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Besitzertrainer Steffen Schwarz mit Überraschung in Iffezheim

Manisas „Hammer“ beim Finale

Baden-Baden 9. Juni 2015

„Das war der Hammer, mein größter Erfolg bisher“, jubelte Besitzertrainer Steffen Schwarz aus Zweibrücken-Remschweiler am Dienstagabend in Baden-Baden.

Auf der Galopprennbahn Iffezheim hatte er mit der Riesenaußenseiterin Manisa (167:10 in Deutschland, 233:10 am Frankreich-Toto) unter Andreas Helfenbein am PMU-Finaltag überraschend das Hauptereignis gewonnen, den mit 13.500 Euro dotierten Ausgleich II über 1.400 Meter.

Mit den allerletzten Galoppsprüngen bekam die enorm stark werdende sechsjährige Stute Manisa noch den vom Start weg mit Vorsprung führenden Lokalmatador Glad Sky in den Griff. Steffen Schwarz: „Ich habe zur Zeit neun Pferde bei mir, darunter aber auch Zuchtstuten. Manisa ist noch nicht so lange bei mir. Mein Dank gilt ihrem früheren Trainer Ertürk Kurdu, der sie wieder zu guter Form geführt hat. Ich konnte ihre Form halten. Sie sollte in der Bahnmitte angreifen, was prima geklappt hat. Die Umstellung auf ihren neuen Stall hat sie gut verkraftet. Es ist mein zweiter Sieg in Iffezheim nach Anna Roses Überraschungserfolg vor zwei Jahren. Sie läuft in dieser Saison noch weiter. Ich bin uberglücklich.“

Glad Sky schien es lange zu schaffen. „Der Besitzer wollte gerne einmal hier antreten. Ganz zuletzt wurde er noch gestellt. 1.400 bis 1.600 Meter sind am besten. Nun gehen wir wieder nach Frankreich. Alexander Pietsch meinte, wir sollten es einmal mit Scheuklappen versuchen“, signalisierte Werner Hefters Sohn Stefan. Joy to the world kam als Dritte noch sehr gut in die Partie vor Saldaria und Black Cool Cat. Der Rest war bald aus der Entscheidung. Die Dreierwette brachte stolze 19.540:10 Euro.

Eine außergewöhnliche Vorstellung für ein Handicap gab der von Axel Kleinkorres in Neuss trainierte Matchwinner (25:10, I. Ferguson) im einleitenden Ausgleich III über 2.200 Meter. Von vierter Position aus gab es auf der Geraden für den Favoriten keinerlei Halten mehr. Er entfernte sich auf sieben Längen von der Konkurrenz, die die gut nachsetzende Ausgleichs-Debütantin Quintessenz vor dem lange führenden Gabrial The Prince anführte. „Das war mehr als imponierend“, erklärte Kleinkorres. „Er ist noch etwas unerfahren, aber es war ja auch erst sein dritter Start.“ Besitzer des Gewinners ist die Traber-„Koryphäe“ Jens-Holger Schwarma.

Seit Mitte April zeichnet der Neu-Iffezheimer Trainer Lennart Hammer-Hansen für die dreijährige Stute Peri verantwortlich. Und die im Besitz von Darius Racing stehende Lord of England-Tochter landete nach einer Vielzahl von Ansätzen in einem 1.800 Meter-Rennen den ersten Sieg. Nachdem ihr im Einlauf zunächst der Weg versperrt war, fand Michael Cadeddu mit der 101:10-Chance ganz zuletzt noch eine Lücke und kam hauchdünn gegen den sich vorne stets wehrenden Riesenaußenseiter Stuck hin. „Wir haben bei Peri die Taktik umgestellt und sie auf Warten geritten. 2.000 Meter schafft sie auch. Geplant wird mit ihr in aller Ruhe. Es ist für mich besonders schön, zu Hause zu gewinnen. Wir hatten drei Starter beim Meeting und haben neben dem Sieg einen zweiten Platz erreicht. Unser kleiner Stall ist gut in Tritt. Es passt alles zusammen. 20 Pferde stehen derzeit bei mir“, kommentierte der Ex-Jockey Hammer-Hansen.

