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La Saldana triumphiert beim Benefiz-Renntag vor 15.200 Zuschauern

Einzige Gaststute vor den „Kölnerinnen“

Köln 19. April 2015

Vor der stattlichen Kulisse von 15.200 Zuschauern bei der größten Benefizveranstaltung des deutschen Galopprennsports (zugunsten des Kinderschutzbundes Köln) gewann die im Besitz der Stiftung Gestüt Fährhof stehende dreijährige Stute La Saldana am Sonntag in Köln das Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m). Unter Jockey Jozef Bojko triumphierte mit der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh vorbereitete Mitfavoritin (Quote 52:10) die einzige Kandidatin im achtköpfigen Feld, die nicht in Köln Köln trainiert wird.

Mit gewaltigem Endspurt schob sich die Fastnet Rock-Tochter noch sicher an der Winterkönigin Bouree vorbei. Es war beim dritten Start bereits der zweite Treffer für La Saldana, die natürlich nun eine erste Anwärterin für die klassischen 1.000 Guineas in wenigen Wochen in Düsseldorf ist. Simon Stokes, der Racing Manager der Stiftung Gestüt Fährhof, erklärte: „Sie stammt aus der Linie des großen Lomitas. Trainer Andreas Wöhler, der heute in München weilte, war zu Hause schon sehr guter Dinge und meinte, wir könnten einen Start durchaus wagen. La Saldana ist ein richtiges Kraftpaket, gebaut wie ein Schrank mit viel Power. Natürlich steuern wir nun die Guineas an.“
Bourree zog sich als nur um eine halbe Länge geschlagene Zweite ebenfalls ausgezeichnet aus der Affäre, sah kurz wie die Siegerin aus. „Sie ist ein perfektes Rennen gelaufen, alles super“, meinte Besitzer Alexander Rom vom Stall Lenau. Noch viel Boden machte Gestüt Ebbeslohs Winnemark als Dritte gut, obwohl sie nicht immer freie Bahn hatte. Hinter ihr wurde Gestüt Röttgens Weichsel Vierte, die einen Moment alle zu überrennen schien. „Sie kam leider als letztes Pferd vom Start, doch mit der Leistung bin ich zufrieden“, versicherte ihr Betreuer Markus Klug.

Dahinter hatten Bravo Girl, die favorisierte Santa Lucia sowie die länger tonangebenden Peace of Paradise und Fuscetta bald keine Möglichkeiten mehr.

In der Domstadt könnte man nun schon eine wegweisende Prüfung für das Derby gesehen haben. Denn in einem2.200 Meter-Rennen dürften richtig starke Dreijährige vorne gewesen sein. Mit mächtigem Speedwirbel siegte Stall Ullmanns von Jean-Pierre Carvalho vorbereiteter Guignol (28:10, F. Minarik), der mehrfach die Spur hatte wechseln müssen. Doch dann packte der Cape Cross-Sohn der großartigen Guadalupe enorm an und gewann in großer Manier. „Als Lebensdebütant hat er das sehr gut gemacht. Das ist ein Steher mit Speed, was wir sehr gerne sehen. Er hat richtig Gänge. Das Nahziel ist die Union“, ließ General Manager Gebhard Apelt durchblicken.

Der ebenfalls hochgehandelte Nutan lief von der Spitze aus ebenfalls prächtig. „Das war schon gut“, so Trainer Peter Schiergen. Auch Flemish Lion, der noch einigen Boden gutmachte, sollte bald sein erstes Rennen gewinnen können.

