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Lupenreiner Hattrick für Michael Cadeddu

Großer Bahnhof für Secret Edge in Mannheim

Mannheim 1. Mai 2015

Es ist sicherlich eine Frage der Definition: Ist nun Secret Edge ein Lokalmatador - oder ist er keiner? Immerhin wird der jüngste Gewinner des 112. Großen Heinrich Vetter-Badenia-Jagdrennens von Christian Freiherr von der Recke im rheinischen Weilerswist trainiert. Aber was heute viel mehr zählte, war die Tatsache, dass seine Besitzerin Gabriele Inge Gaul eine Mannheimer Bürgerin ist. Kurzum: Ein Lokalmatador reinsten Wassers ist der siebenjährige Wallach wohl nicht. Doch nach seinem Erfolg in einem der traditionsreichsten und inzwischen sogar wichtigsten Jagdrennen der deutschen Hindernisszene sollte man es nicht so genau nehmen.

Und der ausgiebige Jubel und die enorme Begeisterung darüber lässt einfach keine andere Definition zu, dass der nach 4.200 Metern unter Michael Huber gewinnende Toubougg-Sohn einen Heimsieg gelandet hat.

Nach einem spannenden Rennverlauf, bei dem in der mit 14.000 Euro dotierten Steeplechase am Ende alle 11 Kandidaten im Ziel ankamen, setzte sich Secret Edge mit anderthalb Längen gegen den – passend zum Datum – wie einst im Mai agierenden Routinier Supervisor und den Favoriten Falconettei durch, während Rang vier an den schwedischen Gast und Außenseiter Silk Drum ging. Dahinter folgten erst die deutlich stärker eingeschätzten Summernight Sky, Audentia, Sekundant und Indian Sun.
Secret Edge ist in Seckenheim natürlich alles andere als ein unbekannter Steepler, hatte er doch vor 12 Monaten hinter Indian Sun bei der 111. Auflage der Prüfung bereits Platz zwei besetzt. Dass er jedoch nach einer Rennpause seit Anfang Juli vergangen Jahres gleich wieder so gut drauf war, muss schon besonders herausgestellt werden. Was seinem Betreuter auch jede Menge Komplimente schon vor und insbesondere nach der Siegerehrung einbrachte.

Der Erfolg seines Schützlings Ciocco Sam im das Programm beendenden Preis von Donauer & Probst unter Nina Wagner war für ihn dann am Ende noch ein schönes Tüpfelchen auf das berühmte „i“ - und auch wieder einmal ein Sieg für den Hamburger Stall Blankenese.

Der Auftakt der Karte stand dagegen vollends im Zeichen der Gebrüder Schiergen. Jungspund Vinzenz brachte im Preis der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier dabei das Kunststück fertig, mit dem Außenseiter Bolanos, im Besitz und trainiert Nastaja Caroline Volz, dem vom großen Bruder Dennis gerittenen Favoriten Night Dance Dream das Nachsehen zu geben.

Einen besonders guten Tag hatte in Seckenheim freilich auch Jockey Michael Cadeddu. Im Preis von Events & Morr sicherte er der von Henk Grewe trainierten Let’s Dance des Gestüts Karlshof zunächst einen Sieg mit nicht weniger als sieben Längen, ehe er danach im Preis von Babelsberg schon etwas mehr für sein Reitgeld tun musste, damit die von Werner Glanz für Darius Racing betreute Pantella ihrer Rolle als Favoritin auch gerecht werden konnte.

Und gleich danach war dann auch bereits ein lupenreiner Hattrick perfekt und eingetütet. Denn der Italiener blieb im Preis der Brauerei Eichbaum zudem mit der von Trainer Reiner Werning von Dortmund nach Mannheim geschickten fünfjährigen Charlize für die Besitzer Stephan Johannes Maubach und Katharina D. Werning-Maubach weiterhin auf der Siegerstraße. Die Captain-Rio-Tochter im Übrigen ebenso, denn Charlize hatte sich bekanntlich ja schon beim Renntag Ende März als Gewinnerin in Mannheim ausgezeichnet.
Beagle Boy war dagegen damals ausnahmsweise einmal eine Enttäuschung. Doch konnte der Seriensieger nun am Zügel von Xaver-Fabian Weißmeier im immerhin mit 10.000 Euro dotierten und als Ausgleich II ausgeschriebenen Preis von Jungheinrich seinen Anhang wieder versöhnen, sodass die Gesamtbilanz des von Trainer Christian Peterschmitt so gut in Gang gehaltenen American-Post-Sohnes nun sage und schreibe 17 Erfolge ausweist.

Immerhin Sieg Nummer 11 brachte direkt anschließend auch der in Yvonne Jungs Besitz befindliche und gleichzeitig von ihr trainierte Hartshead Flyer im Preis der Albers Wettboerse zustande, auf dem Pavla Kurimska im Sattel saß.

Beides waren nebenbei Erfolge, die gewissermaßen in der Region blieben. Wie auch die Stute Rhianna - Besitzer und Trainer in Personalunion ist in ihrem Fall Alfred Renz - den Preis des Südwestdeutschen Galopp Clubs und des Badischen Rennvereins im Südwesten halten konnte. Dies im Übrigen mit der reiterlichen Unterstützung des jungen Robin Weber, der freilich in Neuss am Rhein zu Hause ist.

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