Stuck machte eine Mega-Zweierwette von 4.496:10 perfekt, während Rabi am Schluss enorm flott wurde. Auch er kam noch knapp an dem Favoriten Atreju vorbei, der in der Außenspur einfach nicht recht weiterzog. Auch die Dreierwett-Quote fiel mit 15.817:10 Euro stattlich aus.

Sehr früh fest stand der Erfolg des von Toni Potters in Großenkneten vorbereiteten Neuenburger (97:10, D. Porcu) in einem Meilen-Ausgleich IV. Als der zuvor bei sieben Starts noch sieglose Wallach auf der Zielgeraden auf der äußeren Spur einen Satz machte, war die Frage nach dem Sieger sofort beantwortet, so sehr die stark gewetteten Iniesta und Lucy Bee auch noch aufkamen. „Neuenburger war für mich bisher eine Wundertüte. Er hatte immer gut gearbeitet. Nun haben wir ihn von hinten reiten lassen. Daniele Porcu hat das bestens gemacht", erläuterte Toni Potters.

Wer zuletzt in Köln genau hingeschaut hatte, der hatte die von Dr. Andreas Bolte in Lengerich für seinen Vater Hartmut trainierte Elmarani (44:10) in einem 1.600 Meter-Ausgleich III auf seinem Wettschein. Denn dort hatte die Vierjährige keinerlei Platz zur Entfaltung gefunden und war deutlich unter Wert geschlagen gewesen. Heute war sie bei Filip Minarik in besten Händen. Aus dem Vordertreffen orientierte sich der Erfolgsreiter zu Beginn der Geraden ganz nach außen und ließ die starken Attacken des immer stärker werdenden Dark Forrest ins Leere laufen. Der Bahnspezialist Toulio schob sich noch auf Platz drei. „Elmarani hat sich nun für das jüngste Pech entschädigt. Das war heute wie aus einem Guss“, meinte Bolte über seinen dritten Meetingstreffer.

Und nur eine halbe Stunde später setzte Dr. Andreas Bolte seine unübertreffliche Form nahtlos fort – in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.400 m) galt das große Vertrauen der Wetter dem von ihm für den Stall Seseke aufgebotenen Freedom Time (31:10, A. Pietsch). Und diesem wurde der vierjährige Wallach vollauf gerecht. Bis zur Zielgeraden ließ er sich von Maupiti Express führen, wurde dann nach außen dirigiert und stand locker gegen den mächtig auf Touren kommenden Holländer Banzai, Mood Indigo und Faytosa durch. Die Viererwette bezahlte 9.795:10 Euro.

„Freedom Times zweiter Platz in Köln war schon gut. Und hier lief alles optimal. Er startet wie Elmarani nun bei der Derby-Woche in Hamburg“, so der Plan von Dr. Andreas Bolte.

Mit einem perfekten Ergebnis für die Familie de Vries endete der Ausgleich III über 1.200 Meter. Denn der ganz außen von hinten mächtig aufdrehende Better Value (32:10) - aus dem holländischen Stall von Piet van Kempen – bezwang unter Adrie de Vries noch sehr sicher den im Besitz von seiner Ehefrau Lorna stehenden Captain Noble, der lange alle Chancen hatte und noch einmal anzog und die Pilotin Elsie Partridge für Rang zwei fernhielt. Damit waren drei Pferde aus den Niederlanden vorne. „Ich hatte ein gutes Gefühl, Better Value ging immer am besten“, sagte Adrie de Vries. Thorpe Bay stieg in der Box, als der Start erfolgte und ließ dabei seine Möglichkeiten.

In der abschließenden 1.800 Meter-Prüfung hatte der von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann angetretene Wind Chill (21:10-Favorit; G. Pardon) Start-Ziel das Sagen vor der spät heranfliegenden Fayana und Night Orator, doch bei seinem Weg an die Außenseite war es zu Beginn des Einlaufs für den Co-Favoriten und später als Vierten deutlich unter Wert geschlagenen Medaillon sehr eng geworden. Die Rennleitung beließ es bei einer Überprüfung.



 

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