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Treffer für die Vorjahressiegerin mit Salimera

Die zweite Perlenkette für Mattes?

Neuss 8. Februar 2015

Eine Perlenkette hat sie schon in ihrer Schatulle. Doch 2015 könnte Lena Mattes erneut das begehrte Schmuckstück gewinnen. Denn im 1. Lauf dieses traditionsreichen Amazonen-Wettbewerbs (seit 1961), unter dem Patronat von Buchmacher Michael Sieberts, feierte die 20-jährige Amateur-Championesse und Vorjahressiegerin am PMU-Sonntag in Neuss auf der Stute Salimera gleich wieder einen Erfolg und hat damit beste Chance für die beiden weiteren Durchgänge an den nächsten zwei Renntagen am Hessentor.

Start-Ziel führte Mattes die vierjährige Erlenhoferin aus dem Kölner Quartier von Karl Demme zu einem ungefährdeten Treffer, und das, obwohl Salimera noch nie zuvor ein Rennen gewonnen hatte. Noch viel Boden machte am Schluss Nina Wagner mit Banzai gut, während Larissa Bieß im Sattel von Toulio aus bester Lage mit Rang drei vorlieb nehmen musste. Mit 92:10 bezahlte Salimera noch eine stattliche Quote.

Einen mehr als angenehmen Abend für das Gestüt Erlenhof und Trainer Karl Demme wurde nach dem 1.500 Meter-Altersgewichtsrennen perfekt, denn der früh überlegen davonziehende Cassilero (34:10, E. Frank) und der vom letzten Platz noch auf Rang zwei vorstoßende Fürst Twen sorgten für ein Traumergebnis der Zuchtstätte. Der Favorit Southampton hatte nie bessere Aussichten und wurde hinter dem Trainingsgefährten Jazz Bay nur Vierter.

Jede Menge gute Leistungen hatte die Schimmelstute Anarchie in den vergangenen Wochen und Monaten geboten. Drei Treffer und sechs Platzierungen standen für sie allein 2014 zu Buche. Da war der erste Sand-Erfolg keinerlei-Überraschung. In einem 1.900 Meter-Rennen brach die Fünfjährige aus dem Stall des Düsseldorfers Ralf Rohne in der entscheidenden Phase den Widerstand des vorne immer weiterziehenden Nuri Bey, während Märchenprinz als Dritter schon mit Rückstand folgte.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.900 m) lagen bei Besitzertrainer Christian Peterschmitt Freud und Leid sehr dicht zusammen. Während Skystream am Start zum wiederholten Male stehenblieb, siegte Patanos (65:10, R. Piechulek) trotz einer sehr kurzen Startfolge. Denn noch am Dienstag war der siebenjährige Wallach in Dortmund gelaufen. „Er hatte gut gefressen, daher haben wir es gleich wieder versucht“, signalisierte sein Betreuer. Früh auf der geraden machte Patanos den entscheidenden Satz und geriet auch durch den Speed des gesteigerten Newton Lodge nicht in Bedrängnis. La Strada und der Favorit Valeron komplettierten die Viererwette, die 44.797:10 Euro bezahlte.

Solch eine Endgeschwindigkeit sieht man auf der Sandbahn wahrlich selten: Mit verblüffendem Endspurt kam der von Sarah Weis in Köln trainierte und von ihrem Ehemann Alexander mit viel Vertrauen erst ganz spät in die Partie geworfene Izodar (61:10) in einem 2.300 Meter-Handicap noch zum Erfolg über Flame Hawk und den lange führenden Favoriten Gabrial The Prince.

Vor einigen Wochen hatte Gamgoom für den 2.000 Trainer-Erfolg von Mario Hofer gesorgt. In einem 1.100 Meter-Ausgleich III war der vierjährige Wallach unter Steffi Hofer als 16:10-Favorit nun eine Klasse für sich. Wie ein Pferd anderer Klasse absolvierte er „einen Sonntagabend-Spaziergang“, wie es Rennkommentator Pan Krischbin ausdrückte, und distanzierte World’s Danger sowie Aristocrata mühelos mit 13 Längen! Da sollte noch viel mehr möglich sein. Besitzer Guido Schmitt aus Düsseldorf landete ein seltenes Doppel, denn er hatte mit Oromo am selben Nachmittag schon eine Prüfung in Cagnes-sur-mer für sich entschieden.

Im abschließenden Ausgleich IV über 1.500 Meter knüpfte der von Günter Lentz trainierte Frontrenner Amparo (47:10, J. Bojko) unvermittelt wieder an seine besseren Formen an und schüttelte Start-Ziel den Favoriten Dark Fighter sowie Kepheus ab.

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