespo teilen.

Ihr Trainer Sascha Smrczek befindet sich derzeit im wohlverdienten Urlaub in Brasilien, doch das hinderte Stall Australias Cioccomia (58:10, M. Lopez) nicht an einem imponierenden Speed-Treffer in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.500 m) vor Dark Fighter, Takeda Shingen und For Pro. Die Viererwette war gut zu treffen und bezahlte 11.675:10 Euro.

Und auch eine halbe Stunde später, im 2.300 Meter-Ausgleich III landete der Düsseldorfer Coach einen Punkt – mit Home Please (34:10, D. Porcu). Ähnlich wie zuletzt in Dortmund mobilisierte der Wallach des Stalles Ramon Start-Ziel immer neue Kräfte und war bald außer Gefahr. Daran änderte auch der mächtige Endspurt von Magic Jack nichts mehr, der unterwegs weit hinter dem Feld hertrudelte, aber zuletzt immer stärker wurde und den belgischen Gast Butler hinter sich ließ. Der aktuelle Doppelsieger Key kam diesmal nie an die Spitze und belegte nur Platz fünf. Mit 29:10 fiel die Platzquote auf Home Please sehr üppig aus.

Ein perfektes Comeback gelang Eduardo Pedroza: Zum ersten Mal stieg er in dieser Saison in den Sattel, und auf dem von Daniel Klomp trainierten Miracle S (34:10) schaffte der mehrfache Champion in einem 1.100 Meter-Sprint einen problemlosen Start-Ziel-Sieg gegen den spät heranfliegenden Emirati Spirit und Charlize.

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