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Wöhler-Lady siegt im Guineas-Aufgalopp

Full Rose in voller Blüte

Düsseldorf 3. Mai 2015

So langsam kommt die Konkurrenz ins Schwitzen. Denn Andreas Wöhler, der Erfolgstrainer aus Spexard bei Gütersloh, gewinnt ein Highlight nach dem anderen. Am Sonntag ließ er sich in Abwesenheit (er weilte zeitgleich in Frankfurt) auch das Hauptereignis in Düsseldorf nicht nehmen, den Henkel-Stutenpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m) mit der im Besitz des in Dubai beheimateten Jaber Abdullah stehenden Full Rose (41:10, J.Bojko).

Nach ihrem kürzlichen Erfolg auf dieser Bahn war die Aqlaam-Tochter auch bei ihrem zweiten Karriere-Auftritt nicht zu beeindrucken. Zunächst begann die Mitfavoritin im Hintertreffen, wurde aber Ende der Gegenseite auf einen Rush hinter die Pilotin Schützenpost beordert. Und im Einlauf war diese ebenso schnell abgeschüttelt wie die favorisierte Engländerin Marsh Hawk.
Full Rose verschaffte sich einen Vorsprung und kam gegen die regelrecht heranfliegende Ammerländerin Light the Stars und die ebenfalls noch mächtig aufkommende Nymeria sehr sicher nach Hause. Damit dürfte Full Rose eine der ersten Anwärterinnen für die klassischen 1.000 Guineas am 31. Mai in Düsseldorf sein.

Nach einer Flut an Platzierungen reichte es in der Auftakt-Prüfung für Dreijährige über 1.600 Meter endlich einmal mit einem Treffer für den von Markus Klug trainierten Event Mozart (M. Seidl), der zur Quote von 26:10 mit dem Riesenaußenseiter Arando und der Favoritin Gonwana keine Schwierigkeiten hatte.

Erwartungsgemäß setzte sich auch der im Besitz des Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren stehende Nordic Flight (20:10, D. Porcu) in einer 2.200 Meter-Prüfung durch. Aus dem Vordertreffen kam der Adlerflug-Sohn bequem gegen den noch mächtig aufdrehenden Novano und den Außenseiter Khalet. Nennungen besitzt Nordic Flight u.a. im Bavarian Classic und im Derby.

Trouble herrschte nach dem Amateurreiten, dem Memorial für die kürzlich verstorbene Vizepräsidentin des Amateur-Verbandes, Susanna Santesson (Ausgleich IV, 2.200 m). Denn eine Boxentür war beim Start nicht aufgegangen, woraufhin man an einen Fehlstart glaubte. Der Favorit Scataro (21:10, V. Schiergen) hatte mit viel Speed für Besitzertrainerin Simone Bals gegen Early Guest und Amondo die Oberhand behalten.

Nach einem erfolglosen Versuch auf der Sandbahn in Chantilly knüpfte Rosebay (52:10, Martin Seidls und Markus Klugs zweiter Treffer) im 1.700 Meter-Ausgleich II wieder an die Bestform an und machte sich überzeugend von dem heranstürmenden Favoriten Marunas und dem lange prominenten Theo Danon frei. Damit triumphierte zum zweiten Mal das Pferd eines Rennvereins-Chefs - Rosebay gehört dem Stall 5-Stars der Bremer Präsidentin Tonya Rogge.

Sträflich unterschätzt hatten die Wetter die achtjährige Belgierin Taka Angel (J. Marien), die zum Toto von 144:10 in einem 1.700 Meter-Handicap früh die Weichen auf Sieg gestellt hatte und nahezu zwei Jahre nach ihrem letzten Erfolg erneut zum Zuge kam. Passeto, Sanya und Hoseo vervollständigten die Viererwette, die 116.170:10 bezahlte. Die Favoritin Narita konnte ihre große Serie nicht fortsetzen und war bald auf dem Rückzug.

Im Ausgleich II über 2.200 Meter landete die von Ralf Rohne trainierte Victordina (79:10, L. Jones) einen Heimerfolg über Fresh Skyline und Home Please.

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