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Prince Bishop vor den Amerikanern im World Cup

Der „Prince“ ist der King!

Dubai 28. März 2015

Ein Prince war am Samstagabend der König des weltweiten Galopprennsports: Prince Bishop, von Saeed bin Suroor trainierter achtjähriger Wallach, triumphierte als 150:10-Außenseiter im Dubai World Cup, dem mit 10 Millionen US-Dollar wertvollsten Rennen auf dem Globus (Gruppe I, 2.000 m, Dirt). Ein Jahr nach dem Erfolg von Sheikh Mohammeds African Story gewann damit ein Pferd seines Sohnes Hamdan das Mega-Event auf dem Meydan-Kurs in der Wüsten-Metropole.

Trotz ausgezeichneter Leistungen in den vergangenen Wochen war nicht unbedingt mit diesem Coup zu rechnen – denn Prince Bishop war bei seinen bisherigen drei Cup-Starts jedesmal ohne Chance gewesen – als Zehnter in 2011, Siebter im Jahr 2012 und Neunter vor zwölf Monaten. Doch im reifen Alter ließ der Dubawi-Sohn auch der starken Konkurrenz aus dem USA nicht den Hauch einer Chance. Offenbar kam ihm der neue Sand-Belag, der erst nach dem World Cup 2014 installiert worden war, sehr entgegen.

Unterwegs war Prince Bishop wie gewohnt im hinteren Teil des Feldes postiert, während der Japaner Hokko Tarumae vor African Story das Tempo machte. Auch der Favorit California Chrome hatte aus der äußeren Startbox im Neunerfeld bald eine gute Lage als Vierter vor dem ebenfalls hochgehandelten Amerikaner Lea.

Erst im Schlussbogen änderte sich das Bild, California Chrome näherte sich Hokko Tarumae, während African Story (am Ende Sechster) ausgespielt hatte. Auch Lea blieb dran, doch in äußerer Spur rückte nun William Buick mit Prince Bishop in ganz großer Manier heran. Und auf der Geraden gab es bald schon kein Halten mehr für den Veteran, der auf zweidreiviertel Längen enteilte und sechs Millionen Dollar auf das Konto seines Besitzers galoppierte. Es war beim 28. Start der elfte Erfolg für Prince Bishop. Trainer Saeed bin Suroor kam schon siebten Cup-Triumph!

Sein Jockey William Buick war natürlich restlos begeistert: „Das Team hat große Arbeit geleistet. mein Dank gilt dem Besitzer und Trainer. Mein Pferd ging schon früh sehr versprechend. Dieser Sieg bedeutet alles für mich. Solch eine Gelegenheit zu bekommen, ist großartig.“
California Chrome lief auch als Zweiter ein gutes Rennen, auch der der andere US-Vertreter Lea, der immer besser anpackte, verkaufte sich auf Platz drei teuer vor dem spät anziehenden Außenseiter Candy Boy und dem lange führenden Hokko Tarumae. Vorjahressieger African Story war als Sechster bald chancenlos, auch von dem Japan Cup-Sieger Epiphanea ging keine Gefahr aus.

Aus Dubai: Michael Hähn

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