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Fährhoferin Lacy begeistert in Hoppegarten

Volle Ränge beim Deutsch-Deutschen Jubiläum

Berlin 5. April 2015

Die mit Spannung erwartete Saisonpremiere am Ostersonntag in Berlin-Hoppegarten war vor vollbesetzten Rängen auch ein großer Feiertag. Denn hier wurde an den ersten Deutsch-Deutschen Renntag am 30. März 1990 hier erinnert, und zahlreiche Zeitzeugen gaben sich die Ehre. Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh fand bei einem Empfang eine Stunde vor Beginn die passenden Worte.

Die mit Spannung erwartete Saisonpremiere am Ostersonntag in Berlin-Hoppegarten war vor vollbesetzten Rängen auch ein großer Feiertag. Denn hier wurde an den ersten Deutsch-Deutschen Renntag am 30. März 1990 hier erinnert, und zahlreiche Zeitzeugen gaben sich die Ehre.

Rennbahn-Eigentümer Gerhard Schöningh erklärte bei einem Empfang eine Stunde vor Beginn: „Der erste Deutsch-Deutsche Renntag fand schon sechs Monate vor der politischen Einigung Deutschlands und der Währungsunion statt. Es war ein Treffen von Pferden aus dem Osten und Westen. 29 West-Pferde kamen, vorher hatte es seit 1965 keinen Start eines Westpferdes mehr im Osten gegeben. 25 Jahre herrschte absolute Funkstille. Ganz Berlin war dabei, die Massen kamen. Der Mythos Hoppegarten lebte wieder auf. Bis 1945 haben hier ja fast alles großen Rennen Deutschlands stattgefunden. Und die Trainingszentrale hatte 1.000 Pferde bei 40 Trainern. Viele Familien begegneten sich wieder.“

Stellvertretend für die vielen Zeitzeugen, von denen die prominentesten von Klaus Göntzsche zwischen den Rennen interviewt wurden, begrüßte Schöningh Hans-Heinrich von Loeper, Artur Boehlke und Karl-Dieter Ellerbracke als Organisatoren des Deutsch-Deutschen Renntages 1990, außerdem hieß er die Aktiven Lutz Mäder, der damals das erste Rennen auf sein Konto brachte, Eckhard Gröschel (damals Champion im Osten Deutschlands), Peter Schiergen (siegte im ersten Vergleichsrennen Ost-West und gewann vier Rennen als Jockey an diesem Tag), sowie Steffen Bothendorf als Gestütsleiter von Graditz.

„Hoppegarten ist inzwischen die Bahn der Hauptstadtregion, und sehr international ausgerichtet“, so Gerhard Schöningh. Die sportlichen Erfolge seien bemerkenswert, er nannte stellvertretend Roland Dzubasz als Champion der Trainer in 2012, Jockey Alexander Pietsch, der hier seinen Beruf erlernte und das Gestüt Görlsdorf als Züchter u.a. von Sea The Moon.

Und dieser Sea The Moon wurde vor dem Hauptrennen als „Galopper des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Mit 41,94 Prozent der Stimmen setzte sich der Derbysieger gegen Protectionist und Ivanhowe in der ältesten Publikumswahl des deutschen Sports durch (siehe gesonderter Text).

Das Highlight beim Berliner Saisonauftakt, der Preis des Gestüt Röttgen – 25 Jahre Deutsch-Deutscher Renntag (Listenrennen, 27.000 Euro, 1.600 m) sicherte sich erwartungsgemäß die von Waldemar Hickst in Köln für die Stiftung Gestüt Fährhof aufgebotene vierjährige Authorized-Tochter Lacy.

Die 18:10-Favoritin, im Vorjahr auf Gruppe I-Ebene nur hauchdünn bezwungen, wurde von Alexander Pietsch mit viel Vertrauen gesteuert. An letzter Stelle des Siebenerfeldes wartete der Jockey, der bei der Siegerehrung von seinem Vater Peter (ehemaliger Galopper-Trainer) begleitet wurde, in aller Ruhe den Gang der Dinge ab, während New World eine moderate Pace diktierte.

Bis weit in die Zielgerade verteidigte sich die Pilotin nach Kräften, doch Lacy wurde schließlich immer druckvoller und trumpfte außen mächtig auf. Ohne groß bemüht zu werden, löste sich die hochklassige Lady von der Konkurrenz.

Racing Manager Simon Stokes war natürlich voll des Lobes: „Lacy hatte im vergangenen Jahr ja schon sehr gute Leistungen gezeigt. Ihre Vorstellung heute war absolut beeindruckend. Sie hat sich über Winter bestens weiterentwickelt. Wir sind nun für diese Saison sehr guter Dinge. Der Prix Allez France, ein Gruppe III-Rennen am 27. April in Chantilly, ist ihr nächstes Ziel.“
New World lief nach langer Führung als Zweite sehr stark. „Wir sind zufrieden. Das war ein guter Aufgalopp. Ein Fernziel ist der Stutenpreis in Hamburg. Vielleicht gehen wir vorher auch mal ins Ausland“, meinte ihr Betreuer Roland Dzubasz.
Elora Princess verteidigte den dritten Rang nach Kräften. „Eigentlich sind 2.000 Meter noch besser für sie. Das war gut genug. Wir werden in dieser Klasse weitermachen“, so ihr Coach Markus Klug. Malka machte sich innen noch etwas besser bemerkbar, während Love Happens (Ferdinand Leve: „Sie war seit heute morgen rossig.“) nicht weiterzog. Glee und Sovalla mussten am Ende passen.