Was für ein Einstand für Carina Giesgen. Die 23-jährige landete beim ersten Ritt gleich den ersten Sieg. Die älteste Tochter von Uli Giesgen, der die Pferde von Trainerin Simone Gassen mitmanagt, teilte Tallevu (81:10) im Amateurreiten über 2.400 Meter-Rennen alles bestens ein. „Ich habe vorher Springpferde geritten und bin dann zum Galoppsport gewechselt“, erzählte die Reiterin nach dem sicheren Start-Ziel-Sieg des Wallachs, der die Attacken von Shaw und Univers sicher abwehrte. „Tallevu hatte sehr gut gearbeitet, ich hatte nur Angst, ob der Boden noch passen würde. Aber Carina hat das das Rennen gut eingeteilt“, kommentierte Uli Giesgen, dessen jüngere Tochter Laura mit Univers auf Rang drei den Familien-Triumph perfekt machte.

Im ersten Dreijährigen-Rennen (für Stuten über 2.100 m) war volles Vertrauen mit der Ittlingerin Lovelyn (14:10, A. Starke) gegangen, die bei ihrem letztjährigen Debüt nur dem späteren Winterfavoriten Brisanto unterlegen war. Und mit viel Kampfgeist setzte sich die heiße Favoritin auch von zweiter Stelle aus gegen die innen gefährlich vorstoßende Amona und die länger führende Vega durch. „Sie war in der Startmaschine etwas aufgedreht. Die weiteren Pläne werde ich nun mit dem Besitzer besprechen. Der Preis der Diana ist sicher das Fernziel“, versicherte Lovelyns Trainer Peter Schiergen.

Einen Top-Job macht Trainer Henk Grewe mit dem vierjährigen Wallach Alexandre (35:10), denn beim dritten Start unter der Regie des Kölner Neu-Coaches gewann dieser sein ebensovieltes Rennen. In einem 1.850 Meter-Ausgleich trumpfte er auf den letzten 200 Metern groß auf und hielt auch den spät heranstürmenden Flame Hawk, Troyanda und Taka Angel fern. Die Viererwette bezahlte lukrative 27.887:10 Euro. Trainer-Assistent Andreas Göritz vertrat den in München weilenden Coach: „Es hat wieder alles gepasst. Alexandre hatte einen schönen Rennverlauf.“

Mit einem Traumergebnis für den Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte endete der Ausgleich III über 2.200 Meter, denn mit dem vorne bestens durchstehenden Dao Vasco (91:10, zweiter Treffer für Filip Minarik) und dem einzigen Verfolger Sokol stellte er die beiden Erstplatzierten. „Dao Vasco hatte endlich einmal einen vernünftigen Rennverlauf. Er ist ein monotoner Steher, der auch weitere Wege kann. Es freut mich für meinen besten Freund Martin Hannemann aus Solingen, für den er zum ersten Mal lief“, so der Betreuer. Key und Prevail komplettierten die Viererwette, die 15.650:10 Euro brachte.

„Wir hatten so viele zweite Plätze, endlich hat es mit dem ersten Saisonsieg geklappt“, freute sich Champion Markus Klug nach dem 1.850 Meter-Ausgleich II, als die fünfjährige Areion-Tochter Queenie (68:10, A. Helfenbein) den Bann brach. In völlig überlegener Manier machte sich die Stute von Fair Trade und Wadeshda frei, die sich ebenfalls tadellos verkauften. „Queenie war über Winter im Gestüt und hatte mir im Training so richtig gefallen. Ziel ist Black Type“, so Klug weiter.

Den dritten Tagestreffer für Jockey Filip Minarik und das Doppel für den Stall Ullmann und Trainer Jean-Pierre Carvalho komplettierte in einer 2.200 Meter-Prüfung der Favorit Gone By (23:10) mit einem knappen Sieg gegen Just This One und Balu.

Bei strahlendem Sonnenschein und prächtiger Kulisse war der Benefizrenntag mit vielen Prominenten - u.a. Moderatorin Aleksandra Bechtel und Linus - wieder ein voller Erfolg. Im Promi-Rennen für Kölner Kinder über 250 Meter mit Islandpferden glänzte WDR-Lokalzeit-Moderatorin Mara Bergmann auf Hugi (21:10) vor Neisti (Kai Noll) und Hetja (Marylu Poolmann).

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