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Deutscher Sieg in Saint-Cloud jedoch durch Isidor

Bawina klare Siegerin im Prix du Muguet

Paris 1. Mai 2015

Weder für Gestüt Winterhauchs Amaron noch für Mogadishio des Stalles Raber gab es am 1. Mai in Saint-Cloud im Prix du Muguet etwas zu bestellen. Der an jedem Maifeiertag ausgetragene Traditionstitel, der vor 12 Monaten noch den von Mirek Rulec für den Stall Am Alten Flies in Iffezheim vorbereiteten Hengst Sommerabend als Sieger gesehen hatte, entschied die vierjährige Stute Bawina in der Hand von Maxime Guyon klar zu ihren Gunsten. Die von Carlos Laffon-Parias trainierte Dubawi-Tochter der Gebrüder Wertheimer setzte sich als Saisondebütantin in souveräner Manier gegen Spoil the Fun und Esoterique durch. Dennoch gab es aber in Saint-Cloud auch einen deutschen Erfolg zu feiern, nämlich den des dreijährigen Isidor aus dem Gestüt Schlenderhan.

Was den mit 130.000 Euro dotierten und über 1.600 Meter führenden Gruppe-II-Höhepunkt des Tages anging, so landeten keineswegs nur der von Andreas Löwe trainierte Amaron, der unter Fabien Lefebvre ins Rennen gegangen war, und der von Delphine Santiago gerittene Mogadishio aus Sascha Smrczeks Quartier im geschlagenen Feld. Vielmehr erwischte es auch die heiße Favoritin Avenir Certain, die im Einlauf hart innen nicht die allerglücklichste Lage hatte und von dort aus keinerlei Gefährlichkeit mehr entfalten konnte.
Bawinas bis dato wichtigster Sieg war im letzten Jahr der Erfolg im Prix de Lieurey (Gruppe III) in Deauville gewesen. Wie es jetzt aussah, könnte die Stute in dieser Saison ohne weiteres noch wesentlich nachhaltigere Akzente setzen in den kommenden französischen wie internationalen Meilenrennen durchaus öfter zu einer Protagonistin aufsteigen.

Ein guter Wechsel auf die Zukunft müsste jedoch auch Gestüt Schlenderhans Isidor sein. Ehe der Dreijährige indes seine Talente offenbaren konnte, musste sein Lager anderthalb Stunden vor dem Prix du Muguet erst einmal einige Minuten heftig bangen. Denn Isiodor hatte beim Aufgalopp gescheut und seinen Steuermann Filip Minarik dabei kurzerhand zu den Bodentruppen versetzt.

Der Fuchs, der sich zuletzt in Köln beim ersten Start und Sieg bereits einen Platz im engeren Kreis der momentanen Derby-Favoriten verschafft hatte, erkundete danach erst einmal das Gelände von Saint-Cloud. Zwar nie groß aufgeregt und auch nie im Renngalopp, doch fehlte wohl nicht mehr allzu viel bis zu einer Startstornierung.

Hierzu kam es zum Glück nicht. Mit dem unbeschadet gebliebenen Filip Minarik im Sattel rückte der Adlerflug-Sohn wenig später für den über 2.100 Meter führenden und mit 34.000 Euro dotierten Prix Comrade dann auch brav in die Startboxen ein. Und kehrte letztendlich als Gewinner zur Waage zurück. Womit auch Trainer Jean-Pierre Carvalho zweifellos ein dicker Stein vom Herzen fiel.

Mit zwei Längen und in einer Zeit von 2:16,05 Minuten bezwang der Dreijährige dabei als 31:10-Chance den Außenseiter Douceur Perdue und den Ammerländer Bahama Moon aus der französischen Abteilung des bayerischen Gestüts bei Trainer André Fabre.
Isidor bleibt mithin für das Blaue Band im Hamburg-Horn am 5. Juli weiterhin ernsthaft im Gespräch. Startberechtigungen zuvor besitzt der Erstling der von Giant’s Causeway stammenden Stute Iojo hierzulande in nächster Zeit insbesondere noch im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank auf der Neuen Bult sowie im 180. Oppenheim-Union-Rennen in Köln.

Als weiterer deutscher Erfolg ging in die Chronik der Maifeiertags-Rennen in Saint-Cloud zudem noch der Erfolg des Frankfurter Wallachs Magiq Rio ein. Der von seinem Besitzer Markus Münch auch trainierte Sechsjährige gewann unter Solange Gourdain den Prix de la Jalle mit klaren sieben Längen von Mu Gamara und Fly Now.

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