Passender als mit einem Heimerfolg der Berliner Trainingszentrale hätte der sonnige Nachmittag nicht beginnen können, als Peter Schrades Best Love Song (64:10, A. Pietsch) nach früher Führung in einem 2.000 Meter-Handicap sicher gegen Ivrea und Abbanandi zum Zuge kam. „Ansätze hatte die Stute ja schon ausreichend gezeigt, und viel wurde nicht verlangt“, kommentierte Trainer Roland Dzubasz.

Und auch eine halbe Stunde später zeichnete sich in der 1.800 Meter-Dreijährigen-Prüfung mit der von Uwe Stech trainierten Santiago-Tochter Kimberley’s Dream (78:10, D. Schiergen) ein Pferd aus Hoppegarten aus. Mit schwungvoller Attacke stürmte Karin Brieskorns Stute locker an Heritage Island und Kylina vorbei. „Wir waren schon von einer Platzierung ausgegangen, Ich habe die Stute selbst ausgesucht, da ich bei der Auktion einen Schimmel haben wollte. Nun gehen wir in das Auktionsrennen auf dieser Bahn“, signalisierte Frank Brieskorn.

Anschließend in einem Ausgleich IV über 1.400 Meter wiederholte sich dann Geschichte – denn wie vor 25 Jahren (mit Parität) gewann Jördis-Ina Meinecke holte sich Besitzertrainerin Jördis-Ina Meinecke das 3. Rennen – diesmal mit dem 29:10-Favoriten Dark Fighter, der sich unter dem Italiener Tommaso Scardino aus dem Vordertreffen locker vor dem heranfliegenden Königstein, der Vorjahressiegerin Meadow Rose und Emma durchsetzte. „Das ist schon eine ganz tolle Sache, dass es hier wieder geklappt hat“, freute sich die Bremer Betreuerin. Die Viererwette bezahlte 30.749:10 Euro.

Von Grete Jentzsch, der Gattin des verstorbenen 31-fachen Champions der Galoppertrainer, Heinz Jentzsch, wurden die Ehrenpreise nach dem Memorial für den großen Pferdemann, übergeben – an das Team von Qatar Racing Limiteds Rogue Runner. Der dreijährige King’s Best-Sohn musste als 15:10-Favorit mächtig kämpfen, doch auf den allerletzten Metern wuchsen dem Favoriten regelrecht Flügel. Hauchdünn raufte er sich nach perfelter Einteilung von Andrea Atzeni noch zum Sieg.

„Er braucht besseren Boden und weitere Wege. Das Rennen diente seiner Routine“, berichtete Rogue Runners Trainer Andreas Wöhler, der für den Hoffnungsträger nun den Metzlerpreis in Frankfurt ansteuern möchte. Rock Academy (Christian Sprengel: „Er war vielleicht einen Tick zu früh vorne“) und Stafettino waren bis zum Schluss Siegkandidaten.

Der dritte Treffer für die Hoppegartener Trainingszentrale wurde im 1.600 Meter-Ausgleich III perfekt, als sich Kenia (96:10, D. Porcu) nach zwei schwächeren Vorjahresformen wieder zurückmeldete und mit viel Endgeschwindigkeit Baba Jaga und Novacovic überrollte und Trainerin Eva Fabianova einen Punkt bescherte. „Sie hatte sich in der Winterpause bestens erholt und super gearbeitet. Diese Marke kann die Stute immer“, versicherte Assistenztrainer und Ex-Hindernisjockey Jan Korpas.

Erstaunlich viel Geld gab es auf den Triumph des von Formtrainer Stefan Richter vorbereiteten North Point (175:10, R. Piechulek), der von zweiter Position in einem 1.800 Meter-Ausgleich III alle Angriffe von Mr Beauregard, Iffinvasion und Der Stern abwehrte. Die Viererwette brachte 27.707:10 Euro.

Ein glänzendes Debüt für ihren neuen Betreuer Toni Potters gab die Stute Alamance (74:10, St. Hellyn) im abschließenden 2.200 Meter-Rennen. Auf dem letzten Wegstück entfachte die Stute so starke Reserven, dass Echo Mountain und die Favoritin Combination noch passen mussten. „Sie ist erst seit zwei Monaten bei mir in Training, war vorher zur Erholung bei ihrer Besitzerin. Alamance ist eine feinfühlige Stute mit Steigerungspotenzial“, kommentierte Potters.

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