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Top-Premiere für Sandra Eichenhofer auf Angreifer

Siegen ist jetzt Ottilies Markenzeichen

Köln 28. April 2015

Sie gewann zwar nicht das Hauptrennen des PMU-Renntages am Dienstagabend in Köln, und dennoch war sie ein besonders gefeiertes Pferd: Stall Shreks Ottilie (32:10) setzte in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.200 m) ihre großartige Serie fort. Zum vierten Mal hintereinander bildete die fünfjährige Stute ein Dream Team mit ihrem jungen Reiter Vinzenz Schiergen. Erneut trumpfte sie mit viel Speed auf, wobei ihre Steuermann wieder ganz cool agierte und den Außenseiter Patanos, Casiro sowie La Carolina auf die Plätze verwies - die Viererwette brachte 29.770:10 Euro.

Ottilie hat sich jetzt so richtig gefunden, die Probleme sind überstanden“, freute sich Trainer Peter Schiergen. „Mit Vinzenz hat sie viel Spaß, er hat seinen Anteil an den Erfolgen“, lobte der Coach seinen Sohn. „Sie kann auf jeden Fall noch mehr“, erklärte der Amateur-Champion.

Nicht weniger Jubel gab es nach dem Ausgleich III über 2.400 Meter, denn mit dem fünfjährigen Wallach Angreifer (74:10) behauptete sich der Vertreter der Nachwuchsorganisation Stall just4turf beim ersten Ritt der 21-jährigen Sandra Eichenhofer. Mitte der Geraden riss der mit 74:10 noch verlockend am Toto stehende Sieger aus und kam gegen Fuscano und den viel zu spät eingesetzten Favoriten Lavolo leicht hin. „Er ist immer weiter spaziert. Ich hatte heute Steine im Magen“, kommentierte die junge Reiterin. „Sandra ist bei mir im dritten Lehrjahr und stand mit der Gewichtserlaubnis günstig“, berichtete Trainer Markus Klug. Der Champion führte Angreifer selbst, denn er hatte eine Wette gegen Jana Oppermann verloren.

„Sie standen beim Satteln in Boxen nebeneinander und haben sich begrüßt, sie kennen sich halt noch von früher“, schilderte Trainerin Erika Mäder, nachdem der von ihr vorbereitete Dreamworks mit viel Speed gegen ihren früheren Schützling Feather Storm im 1.850 Meter-Ausgleich III aufgetrumpft hatte. Dennis Schiergen ritt den sechsjährigen Wallach, der mit einer Quote 39:10 zu den Favoriten gehörte, sehr umsichtig. Nach langer Führung wurde Rock Shandy mit Rang drei belohnt. Die Dreierwette ohne den früh geschlagenen Favoriten Nirano bezahlte lukrative 16.279:10 Euro. Simplon war an der Startstelle reiterlos und daraufhin zurückgezogen worden.

Ein optimales Handicap-Debüt gab die von Dr. Andreas Bolte in Lengerich für seinen Vater Hartmut vorbereitete Elmarani (70:10) in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV. Innen stieß die erstaunlich stark gewettete Touch Down-Tochter vor und bekam die beiden Peterschmitt-Vertreter Miami Gator und Toulio noch gut in den Griff. „Der Handicapper hat sie exakt eingeschätzt, wir machen auf dieser Schiene weiter“, sagte Dr. Andreas Bolte über Elmarani.

Viel Geld war im Ausgleich IV über 2.400 Meter auf den von Barbara Sofsky-Prappacher aufgebotenen Univers (37:10, T. Scardino) unterwegs. Und der siebenjährige Wallach enttäuschte seine Anhänger nicht. Aus dem Vordertreffen hatte er mit dem Riesenaußenseiter Othelco sowie der spät anpackenden La Grassetta keine Probleme. „Univers mag einfach Köln, hat hier einen exzellenten Schnitt“, meinte seine Betreuerin, die ihre Pferde zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken trainiert. Hier kletterte die Dreierwette auf 32.011:10 Euro.

„Was für ein Tag, heute wird gefeiert, zwei Rennen an einem Tag haben wir noch nie gewonnen“, gab Besitzertrainerin Barbara Sofsky-Prappacher zu, nachdem mit Assembly (141:10, I. Ferguson) in einem 1.300 Meter-Handicap auch ihr zweites Pferd gewonnen hatte. „Wir wollten es nun auf einer kürzeren Strecke probieren, auf der er in England schon gelaufen ist“, berichtete sie. Lange sah es nach Miss Amber aus, doch Assembly konterte ihre Angriffe stets aus. Lordsbury Pride sicherte sich Rang drei.

Sträflich unterschätzt worden war in der 1.400 Meter-Dreijährigen-Prüfung die Lord of England-Tochter Petite Paradise (159:10, St. Hellyn). Mit großer Endgeschwindigkeit ließ sie auch den nicht sehr glücklich agierenden Favoriten Ice Man Star (Trainer Markus Klug: „Er hatte keinen guten Rennverlauf“) und Polarstern hinter sich. „Sie war immer nur hinter guten Pferden in den Auktionsrennen, und auch ihr Debüt war deutlich bestätigt wurden“, wunderte sich Trainer Christian von der Recke über die hohe Quote. „Jetzt haben wir Auktionsrennen, Listenrennen und Frankreich zur Auswahl. Das Ziel ist Black Type für die eigene Zucht ihrer Besitzer.“

Im abschließenden 2.100 Meter-Rennen gab es einen völlig formgemäßen Einlauf mit der von Sascha Smrczek für Uwe Zerrath vorbereiteten Kiss me Lena (21:10), die vor dem Novizen Lorenzo Bay und Moonfleet bald schon auf der Siegerstraße war.

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