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Schweizer Besitzerin triumphiert in Iffezheim

Der Super-Kampf von Alamance

Baden-Baden 8. Juni 2015

Seit vielen Jahren ist die Schweizerin Angelika Muntwyler als Pferdebesitzerin aktiv. Über Winter weilte auch die Soldier Hollow-Tochter Alamance auf ihrem Hof, ehe sie an den Großenknetener Stall von Toni Potters wechselte.

Und dort fand die fünfjährige Stute zu mustergültiger Form, wovon man sich im Hauptrennen am PMU-Montag in Baden-Baden-Iffezheim überzeugen konnte.

Im mit 13.500 Euro ausgestatteten Ausgleich II über 2.200 Meter schaffte Alamance bereits den zweiten Saisontreffer – nach einem optimalen Ritt von Adrie de Vries. Start-Ziel wehrte die 36:10-Chance den innen heranrauschenden 17:10-Favoriten Fair Trade mit einer halben Länge ab, während Nelke erst zuletzt passen musste und Dritte wurde.

Siegtrainer Toni Potters: „Unsere Stallform kommt nun langsam ins Rollen. Im Februar kam Alamance zu mir. Der Aufenthalt bei ihrer Besitzerin hat der Stute sehr gut bekommen. Schon die letzte Form in Hannover war ja bärenstark. Ich hatte dem Jockey die Order bei dem kleinen Feld selbst überlassen. Wir werden in Ruhe entscheiden, wo wir weitermachen.“

Fair Trade sollte sich bald schon schadlos halten. „Die Gegnerin hatte außen die bessere Position an den Rails, aber aus Box eins hatte mein Jockey keine andere Wahl als innen zu gehen. Ich bin zufrieden. Wir steuern nun das Derby-Meeting in Hamburg mit ihm an“, versicherte Trainer Hans-Jürgen Gröschel.

Ein einziges Pferd bereitet die Wahl-Iffezheimerin Andrea Rulec als Besitzertrainerin vor, und dieser Safebuster (A. Coutier, 45:10) sicherte sich nach ansehnlichen Frankreich-Formen zuvor das einleitende 2.200 Meter-Rennen in sicherer Manier. Ganz zuletzt bekam der Shirocco-Sohn den führenden Just This One noch in den Griff. Tsaritsa lief sich zu Beginn der Geraden fest und verlor jeglichen Schwung. Sie musste neu ansetzen und schnappte deutlicher zurück noch Raoul den dritten Platz weg. „Die Leistung aus Wissembourg hat also gestimmt“, freute sich Andrea Rulec. „Jetzt geht es mit Safebuster wieder nach Frankreich.“

In atemberaubender Manier trumpfte der Dreijährige Iquitos (46:10, W. Panov) in einem 2.000 Meter-Ausgleich III auf und überflog vom letzten Platz die gesamte Konkurrenz an der Außenseite mit sage und schreibe elf Längen Vorsprung. Der bei zwei seiner drei Starts erfolgreiche Adlerflug-Sohn dürfte noch jede Menge Reserven haben. „Ihm kam die Distanz deutlich entgegen. Das kann kein schlechtes Pferd sein. Wir machen nun peu a peu weiter, voraussichtlich in Hamburg“, erklärte Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Mit Daktani und Foreign Tiger hielten zwei Außenseiter die besten Platzgelder fest.

In einem 1.200 Meter-Sprint auf der Geraden Bahn hatten die Wetter die von Frank Fuhrmann trainierte Pavana (158:10, F. Da Silva) sträflich unterschätzt. Doch auf der bevorzugten Außenspur marschierte die Außenseiterin Start-Ziel dem schnell aufkommenden Dark Fighter und Cratos davon. „Der Jockey hat sich rechtzeitig rangehalten. Ich hatte richtig Mumm. Sie soll nun zweimal in Hamburg laufen, über 1.000 und 1.200 Meter. Das kühlere Wetter war heute gut für sie, denn zuletzt hatte sie Kreislaufprobleme gehabt“, umschrieb es der Coach. Der Favorit Emirati Spirit kam noch in bester Haltung in vorderer Linie auf die Zielgerade, doch dann wurde es eng, worauf er völlig die Segel strich.

Es war zwar der erste, aber der längst verdiente Treffer für Dr. Andreas Boltes Rising Rock (45:10, A.Pietsch) in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.000 m). Als der Favorit Mitte der Geraden am inneren Flügel aufden Plan trat, war die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet. „Zuletzt war er nur ganz knapp geschlagen. Er könnte noch ein, zwei Rennen gewinnen. Wir fahren nun nach Hamburg“, versicherte Bolte. Earl of Heaven stand ebenso früh als Zweiter fest. German Racing hatte die Zweierwette korrekt vorhergesagt (Quote: 274:10). Amondo und Estrella komplettierten die Viererwette, die 22.626:10 bezahlte.

Mehrfach war Piet van Kempens in den Niederlanden trainierter Viscount Vert (113:10, Eugen Frank hatte den Ritt von Eduardo Pedroza übernommen) an einem schlechten Start gescheitert, doch in einem Meilen-Ausgleich III hatte der Wallach diesmal schon früh eine gute Lage. Und auf den allerletzten Metern bekam der Sechsjährige tatsächlich noch den lange führenden Naval zu fassen. See Dex schob sich von hinten noch auf den dritten Platz vor. „Viscount Vert war diesmal auch in seiner Box ganz ruhig. Bei ihm ist alles eine Kopfsache“, hieß es aus seinem Team.

Extremdistanzen sind ganz nach dem Gusto des von Sascha Smrczek in Düsseldorf vorbereiteten Fresh Skyline (59:10, K. Braye). Das zeigte sich in einem 2.800 Meter-Ausgleich III, in dem der Wallach tolle Reserven freimachte und die Favoritin Sign auskonterte. Zashka wechselte von ganz innen komplett an die Außenseite und fasste noch besser Tritt. Mehr als Rang drei war aber nicht mehr möglich. „Kevin Braye und Fresh Skyline verstehen sich bestens, sie haben nun zum vierten Mal hintereinander gewonnen. Der Rennverlauf war genauso, wie wir uns das vorgestellt hatten“, berichtete Trainer Sascha Smrczek.

Zum Abschluss gab es um kurz nach 21 Uhr durch den von Waldemar Hickst trainierten Nidaros (32:10, A. Pietsch) in einem 1.400 Meter-Rennen noch einen knappen Favoritentreffer. Mit letztem Einsatz rettete sich der Wiesenpfad-Sohn vor World’s Dream ins Ziel. Neria führte sich als Dritte gut ein.




 

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