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Montags-PMU-Soiree in Hoppegarten

Wirbelwind fegt die Gegner fort

Berlin-Hoppegarten 1. Juni 2015

Es war der erste von zwei Abendterminen in diesem Monat in Hoppegarten. Der nächste folgt bereits am 15. Juni 2015, dies ebenfalls an einem Montag. Die Gemeinsamkeiten dieser beiden Renntage begrenzen sich aber keineswegs auf die etwas ungewöhnliche Terminierung in punkto Tag und Uhrzeit. So wie der erste, leider etwas regnerische bereits im Zeichen der PMU stand, wird auch der kommende wieder eine französische Nuance haben und das Hoppegartener Programm dabei abermals via Equidia TV nach Frankreich übertragen werden.

Es war der erste von zwei Abendterminen in diesem Monat in Hoppegarten. Der nächste folgt bereits am 15. Juni 2015, dies ebenfalls an einem Montag. Die Gemeinsamkeiten dieser beiden Renntage begrenzen sich aber keineswegs auf die etwas ungewöhnliche Terminierung in punkto Tag und Uhrzeit. So wie der erste, leider etwas regnerische bereits im Zeichen der PMU stand, wird auch der kommende wieder eine französische Nuance haben und das Hoppegartener Programm dabei abermals via Equidia TV nach Frankreich übertragen werden.

Der zum Auftakt im Preis der Stadtwerke GmbH erfolgreiche Hengst Niron, im Besitz und im Training bei Martin Mayer in Möllenhagen, zählte übrigens sowohl beim Toto auf der Bahn als auch im französischen Wettmarkt mit zu den am meisten beachteten Pferden. Was insofern keineswegs von ungefähr kam, als der Mamool-Sohn jüngst bei seinem bereits erfolgreichen Saisondebüt schon eine gute Figur gemacht hatte. Doch nicht allein nur das. Da Niron zudem seine beide letzten beiden Vorjahresversuche zu Siegen gestaltet hatte, war der jüngste Treffer nun sein sage und schreibe schon vierter in Folge.

Jockey René Piechulek, der tags zuvor nicht weniger vier Erfolgserlebnisse in Verden hatte und hier dazu noch seinen 200. Sieg feiern konnte, setzte den Seriensieger erst Mitte der Geraden entscheidend ein. Zu diesem Zeitpunkt deutete alles auf einen Sieg von Humor. Denn der ließ sich weder von Summershine noch von Over the Top und Bor verdrängen. Bis dann aber Niro kam, der ihn noch glatt mit ein-ein-Viertel-Länge abfing. Kleiner Schönheitsfehler nur, dass er Humor im Verlauf des Gefechts kurz, aber unübersehbar ins Gehege kam. Eine in solch einem Fall durchaus angebrachte Überprüfung durch die Rennleitung blieb überraschenderweise jedoch aus.

Wesentlich knapper und enger verlief der Ausgang des Preis von Altlandsberg, der mit quasi einer hübschen Geschichte für die Expedition von Trainer Rudi Storp endete, der mit zwei Startern aus dem westfälischen Beelen zur Parkbahn gekommen war. Nach einem langen Endkampf auf Biegen oder Brechen sicherte sich nämlich die von Eddie Pedroza in den Farben von Bernward Weber gerittene Nice Story das Rennen fürs Westfalenland. Gleichwohl hatte es über weite Strecken mehr nach einem Erfolg des seinem Namen lange Ehre machenden High Energy ausgesehen. Die Zielfotoauswertung zeigte allerdings einen Nasenvorteil für die von Suave stammende Storp-Pflegebefohlene. Nice Story und High Energy waren am Ende voll und ganz in die Rollen von Alleinunterhaltern gekommen. Denn Voltaire the King auf Platz drei folgte erst fünf Längen hinter beiden.

Unter aufgespannten Regenschirmen sah das Hauptstadt-Publikum dann den ersten Erfolg eines auf Dauer wohl zu höheren Weihen befähigten Dreijährigen. Wirbelwind, ein Tiger-Hill-Sohn der gerade in Hoppegarten in bester Erinnerung gebliebenen Artan-Tochter und Preis-der-Einheit-Gewinnerin Waleria, brauchte im Preis von Wolfersberg zwar ein wenig, um den entscheidenden Schwung zu finden. Als sein Räderwerk jedoch immer besser ineinander griff, brachte Waldimir Panow den auch optisch imponierenden Burschen zunehmend sichtbarer ins Geschehen und – nur mit den Händen geritten – zu einem sicheren Erfolg über Mandelsamen und Akua’rill. Was natürlich auch seinem Trainer Hans-Jürgen Gröschel sehr gefiel. Dem von Dr. Dr. Christiane Otto, seiner Besitzerin, auch gezogenen Dreijährigen prophezeiter er nach dem Absatteln kaum überraschend noch eine gute Zukunft.

