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Klasse Saisonstart für Black Cool Cat im Ausgleich II

Gelungene PMU-Premiere in Magdeburg

Magdeburg 18. April 2015

Er wiederholte es öfter, und man konnte es Hartmut Faust, der in Magdeburg für die Rennreportage zuständig ist, fast anmerken, dass er durchaus ein wenig stolz darauf war, dass im Herrenkrug der Zeitrahmen so gut eingehalten wurde. Denn in der Landeshauptstadt feierte man diesmal nicht nur den Saisonaufgalopp, sondern obendrein auch noch eine besondere Premiere. Erstmals wurden nämlich Magdeburger Rennen direkt nach Frankreich übertragen, waren Teil des samstäglichen PMU-Wettangebots im Nachbarland. Und zwar genau die ersten vier von sieben. Für Magdeburger Verhältnisse ging es daher um 12.00 Uhr vergleichsweise früh los. Dennoch war das Publikum bei frischem, aber sonnigen Wetter bereits kopfstark erschienen. Wie gesagt, man hielt exakt die Zeitvorgaben ein, einschließlich des Preises der Ottostadt Magdeburg, dem sportlichen Tageshöhepunkt, den der achtjährige Black Cool Cat unter dem jungen Patrick Gibson für Ilona Blume und Trainer Pavel Vovcenko gewann.

Mit einem Halsvorteil setzte sich der Wallach in diesem Ausgleich II über 1.300 Meter gegen Agama und Ocean Tiger durch und legte damit gleich einen furiosen Saisonstart hin, nachdem ihn der letzte Vorjahresstart im Oktober bereits nach Sachsen-Anhalt geführt hatte, wo er damals allerdings nur ein Statistendasein fristete.

Für Patrick Gibson, der mit Black Cool Cat nebenbei seinen 50. Sieg unter Dach und Fach bekam und sich jetzt mit Fug und Recht „Jockey“ nennen darf, hatte der Saisonauftakt in Magdeburg zunächst jedoch keinen so guten Anfang genommen, da er Preis der Firma Stahlbau Magdeburg nämlich mit dem Wallach Worldwide ebenso zu Boden musste wie sein Kollege Daniele Porcu mit dem alten Haudegen Leu.

Für Rösser und Reiter ging die ganze Sache glücklicherweise glimpflich ab, doch hielten es die Bahnärzte für angebracht, Daniele Porcu erst einmal zur Untersuchung ins Krankenhaus bringen zu lassen, sodass er zeitweise ersetzt werden musste.

Zur zweiten Programmhälfte meldete sich der Italiener dann gottlob wieder einsatzfähig zurück, während Patrick Gibson weitermachen konnte und mit dem neunjährigen Zarrentin im Preis von German Tote später dann noch zu einem zweiten Erfolg gelangte, den er mit Alexa Schibalsky-Rothacker als Besitzerin und Dr. Boris Rothacker als Trainer des Areion-Sohnes teilte.

Der erste Sieg des neuen Magdeburger Turf-Jahres war im Übrigen nach Norddeutschland und an den Stall von Elfi Schnakenberg gegangen, die den Halbblüter Geladi der Galoppgemeinchaft Bad Harzburg zum Jahresdebüt gleich siegfertig vorstellte, wobei Jockey Jozef Bojko früh die Situation vor High Prince im Griff hatte und seiner ohnehin schon ansehnlichen Saisonbilanz 2015 bequem noch einen weiteren Punkt hinzufügen konnte.

Deutlich knapper ging es zwischen Horst Pohls Mystical Wind und Hanover Indian im Preis der MDCC Magdeburg zu, denn zwischen dem von Jutta Pohl vorbereiteten und von Francesco Da Silva gerittenen Leichtgewicht entschied lediglich ein Kopf zugunsten von Mystical Wind.

Nicht gerade groß gestaltete sich mit einer halben Länge zudem der Vorsprung von Stall Pidas Stute Phoibe im Preis 25 Jahre Busse Bau Magdeburg, der in Prinzip um einiges deutlicher hätte ausfallen können. Aber Vinzenz Schiergen ritt die 17:10-Favoritin mit riesigem Vertrauen und ausgesprochen cool, als hätte er schon 1.000 Siege auf dem Buckel. Genau passend war die Stute kurz vor dem Ziel zur Stelle, womit es sich im selben Moment auch mit dem schon in der Luft liegenden Erfolg von Chapman’s Voice schnell wieder erledigt hatte.

Auch die wieder programmgemäß von Daniele Porcu geritten Erlenhoferin Salimera brachte im Preis der Nord LB Landesbank für Sachsen Anhalt und der Investitionsbank Sachsen Anhalt die Mitte der Geraden noch vorhandenen Erfolgsaussichten nicht bis zur Vollendung. Was hier an Zephyros lag, jenem Vierjährigen im Besitz und Christian Bruer und Andreas Tiedtke, die beide auch Züchter des Areion-Sohnes sind. Den Schützling von Vera Henkenjohann aus dem Westfälischen setzte Jose Luis Silverio ebenfalls genau zum richtigen Zeitpunkt immer besser in Szene, was am Ende noch zu einem Erfolg mit einer Länge reichte.

Danach und zum Abschluss des Tages war Westfalen noch ein weiteres Mal am Zuge. Diesmal durch Stall Alsters Diani, der nahtlos an seinen guten Saisonabschluss im Vorjahr in Bremen anknüpfte, als er im Preis Ramada Hotel Magdeburg zuletzt außen förmlich herangestürmt kam und damit noch Amondo mit anderthalb Länge auf die Verliererstraße schicken konnte. Was zugleich Anlass für ein kleines Familienfest zu Hause gibt, ist doch Monika Blasczyk die Trainerin von Diani – und ihre Tochter Nora in Magdeburg die Reiterin des so gut aufgelegten Neunjährigen gewesen.

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