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Ehrung der Titelträger im Casino Baden-Baden

Der große Abend der Galopper-Champions

Baden-Baden 6. Juni 2015

Es war einmal mehr ein großes gesellschaftliches Event des deutschen Galopprennsports: Am Freitag wurden im festlichen und würdigen Ambiente des Casinos Baden-Baden die Champions des Jahres 2014 geehrt.

Unter der bewährten Moderation von Daniel Delius kamen die Titelträger zu ihren verdienten Ehren, umrahmt wurde diese von einem Gala-Menü (Hauptgericht: Kalbsrücken unter der Kräuter-Senf-Kruste mit Auberginenragout und Kartoffelgratin).

Als Ehrengast hieß Baden Racing Chairman Dr. Andreas Jacobs Bo Derek willkommen, die US-Schauspielerin (u.a. bekannt aus dem Film (Zehn – die Traumfrau) ist begeisterte Pferde-Anhängerin und kannte schon den großen Lomitas. Jacobs wies auf den besonderen Stellenwert der Championatsehrung hin: „Es ist etwas ganz Besonderes, als Champion 2014 gefeiert zu werden“, und bat die Gäste des Abends besonders an Vinzenz Schiergen (Titelträger der Amateure) zu denken und ihm baldige Genesung zu wünschen – er hatte sich am Tag zuvor bei einem schweren Sturz in Frankfurt einen Schädelbasisbruch zugezogen, doch sind die Nachrichten aus dem Krankenhaus inzwischen positiv.

Anschließend starteten die Ehrungen – mit Markus Klug, dem Trainer-Champion. Niko Lafrentz vom Gestüt Görlsdorf hielt die Laudatio. 68 Siege bei 295 Starts in Deutschland und ein Erfolgsschnitt von 23 Prozent seien eine „gigantische Zahl, es war ein Wahnsinnsjahr.“ 1,2 Millionen Euro verdienten die Klug-Galopper. Nur bei Niederlagen dürfe man Klug nicht gleich ansprechen, merkte Lafrentz scherzhaft an: „Da erinnert er mich an Dustin Hoffman aus Rain Main, er weiß alles, aber spricht dann mit keinem.“

Der so Geehrte nahm selbst das Mikrofon in die Hand und dankte „allen Besitzern, die mir Pferde in Training gegeben haben“. Ohne sein Team am Stall und die drei Jockeys würde er ebensowenig hier stehen wie ohne das Angebot der Mehl-Mülhens-Stiftung vor fünf Jahren nach Röttgen als Trainer zu kommen.

Mit Tonya Rogge zeichnete die einzige Rennvereins-Präsidentin (aus Bremen) die Besten des Hindernissports aus. Cevin Chan (Jockeys) war einmal mehr die Nummer eins seines Metiers. „Seit vier Jahren ist er die uneingeschränkte Nummer eins.“ Er habe „eine Portion Feingefühl und fünf Portionen Mut.“ In sehr persönlicher und sympathischer Art und Weise fand Rogge auch bei Hindernis-Trainer-Champion Pavel Vovcenko die passenden Worte. Er sei „fair, ehrlich und den Besitzern gegenüber habe er immer Zeit.“ Außerdem habe Vovcenko mit einem kleinen Team in Bremen die Hindernisse selbst wieder instand gebracht und damit mitgeholfen, dass diese Prüfungen in der Vahr wieder möglich seien.

Gänsehaut-Atmosphäre herrschte im Casino, als Dennis Schiergen seinen so schwer verletzten Bruder Vinzenz als Amateur-Champion ehrte. „Er hatte sich so auf diesen Abend gefreut“. Mit seiner Laudatio „für meinen Nachfolger und kleinen Bruder“ - eine sehr gelungene Idee von Daniel Krüger, dem Leiter der Geschäftsstelle der Besitzervereinigung - habe er Vinzenz überraschen wollen. Dennis erinnerte an Vinzenz‘ Husarenritt in Cagnes, als er als einziger die Spur an den Innenrails wählte und damit den Grundstein zum Sieg legte. Auch ein Finish zwischen ihnen beiden in Bad Harzburg sei ein besonderer Moment gewesen. 33 Siege für 18 verschiedene Trainer zeigten, wie gefragt Vinzenz inzwischen sei. „Wird schnell wieder gesund“, schloss Dennis Schiergen seine Worte, denen sich frenetischer Beifall anschloss.

Eine großartige Saison hatte mit Lena Maria Mattes auch die beste Amateurreiterin mit 19 Siegen und einer Gewinnsumme von knapp unter 100.000 Euro. Ihr Laudator Gerald Geisler bezeichnete sie als „Allroundtalent mit Ehrgeiz, Bodenständigkeit, Kontinuität, Mut und Siegeswillen.“ Die angehende Physiotherapeutin feierte erst am Donnerstag in Frankfurt ihren 50. Sieg.

Mit Adrie de Vries landete der 13fache holländische Champion seinen ersten Titel bei den Jockeys in Deutschland – mit 99 Siegen in nur sieben Monaten, da er in den anderen Monaten in Dubai weilte. Paul von Schubert erinnerte in seiner Rede an die Anfänge: „Am 8.8.1987 absolviertest Du in Mülheim Deinen ersten Ritt in Deutschland.“ Seit 1996 habe De Vries 6.675 Ritte in Deutschland gehabt und über 1.000 Rennen gewonnen mit einer Gewinnsumme von 12 Millionen Euro. Der „fliegende Holländer“, wie er seit den Siegen mit dem großen Sprinter Lucky Strike, genannt wird, sei „einer der verlässlichsten deutschen Jockeys, ein phantastischer Sportsmann und ein großes Aushängeschild des Sports.“

Natürlich ließ es sich auch der Top-Jockey des Jahres 2014 nicht nehmen, „mich bei den Besitzern und Trainern für ihr Vertrauen zu bedanken. Es war ein tolles Jahr.“ 

Drei Titel und damit so viele Auszeichnungen wie kein anderer gingen an das Gestüt Görlsdorf in einem wahrhaft denkwürdigen Jahr – als Züchter- und Besitzer-Champion sowie für den „Galopper des Jahres“ Sea The Moon. Dr. Günter Paul in spielte in seiner Laudatio auf die Lage der Zuchtstätte an (nicht weit davon entfernt ist bekanntlich auch die Heimat von Bundeskanzlerin Angela Merkel): „Im Osten gab es viel Neues. Bei der Perle der Uckermark denke ich immer an Görlsdorf.“ Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick beschrieb Dr. Paul die vielen Highlights der Mega-Saison und kam dabei vor allem auf Sea The Moon zu sprechen: „Er hat Ungeheures geleistet und mit seiner aufsehenerregenden Rennlaufbahn national und international für Furore gesorgt. Der Elf-Längen-Sieg im Derby war wie vom anderen Stern.“

Heike Bischoff-Lafrentz, die Besitzerin des Gestüts Görlsdorf, dankte insbesondere Trainer Markus Klug, ihrer Tierärztin sowie dem Berater Dirk Eisele und hatte erfreuliche Nachrichten: „Wir sind super glücklich, dass Sea The Moon ein wunderbarer Deckhengst geworden ist. Inzwischen sind 111 Stuten von ihm tragend.“ 

Nach dem anschließenden Dessertbuffet klang der Abend für viele Gäste beim Roulette oder Black Jack im Casino aus. Man darf sich schon jetzt auf die Neuauflage im nächsten Jahr freuen.

Michael Hähn

 

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