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Volle Startboxen im Rennen mit der Viererwette

Noch viele Hoffnungen bei der „Neusser Perlenkette“

Neuss 9. März 2015

Wen das begehrte Schmuckstück an Ende zieren wird, dürfte man am Dienstag in Neuss wahrscheinlich so gegen 17.15 Uhr wissen. Dann müsste normalerweise die endgültige Entscheidung längst gefallen sein. Vor dem PMU-Renntag am 10. März werden in Sachen Perlenkette allerdings eine Menge Namen gehandelt. Es scheint noch einiges offen, das eine oder andere denkbar, manches möglich. Der Endlauf zur Perlenkette ist auch 2015 wieder ein besonders publikumswirksamer sportlicher Punkt auf einer acht Rennen umfassenden Karte. Wie eigentlich jedes Jahr nach der Gründung dieses traditionsreichen Wettbewerbs vor einigen Jahrzehnten. Einmal mehr ist das Programm am Dienstag vorrangig und wesentlich von Handicaps geprägt. Mit unter anderem einem Ausgleich III und einem Rennen mit Viererwette, in dem sich mit 14 Startern gleichzeitig das kopfstärkste Feld des Tages auf die Neusser Sandbahn begeben wird.

Was die finale Entscheidung bei den Reiterinnen angeht, so können sich in der Tat noch einige Amazonen berechtigte Hoffnungen machen. Allen voran sind das Larissa Bieß und Lena Maria Matthes. Sie führen nach den Vorläufen mit 14 Punkten beziehungsweise 11 Zählern die Wertung an.

Erstgenannte reitet im wetten-Sieberts.de – Endlauf zur Perlenkette 2015 - Harald von Gustedt-Rennen – 3. Rennen, 17.10 Uhr – immerhin den frischen Sieger Patanos, der durchaus noch einmal sehr ernsthaft mitsprechen kann. Allerdings bieten die neuen Gewichtskonstellationen allein schon dem ihm zuletzt unterlegenen Newton Lodge (Cecilia Müller) echte Chancen, zu einer Formumkehrung.

Für die um drei Punkte hinter Larissa Bieß liegende Lena Maria Matthes sieht die Faktenlage in Sachen Sieg und am Ende sogar Gesamterfolg freilich ebenfalls alles andere als schlecht aus. Der von ihr gerittene Wallach Kiowa könnte nach zwei zweiten Plätzen in Folge langsam, aber sicher zum Sieg stehen. Sollte es diesmal klappen, würde das natürlich in jeder Hinsicht passen.

Doch die Gedankenspiele, Rechenexempel und Spekulationen beschränken sich keineswegs allein auf Namen wie Bieß oder Matthes. Steffi Hofer und Nina Wagner, die eine auf Gabrial The Prince im Sattel und andere auf Banzai, sind mit jeweils sechs Punkten ebenso wenig bereits aus allen Überlegungen heraus. Je nachdem, wie es läuft, könnte nach dem Finallauf auch eine von ihnen bei der Siegerehrung mit einer Perlenkette geschmückt groß im Mittelpunkt aller Glückwünsche und Gratulationen stehen.

Ein für 2015 letztes Perlenketten-Rennen also, das es in sich hat. Doch besitzt auch der Preis von Lisieux – 5. Rennen, 18.10 Uhr – seine besondere Dramaturgie. Hierfür sorgen allein schon die nicht weniger als 14 Starter. Im Rennen mit der VIERERWETTE und einer darin GARANTIERTEN AUSZAHLUNG von 10.000 EURO gibt es im Umfeld des Saisondebütanten Smart Shuffle (Maxime Pecheur) und des nun wieder auf seine Idealdistanz zurückkehrenden East of Eden (Olga Laznovska) enorm viel Optimismus, während bei Toulio (Stephen Hellyn), bei dem Christian Peterschmitt in Personalunion sowohl als Besitzer als auch als Trainer fungiert, die Brust nicht ganz so breit ist und er sich ein wenig skeptisch gibt.

Was einen speziellen Grund hat. Da sich der Besitzertrainer nämlich nie so richtig sicher sein kann, ob der Wallach auf Sand auch sein volles Potenzial abruft. Sollte Toulio das am Dienstag allerdings tun, dürfte es für die Gegnerschaft schwierig werden, mit ihm mitzuhalten.

Bei der jüngsten Platzierung sah Peterschmitt jedenfalls einen sich eher nur halbherzig ins Zeug legenden Toulio. Wäre er jetzt zu nur ein paar Drehzahlen mehr bereit, könnte das vielleicht schon genug sein, um alle anderen in die Schranken zu weisen. Davon ist der Mann aus dem Südwesten überzeugt.

Man wird sehen, wie es kommt: Toulio, Smart Shuffle oder East of Eden? Oder vielleicht eine ganz andere oder ein ganz anderer? An zusätzlichen Optionen mangelt es bei insgesamt 14 Startern ja in keiner Weise.

Darüber hinaus bilden im mit 8.000 Euro dotierten Preis von Argentan, dem besten Handicap und – 6. Rennen, 18.40 Uhr - auf der Karte, Zerzuara (Stephen Hellyn), Passeto (Alexander Pietsch), Fürst Twen (Filip Minarik) und Feather Storm (Maxime Pecheur) eine breite Fraktion aus Formpferden.

Aber Vorsicht: Twigger Twist (Miguel Lopez), Southampton (Daniele Porcu) oder La Bayadere (Jozef Bojko) sind ebenso eine Phalanx, aus der jeder genauso das Zeug dazu besitzt, weit vorne zu landen. Selbst wenn die letzten Leistungen das eigentlich so nicht unbedingt erwarten lassen.

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