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Full Rose für Abdullah/Wöhler im Düsseldorfer Klassiker top

Der nächste Coup des Dream Teams

Düsseldorf 31. Mai 2015

Was dieses Team in der Saison 2015 anpackt, das wird zu Gold: Trainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh und der aus Dubai stammende Großbesitzer Jaber Abdullah setzten am Sonntag ihre sensationelle Erfolgsserie im deutschen Galopprennsport fort.

Was dieses Team in der Saison 2015 anpackt, das wird zu Gold: Trainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh und der aus Dubai stammende Großbesitzer Jaber Abdullah setzten am Sonntag ihre sensationelle Erfolgsserie im deutschen Galopprennsport fort.

Mehr als 30 Pferde lässt der Eigner von Wöhler vorbereiten, und vor 5.300 Zuschauern in Düsseldorf triumphierte er auch im ersten Stutenklassiker – dem Preis vom Gestüt Auenquelle – 95. German 1000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m) mit der dreijährigen Stute Full Rose.

Mit einer grandiosen Speedleistung lief die Aqlaam-Tochter bei ihrem dritten Karrierestart zum dritten Mal der Konkurrenz davon – diesmal ließ Full Rose 13 Konkurrentinnen als 49:10-Mitfavoritin in sicherer Manier hinter sich und galoppierte 70.000 Euro auf das Konto ihres Besitzers. Für Jockey Jozef Bojko war es an diesem regnerischen Tag der vierte Erfolg hintereinander.

„Wir hatten einen Super-Rennverlauf. Eigentlich sollte ich mit Full Rose vorne mitgehen. Aber sie kam nicht so gut vom Start, da habe ich im hinteren Teil des Feldes abgewartet. Sie kann einfach alles“, berichtete der Jockey, der diesen Ritt bekommen hatte, da der Stalljockey Eduardo Pedroza Engagements am selben Tag in Mailand vorzog. 

Auch Trainer Andreas Wöhler weilte in der italienischen Metropole, wurde von Assistentin Christa Germann vertreten, sie erklärte: „Die Frage war, wie Full Rose aus der Startbox 13 ins Rennen finden würde. Jozef hatte kurz vor dem Rennen noch keine Idee, aber dann alles richtig gemacht. Das Rennen war sehr schnell, die Stute konnte sich ziehen lassen. Full Rose kann jeden Boden und war eine verdiente Siegerin.“

Lange sah die im Besitz von Galopper-Präsident Albrecht Woeste stehende Nymeria wie die Siegerin aus, ehe sie noch von Full Rose noch mit einem Hals gestellt wurde – nach einem packenden Endspurt. Trainer Waldemar Hickst: „Ich hatte kurz gedacht, dass sie gewinnen würde. Aber an der Spitze hat sie etwas gestutzt.“ Schützenpost entwickelte an der Außenseite noch gewaltige Reserven. „Diesmal war die Order, nicht vorne zu gehen. Es war alles perfekt“, so Besitzer Walter Busch. 

Noch viel Schwung entwickelten Bouree, die alles andere als gut vom Start gekommen war (Andreas Löwe: „Sie ist am Übergang gesprungen und hat noch viel Boden gut gemacht“) und Light the Stars, die sich den vierten Platz teilten.

Darasita (Sechste) kam nach sehr unruhigem Rennen noch gut ins die Partie vor der länger prominenten Engländerin Terror. Die übrigen Stuten ließen zuletzt nach. La Saldana scheiterte nach Auskunft von Racing Manager Simon Stokes am aufgeweichten Boden.

Schnelle Entschädigung für sein kürzliches Pech in Hannover gab es in einem 22.500 Euro-Ausgleich I über 2.400 Meter für Gestüt Winterhauchs Moscatello. „Er hatte dort gar keinen Platz gehabt, sonst hätte er dort schon gewonnen“, gab Trainer Andreas Löwe zu. Jockey Jozef Bojko wurde bei seinem dritten Treffer hintereinander nicht viel abverlangt. 

Denn schon 300 Meter vor dem Ziel machte sich der Wallach souverän frei und scheint zu Höherem berufen. Noch einigen Boden machte Notre Same (Besitzer Albrecht Woeste: „Das war völlig in Ordnung“) gut und bekam die stets mitmischende Nauka für den Ehrenplatz zu fassen.

