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Dubai lockt die Weltelite an

30 Millionen Dollar an einem Tag!

Dubai 24. März 2015

Satte 30 Millionen Euro stehen am Samstag als Preisgelder bereit, wenn in Meydan/Dubai der Tag mit den höchsten Prämien im weltweiten Galopprennsport ausgetragen wird. Und nicht nur im Dubai World Cup (siehe Extra-Text), sondern auch in den anderen acht Prüfungen gibt sich die Creme de la Creme die Ehre.

Auf jeweils sechs Millionen Dollar wurde die Dotierung im Dubai Sheema Classic (2.400 m) und im Dubai Turf (1.800 m) angehoben. Und die Besetzung der beiden Gras-Gruppe I-Prüfungen lässt nicht die geringsten Wünsche offen.

Im Sheema Classic (neun Starter) kommt es fast zu einer Weltmeisterschaft der Galopper, denn die Favoriten stammen aus Frankreich, Japan, Hong Kong und den USA, und somit aus den verschiedensten Ecken des Galopp-Globus.

Besonders gespannt sein darf man auf den Franzosen Flintshire, den der Abo-Champion Andre Fabre für Khalid Abdullah trainiert, dem mit Frankel schon das möglicherweise beste Pferd aller Zeiten gehörte. Lange schien der Hengst auf Ehrenplätze abonniert zu sein, sei es im Prix de l‘ Arc de Triomphe hinter der Super-Stute Treve oder im Breeders‘ Cup Turf zu dem Amerikaner Main Sequence, der hier ebenfalls mit von der Partie sein wird. Doch in der Hong Kong Vase im Dezember wurde er seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Die knappe Niederlage in einem 50.000er in Chantilly darf man ihm nicht ankreiden, denn die Prüfung diente hauptsächlich als Feinschliff für Dubai. Damals landete er hinter der Aga Khan-Stute Dolniya, die auch hier wieder zu seinen Gegnern zählt.

Viel Klasse besitzt auch die Japanerin Harp Star, die allerdings im Arc und im Japan Cup jeweils viel zu spät in die Entscheidung geführt wurde. Drei Rennen hintereinander gewann Hong Kongs Pferd des Jahres Designs On Rome, der sich in seiner Heimat gerade im Gold Cup in Szene setzte.

Im Dubai Turf (zehn Kandidaten) sollte der mächtig verbesserte Franzose Solow (vier Treffer hintereinander, u.a. im Prix Daniel Wildenstein gegen den Deutschen Sommerabend) erste Wahl sein. Gegner sind der Amerikaner Mshawish (gewann für seine Katar-Interessen gerade das Gulfstream Park Turf Handicap), der letztjährige französische Derbysieger und Irish Champion Stakes-Held The Grey Gatsby sowie die im Besitz des Baden-Badeners Jürgen Winter stehende Stute Cladocera, die hier im Cape Verdi und im Balanchine ungefährdet blieb.

Ein weiteres deutsches Element ist der aus der Zucht von Martha Niebuhr stammende und früher für Marlene Haller zum Winterfavorit (2012) avancierte Limario. Der längst in Dubai beheimatete Fünfjährige gewann kürzlich ein Handicap in Meydan, blieb aber zuletzt weit distanziert.

Das Treffen der besten Sprinter ist das Dubai Golden Shaheen (Gruppe I, 2 Mio. Dollar, 1.200 m, Dirt, 13 Pferde), in dem mit Bob Bafferts Grade I-Sieger Secret Circle und dem viermal hintereinander erfolgreichen Salutos Amigos zwei Amerikaner weit vorne zu erwarten sind. Rich Tapestry (Hong Kong) war hier schon im Vorjahr als Zweiter glänzend aufgelegt.

Im UAE Derby (Gruppe II, 2.000.000 Dollar, Dirt, zehn Starter) werden Mike de Kocks Mubtaahij viele Blicke gelten. Sowohl in den UAE 2000 Guineas, als auch im Al Bastakiya (Listenrennen) am Super Saturday machte er viel Eindruck. Danach könnte er dem Südafrika-Startrainer zu einem weiteren Derby-Coup verhelfen.

Im Al Quoz Sprint (Gruppe I, 1 Mio. Dollar, 1.000 m, Gras, 16 Pferde) erneuern die Hong Kong Chinesen Peniaphobia und Bundle Of Joy Ihre Auseinandersetzung aus dem Centenary Sprint Cup im Januar. Mit dem Engländer Caspar Netscher ist auch der frühere Mehl-Mülhens-Rennen-Sieger aus Köln (von 2012) dabei.

Weitere Fixpunkte sind die Godolphin Mile (Gruppe II, Dirt, 1 Mio. Dollar, 1.600 m, 15 Pferde) mit Hamdan Al Maktoums Seriensieger Tamarkuz, der Dubai Gold Cup (Gruppe II, 1 Mio. Dollar, 3.200 m, Gras, 16 Pferde) mit dem in Katar so großartig eingeschlagenen Ex-Deutschen Dubday, dem früheren Kölner Preis von Europa-Sieger Meandre sowie dem im Besitz von Fußball-Star Michael Owen stehenden Brown Panther und das Dubai Kahayla Classic (Gruppe I, 1 Mio. Dollar, Dirt), das Highlight für die Arabischen Vollblüter, das in den Jahren 2010 und 2012 an den in Deutschland tätigen Jockey Adrie de Vries ging, der 2014 Champion hierzulande wurde. Diesmal steuert er Abu Alabyad, der in einer Vorbereitungsprüfung Dritter wurde.
Aus Dubai: Michael Hähn

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