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Unverwüstlicher Leu gewinnt Dortmunds „Wettchance des Tages“

Caesarion auch durch Höchstgewicht nicht zu stoppen

Dortmund 1. März 2015

Das Salz in der sportlichen Suppe sei beim besten Handicap die Bandbreite der so unterschiedlichen Gewichte, hieß bei uns in der Vorschau auf den Dortmunder Renntag am 1. März. Im www.germantote.de-Rennen lagen zwischen dem Höchstgewicht Caesarion und dem mit den wenigsten Kilos eingestuften Hengst Huan bekanntermaßen ja beträchtliche acht Kilo.

Denn der mit 8.500 Euro dotierte über 1.800 Meter führende Ausgleich II sah in der Geraden vor allem den als Formpferd ziemlich unterschätzten und früh das Heft in die Hand nehmenden Zerzura sehr, sehr lange in sehr aussichtsreicher Position. Bis dann auf dem letzten Stück sowohl Caesarion als auch Huan doch noch das Ruder herumrissen und vorbeizogen.

Groß ins Bild setzte sich außerdem Pissarro, dessen Schlussakkord aber lediglich Zerzura arg unter Druck brachte, diesem den dritten Platz aber nicht mehr streitig machen konnte.

Schon im Januar beim ersten Ausgleich II des Jahres 2015 hatte sich Christoph Michael Holschbachs Caesarion als Dritter in Neuss bestens verkauft, nachdem er nur acht Tage zuvor mit einem Sieg in Dortmund bereits glänzend in die neue Saison gestartet war. Jungtrainer Henk Grewe hat es in diesen Wochen also bestens verstanden, den Areion-Sohn fit und bei Laune zu halten.

Dass Huan sich bald entschädigen wird, liegt nach seinem alles andere als schlechten Auftritt fast auf der Hand, und auch Zerzura wird beim nächsten Engagement bestimmt nicht mehr als Außenseiter gesattelt werden.

Als solcher nahm unmittelbar nach Caesarions Erfolg im Hauptereignis der 12-jährige Wallach Leu die WETTCHANCE DES TAGES in Angriff. Und das in einer Frühform, die einfach nur verblüffte. Rita Roses Senior kämpfte unter Daniele Porcu zuletzt den nahezu längst zu Hause geglaubten Wallach Golden Horse noch mit einem kurzen Kopf nieder und zeigte als Saisondebütant eine beinahe unbeschreibliche Hartnäckigkeit in einem langgezogenen Endkampf, die auch seinem Trainer Wilhelm Busch zur Ehre gereicht. Wie er den alten Haudegen seit Jahren in Schuss hält, verdient wirklich, einmal besonders hervorgehoben zu werden.

Hinter dem sicher tapfer wehrenden und nur um einem Hals unterlegenen Golden Horse besetzte Orsella den dritten Platz vor Floralys, die zwar den durchaus möglichen Dortmunder Hattrick nach zwei vorausgegangen diesjährigen Siegen in Wambel nicht hinbekam, sich aber dennoch in Ehren schlug.

Da der für sie als Jockey vorgesehene Pascal Jonathan Werning nach einem Sturz in der Morgenarbeit unter der Woche nicht einsatzfähig war, mussten sämtliche seiner Ritte von Kollegen übernommen werden. Auf Floralys machte dies übrigens Fabian-Xaver Weißmeier.

Der außer Gefecht gesetzte Lokalmatador weilte allerdings am Platze, und logischerweise wünschten alle Aktiven und auch viele Besucher ihm eine schnelle Genesung und ein baldiges Comeback.

Der vorfrühlingshafte fünfte Dortmunder Saisontermin hatte begonnen mit zwei Favoritensiegen. Erst setzte sich der von Mario Hofer trainierte Emirati Spirt mit Seffi Hofer im Sattel bequem in einem Ausgleich III für den Stall GHB durch, ehe es der Sprengel-Schützling König Arte ihm unter Wilhelm Fröhlichs Farben in einem unmittelbar danach anstehenden Altersgewichtsrennen gleichtat.

Seine rechnerischen Vorteile wusste der Big-Shuffle-Sohn in der Hand von Filip Minarik in jeder Phase des Rennens deutlich zu machen, auch wenn Ignaz zuletzt nur dreieinhalb Längen hinter ihm das Ziel passierte.

Etwas kniffliger war für den Tschechen die anschließende Partie mit Gestüt Ammerlands High Explosive in der Prüfung für den Derby-Jahrgang. Letztendlich hielt Filip Minarik den noch etwas grün wirkenden Schiergen-Schützling aber genauso souverän vor vier Gegnern auf Kurs, nachdem Sameer eingangs zum Tribünenbogen reiterlos geworden, was alles in allem für Ross und Reiterin Sabrina Wandt glücklicherweise noch glimpflich verlief.

Als Zweiter knüpfte Red Flash hinter dem Lope-de-Vega-Sohn nahtlos an seine jüngste und schon gute Dortmunder Vorstellung an. Auch sah man ein ordentliches Saisondebüt von Eyes on Me, die Dritte wurde.

Ein schöner Endkampf zwischen der durchaus empfohlenen Magic Princess und dem Außenseiter Pleasantpathfinder kennzeichnete später die vorletzte Tagesprüfung. Mit einem Halsvorteil stand Nadine Ermachevs Santiago-Tochter aus Trainer Ralf Rohnes Quartier und mit Stephen Hellyn als Jockey die permanenten Attacken von Plesantpathfinder am Ende sicher aus, wobei der unermüdliche Angreifer sich diesmal viel besser verkaufte als bei seinem Saisondebüt vor kurzem in Dortmund.

Zum guten Schluss stellte auch Endoran den kleinen Formeinbruch vom vorausgegangenen Start schnell wieder richtig. Dabei schien sich Alex Pietsch früh sicher gewesen zu sein, dass die Pferdestärken unter seinem Sattel dem Druck des tapfer angreifenden Shaw auf keinen Fall nachgeben würden.

Wie immer, wenn Endoran gewinnt, wird die Siegerehrung stets eine mehr oder minder familiäre Angelegenheit. Denn Hartmut Bolte ist sowohl Besitzer als auch Züchter des Kalatos-Sohnes, aber auch der Vater des erfolgreichen Trainers, Dr. Andreas Bolte.

„Auf Wiedersehen am 18. März 2015-Rennen“ lautet im Übrigen der Titel des sportlichen Tagesschlusspunkts. Die Einladung zum nächsten Galopp-Termin in Wambel steht also bereits.

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