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Super-Start für Neutrainer durch Paper Moon

„Hammer“ in Dortmund!

Dortmund 3. Februar 2015

Was war das für ein Paukenschlag, oder besser gesagt „Hammer“: Der dänische Ex-Jockey Lennart Hammer-Hansen, seit kurzem Trainer in Iffezheim, bot am PMU-Dienstag in Dortmund seinen ersten Starter auf. Und dieser vierjährige Hengst Paper Moon, bei sieben Starts noch sieglos, aber stets höher gehandelt, machte ihm das größte Geschenk – mit einem Sieg in einer 1.700 Meter-Prüfung.

Unter dem Franzosen Bernard Flandrin ging der 84:10-Außenseiter früh nach vorne und verabschiedete sich souverän mit sechs Längen von Southampton und dem Favoriten Diplomat. Dahinter wurde der ebenfalls hochgehandelte Rock of Cashel lediglich Vierter. Hier kletterte die Zweierwett-Quote mit 2.743:10 in stattliche Höhe. Freude pur beim Turf Club Baden, einer engagierten Besitzergemeinschaft aus dem badischen Renndorf und Lennart Hammer-Hansen, der folglich optimal in seinen neuen Job startete.

Bei der Wahl zu „Dortmunds Sportler des Jahres“ hatte Pascal Jonathan Werning einen ausgezeichneten dritten Rang erreicht. Im Auftaktrennen bewies er seine Jockeyship, als er die von Ronny Heimburger in Au am Rhein vorbereitete Floralys (77:10) beim 34. Karrierestart zum ersten Sieg überhaupt führte. In einem 1.800 Meter-Handicap zog die sechsjährige Stute aus dem Vordertreffen bestens durch und wehrte den mächtig gesteigerten Riesenaußenseiter Golden Horse deutlich ab, während Interception schon deutlich zurück Dritter wurde. Erstaunlich: Die Zweierwette bezahlte mit 8.319:10 deutlich mehr als die Dreierwette mit 4.947:10 Euro.

Doch die Werning-Festspiele gingen weiter: Eine halbe Stunde später führte der Dortmunder in einem 2.500 Meter-Ausgleich IV ein Pferd zum Sieg, das nun wirklich kaum jemand auf dem Wettschein hatte – den sechsjährigen Wallach Amor fati aus dem Stall seines Vaters Reiner Werning. Start-Ziel hielt er den nach einer Pause in bester Haltung attackierenden Mood Indigo sicher in Schach. Die Sensation war perfekt, denn der Sieger, der seit Wochen nichts mehr gezeigt hatte, bezahlte 311:10 am Toto. Die Quoten explodierten auch hier, denn die Zweierwette brachte sagenhafte 11.388:10 und die Dreierwette 18.737:10.

„Bei meinem letzten Doppelsieg war ich vielleicht 16 Jahre alt“, sagte Pascal Jonathan Werning. „Und in Dortmund habe ich noch nie zwei Siege an einem Tag geschafft.“ Zum dritten Rang bei der Sportler-Wahl meinte er: „Ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass es nicht ganz geklappt hat, aber ich werde versuchen, mit guten Leistungen noch mehr Menschen in Dortmund den Galoppsport näher zu bringen. Dann klappt es vielleicht das nächste Mal.“

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.950 m) landete der Dresdener Trainer Stefan Richter beim ersten Auftritt unter seiner Regie mit D‘ Este (119:10, R. Piechulek) in den Farben des Stalles Beauty World sofort einen Sieg. Die Stute gab das Heft nie aus der Hand und stand früh als klare Sechs-Längen-Gewinnerin fest. Der Österreicher Touch of Gold, Cyrus Sod und Gods Gift komplettierten die Viererwette, die einmal getroffen wurde. Ein Wetter kassierte 10.000 Euro!

Seit Dezember war der von Helga Dewald trainierte Takeda Shingen bei seinen Starts auf den Sandbahnen nie schlechter als Dritter gewesen. Da kam sein früh feststehender Sieg im Ausgleich III über 1.700 Meter alles andere als überraschend. Daniele Porcu teilte der 60:10-Chance alles bestens ein. Der Favorit Hannover Indian und der vom letzten Platz noch sehr schnell werdende Veteran Acidici konnten ihn nie gefährden. Der Schecke Silvery Moon musste sich mit dem sechsten Platz begnügen.

Ein glänzendes Handicap-Debüt gab der von Christian von der Recke aufgebotene Liro (58:10) im 1.950 Meter-Ausgleich III. Sabrina Wandt war mit dem England-Schnäppchen des Stalles Winterhude (für Daniel Delius und drei Mitstreiter)zeitig vorne und kam mit einem Hals-Vorteil gegen den heranfliegenden Huan und Quadrille (beide aus dem Quartier von Marion Rotering) nach Hause.

Zum ersten Saison-Erfolg kam Trainer Peter Schiergen in der Dreijährigen-Prüfung über 1.800 Meter, als die Kandahar Run-Tochter All Again (52:10 auf Sieg und sensationelle 66:10 auf Platz!) in den Farben des Gestüts Ammerland mit Steigerung aufwartete und den stark debütierenden Torino und den Außenseiter Red Flash problemlos hinter sich ließ. Für Jockey Daniele Porcu war es bereits der zweite Treffer an diesem Abend.

Bis zur vorletzten Prüfung dauerte es, ehe sich ein Favorit durchsetzte: Der von Steffi Hofer für ihren Vater Mario gerittene Emirati Spirit (19:10) ließ sich in einem 1.200 Meter-Sprint auch von seinem Mega-Gewicht (68 Kilo) und dichtem Schneetreiben nicht beeindrucken und wies Hippocrene und Nandolo leicht in die Schranken.

Das abschließende 1.950 Meter-Rennen wurde durch drei Nichtstarter (dazu gehörte auch der einstige Gruppesieger King’s Hall) doch arg dezimiert. Im kleinen Fünferfeld wandelte die von Henk Grewe für Darius Racing vorbereitete Money Time (46:10, N. Richter) nach drei Ehrenplätzen wieder einmal auf der Siegerstraße. Auf der Zielgeraden war die Lady nicht mehr zu stoppen und enteilte Summernight Rain, Elgin sowie dem Favoriten Leo el Toro.

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