Der Preis der Diana Anfang August könnte ein Fernziel von Gestüt Auenquelles Auenlee (23:10, A. de Vries) werden, die sich in der einleitenden Stutenprüfung über 2.100 Meter Start-Ziel problemlos gegen die Favoritin Rose Rized und die weiter zurück folgende Dame Plume behauptete. Trainer Jens Hirschberger: „Sie ist nicht umsonst überall genannt. Ich hatte etwas Angst, dass ihr die Routine gegen eine Konkurrentin wie Rose Rized noch fehlen könnte, aber sie war schon sehr gut bei der Sache. Auenlee könnte nun den Almsased-Cup in Hamburg oder ein Listenrennen hier ansteuern, bevor die Diana ansteht.“

Völlig formgemäß ging der 1.600 Meter-Ausgleich aus, denn die Holländerin Larra Chope (36:10, A. de Vries) traf es mehrfach schon schwerer an als hier. Nach perfektem Timing ihres Steuermanns raufte sich die Favoritin genau im Ziel noch an der lange spielbestimmenden Donatella und Pamina vorbei. „Sie ist ja fast immer nach vorne gelaufen. Der weiche Boden passte. Vielleicht probieren wir es in einer Woche direkt in Baden-Baden“, erläuterte Larra Chopes Trainer Daniel Klomp.

Das Team Jaber Abdullah/Andreas Wöhler blieb auch im Rahmenprogramm auf der Überholspur. In einer 1.500 Meter-Prüfung schaffte der Dreijährige Pass The Trophy (28:10, J. Bojko) gleich seinen zweiten Erfolg hintereinander. Von zweiter Position aus machte sich der Iffraaj-Sohn zeitig frei und geriet nicht mehr in Bedrängnis. „Wir hatten leichtes Spiel. Das ist ein sehr ordentliches Pferd“, kommentierte Jockey Jozef Bojko. 

Und Assistenztrainerin Christa Germann fügte an: „Er kam aus Irland und hatte seine Probleme. Die Schwerpunkte liegen sicherlich im Herbst.“ 

Event Mozart schob sich noch auf den zweiten Rang, knapp an Daring Art vorbei, hatte an der Innenseite aber kaum Platz zur Entfaltung. Völlig unter Wert geschlagen blieb die Röttgenerin Damour als Vierte. „Sie nahm den Kopf runter, als der Starter auf den Knopf drückte“, sagte Trainer Markus Klug. Seine Stute war rund zehn Längen hinter dem Feld abgekommen und konnte sich nach kurzem Aufrücken nicht mehr steigern.

Auch im zarten Alter von acht Jahren zeigt die Stute Late Mute (137:10, J. Bojko) immer noch Top-Leistungen. In der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 2.100 m) spurtete die Lady mit gewaltigem Speed noch an Sarino Hilleshage, Van Victory und Charmony vorbei. Die Viererwette bezahlte 43.127:10 Euro. Siegtrainer Reinhard Ording: „Für das letzte Laufen ist sie entschuldigt. Da war Late Mute durch Rosse gehandicapt. Der Jockey hat sie heute auch sehr gut geritten.“

Nach längerer Pause kehrte der einstige Seriensieger Tasci (121:10, St. Hofer) in einem 1.400 Meter-Ausgleich II wieder auf die Erfolgsspur zurück. Mit mächtigem Einsatz bekam der Wallach aus dem Dortmunder Quartier von Ralf Schaaf noch Manisa und Macchiavelli zu fassen.

Schon zum dritten Saisontreffer kam die sechsjährige Stute Floralys (30:10, P. J. Werning) aus dem kleinen Karlsruher Stall von Ronny Heimburger. Immer stärker wurde sie auf dem letzten Wegstück und hatte mit Compact Street sowie Prairie Adel keine Schwierigkeiten.

Im abschließenden 2.400 Meter-Rennen kam Steffi Hofer zu ihrem zweiten Tagestreffer – auf der von Christian Sprengel in Hannover trainierten Osthurry (59:10), die mit starken Reserven Balu und Pegretta in die Schranken verwies.





 

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