Wenn’s läuft, dann läuft es. Und wenn es bei einem derzeit richtig läuft, dann bei Jockey Jozef Bojko. Als hätte der Wirbelwind-Sieg ihn animiert, wirbelte er mit der Stute Emma von Anfang an richtig los und setzte alles auf die Karte: Tempobestimmung. Im Preis von Fürstenwalde, zugleich das Rennen mit der Viererwette, ging diese Rechnung am Ende auch auf. Für einen Moment schien die von War Blade stammende Stute, die sowohl im Besitz von Ralf Paulick ist als auch von ihm gezogen wurde und dazu von dessen Sohn Daniel trainiert wird, zwar vom Rest des Feldes geschluckt zu werden. Doch nach dieser kurzen Wackelphase legte Emma hart innen immer wieder zu und hielt alle Angreifer auf Distanz. Aus deren Reihen kamen Lairy und La Commune der 183:10-Außenseiterin noch am nächsten. Auf den weiteren Plätzen folgten Soreion, Songan sowie Maresco - und dann erst kam der heiße Favorit Trueman.

Was Emma vorgeführt hatte, kopierte unmittelbar danach das Leichtgewicht Silenzio Mo im Preis von Birkenstein. Das allerdings in noch potenzierter Form. Sein Reiter Francesco Da Silva versuchte es nämlich gleich mit Vollgas, was den Sabiango-Sohn direkt um einiges deutlicher vor das restliche Feld brachte, als es zuvor bei Emma der Fall gewesen war. Wenn auch der Vorteil in der Geraden zunehmend zusammenschmolz, so konnte der von Eva Fabianova trainierte Achtjährige des Rennstalls Germanius am Ende die Partie sicher für sich entscheiden und gleichzeitig die Siegesserie des in dieser Saison noch ungeschlagenen Apoleon erstmals stoppen. Als Zweiter verkaufte sich der Halbblüter dennoch in allen Ehren. Ebenso gilt das für Cosinus auf Platz drei, der in der Distanz viele gute Szenen hatte, während Koffi Prince als einziger Dreijähriger in dieser Partie nicht über Platz vier hinauskam.

Die rechnerisch im Preis von Hönow über ihrer Konkurrenz rangierenden Stuten Lady’s Day und True Girl machten anschließend, wie erwartet, den 1.800-Meter-Test allein unter sich aus. Je weiter der Weg wurde, desto mehr verloren die beiden Vollblutdamen die weitere Gegnerschaft, die nur bis Mitte der Geraden auf Tuchfühlung geblieben war. Immer wieder neu setzte zwar True Girl zur Attacke an. Aber die von Jockey Alex Pietsch sofort auf Rennkontrolle eingestellte Lady’s Day behielt das beizeiten in die Hand genommene Heft weiter bis zum Schluss und mit einem Hals fest. Damit ging dieser Sieg an Darius Racing und an den Kölner Stall von Trainer Henk Grewe, der die Saisondebütantin, die im letzten Jahr überwiegend in Frankreich eingesetzt worden war, auf Anhieb in guter Kondition vorstellte. Wobei Miss Talia hinter der Librettist-Tochter und hinter True Girl auf Rang drei vor Nostro Amico folgte.

Start-Ziel-Taktiken schienen bei dem zunehmend elastischer geworden Geläuf so etwas wie Erfolgsgarantien zu sein. Alle folgten kurz darauf im Preis von Petershagen nämlich auch nur einem einzigen Stern, und das war der Sternkönig-Sohn Der Stern. Mit Tom Schurig und mit 50,5 Kilo im Sattel war er als klassische „Briemarke“ angetreten und bekam von allen andern Startern – teils sogar erheblich – Gewicht. Bis in die Gerade ließen alle ihn gewähren, die nun kommenden Angriffe konnte Der Stern jedoch gut kontern. Fast schien es, als würden die Gewichtsvorteile erst jetzt richtig ihre Wirkung entfalten. Der Wallach Stalles Alemannia und Schützling von Roland Dzubazs behielt stets die Oberhand, im Ziel mit waren es drei Längen vor der Favoritin African Art sowie vor Iffinvasion und Sha Gino.

Bei langsam einsetzender Dunkelheit und leichtem Nebel erreichte das heutige sportliche Drehbuch in Hoppegarten im Preis Münchehofe seine letzte Seite. Hannover Indian lief zwar stark, und auch Amarao gab, was er hatte, und schien die 5-Kilo-Erlaubnis seines Reiters kurz vor der Distanz bereits erfolgsversprechend in Waagschale zu werfen. Dann packte jedoch Hartmut Katschkes Areion-Tochter Ishasha noch einmal richtig an, was am Ende das Pendel zu ihren Gunsten und natürlich auch ihres Reiter Alex Pietsch ausschlagen ließ. Wie Roland Dzubasz war damit auch er am Ende der Montags-Rennen auf Berlins Rennbahn zum Doppelsieger avanciert. Mit einer effektiven Unterstützung ihres Jockeys hatte Ishasha zuletzt sogar noch einen Vorteil von ein-ein-Viertel Länge herausarbeiten können.





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