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Grewe-Wallach kehrt auf die Erfolgsspur zurück

Bravo, Lavolo!

Dortmund 15. Februar 2015

Vor gut einem Monat wurde die Erfolgsserie von Lavolo in Dortmund unterbrochen. Nach Startverlust und einem aufwändigen Rennverlauf konnte selbst Star-Jockey Andrasch Strake den fünfjährigen Wallach des Stalles WK nicht zum dritten Triumph hintereinander führen. Doch am PMU-Sonntag entschädigte sich der Samum-Sohn postwendend und kehrte im über 1.950 Meter führenden Ausgleich III (Arthur-von-Weinberg-Rennen) wieder auf die Siegesspur zurück.

Nur mit den Händen von Ian Ferguson unterstützt, der einen Doppel-Treffer perfekt machte, überspurtete Lavolo als 35:10-Mitfavorit von letzter Stelle im kleinen Sechserfeld die Gegner und ließ auch dem dauerplatzierten Huan keine Möglichkeit. Eine dreiviertel Länge trennte die beiden am Schluss. Deutlicher zurück holte vereitelte Quadrille eine Favoriten-Dreierwette, denn die lange führende D‘ Este tat sich schwer und musste die Außenseiterin noch ziehen lassen. Freude pur bei Lavolos Betreuer Henk Grewe – der Ex-Jockey arbeitet erst seit wenigen Monaten als Trainer in Köln. Äußerst lukrativ fielen die Platzquoten in dieser Prüfung mit 28:10 für Lavolo und 22:10 auf Huan aus!

Gewaltiges Vertrauen begleitete im 2.500 Meter-Auftakt-Handicap den von Yasmin Almenräder aufgebotenen Mood Indigo (I. Ferguson), doch das war völlig berechtigt. Als heißer 18:10-Favorit marschierte der Sabiango-Wallach stets glänzend. Sein Steuermann wartete lange auf die entscheidende Lücke, die sich im Einlauf innen öffnete. Dort stieß der Gast aus Mülheim durch und bekam seinen kürzlichen Bezwinger Amor fati bequem in den Griff. Die Überraschung war der dritte Rang des Riesenaußenseiters Quantum of Solace.

In weiterhin grandioser Form befindet sich Martin Schus Hippocrene (35:10, M. Lopez). Nach perfekter Einteilung ihres Reiters ließ die Mitfavoritin in einem 1.200 Meter-Ausgleich IV Start-Ziel nie einen Gegner an sich heran kommen. Presence machte zwar noch jede Menge Boden gut, doch zum dritten Mal hintereinander musste sich dieser mit dem Ehrenplatz vor Charlize begnügen.

Als Bahn- und Distanzsieger ist Feather Storm ein alter Bekannter auf der Dortmunder Sandbahn. Trotz etlicher Ansätze hatte man in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.800 m) aber kaum mit dem siebenjährigen Wallach, im Besitz von und in Training bei Erika Mäder, gerechnet. Doch Maxim Pecheur servierte ihm an dritter Stelle hinter dem Frontrenner Kepheus und dem Favoriten Quietude ein erstklassiges Rennen. Schon früh im Einlauf entfernte sich der 134:10-Außenseiter von der Konkurrenz und stand schnell als Fünf-Längen-Sieger fest. Der zügig auf Touren kommende Earl of Heaven sicherte sich den zweiten Rang vor Magic Princess sowie den in totem Rennen auf dem vierten Platz eingekommenen Quietude und Kepheus, womit es zwei Viererwett-Quoten gab 11.484:10 (mit Quietude als Viertem) bzw. 20.717:10 Euro (mit Kepheus auf Rang vier).

Es ist schon kurios: 34 Starts benötigte Ronny Heimburgers Floralys, um Anfang Februar hier ihr erstes Rennen zu gewinnen, doch in einem 1.950 Meter-Handicap (in Anlehnung an den Bürgerentscheid um die Frankfurter Galopprennbahn mit dem Titel www.prorennbahn-ffm.de-Rennen legte die Sechsjährige nach einem Top-Ritt von Pascal Jonathan Werning zur Quote von 57:10 immer wieder zu und ließ den klaren Favoriten Chachani einfach nicht vorbei. Der Schwinn-Wallach kann derzeit einfach nicht gewinnen und war nun schon zum vierten Mal in Folge Zweiter (vor Rising Rock). Interception musste nach mehreren Extrarunden (er hatte seinen Reiter Tommaso Scardino abgeworfen) zurückgezogen werden.

Ein rundes Dutzend Anläufe hat Sascha Smrczeks Southampton gebraucht, dann klappte es nun in einer 1.700 Meter-Prüfung mit dem ersten Sieg für den Tertullian-Sohn, dessen Jockey Jozef Bojko auf dem 23:10-Co-Favoriten aber reichlich tun musste, um den immer wieder anpackenden Big Moun zu stellen. Der stets führende Turning Blade stand dagegen früh als Dritter fest, da sich der Favorit Märchenprinz schwer tat.

Nach dem starken Comeback zeigte sich Stall Oberlausitz‘ Summernight Rain (28:10, R. Piechulek) im abschließenden 1.950 Meter-Altersgewichtsrennen noch weiter gesteigert und hatte mit Fürst Twen keine Schwierigkeiten. Der Favorit Cape Willoughby enttäuschte als klar distanzierter Dritter dagegen seine Anhänger.

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