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Görlsdorferin imponiert in Hannover

Wunder zurück im Rampenlicht

Hannover 14. Juni 2015

Sie ist wieder zurück auf der großen Bühne: Wunder, vierjährige Stute im Besitz des Gestüts Görlsdorf und in Training bei Markus Klug, meldete sich am Sonntag im Großen Preis der VGH Versicherungen (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.900 m) mit einer sehr starken Vorstellung zurück.

ach langer Pause gab die Adlerflug-Tochter unter Eduardo Pedroza nun in Hannover ihr Saisondebüt. Und die in Frankreich schon 2014 zur Gruppesiegerin avancierte Lady triumphierte mit riesigem Speedwirbel in überaus leichter Manier. Sicherlich dürfte man Wunder nach diesem Eindruck bald wieder auf Gruppe-Parkett sehen.

Die stark unterschätzte Ittlingerin Global Wand hielt den Ehrenplatz hinter der 19:10-Favoritin sicher gegen die Sheikh Mohammed-Stute Lovely Story und steuert nun voraussichtlich ein Listenrennen in Hamburg an.

Im vergangenen Jahr war Klaus Hofmann wahrlich ein „Lucky Owner“, denn seine Rock of Gibraltar-Tochter Ajaxana (41:10) hatte mit den 1.000 Guineas in Düsseldorf einen Klassiker geworden. Später wurde es ruhiger um die Lady, doch gerade beim Saisondebüt hatte sie viel Pech. „Da kam sie nicht gut vom Start, ist gestolpert und war plötzlich an letzter Stelle, und die vorderen Pferde kamen einfach nicht zurück“, erklärte Trainer Waldemar Hickst. „Diesmal wurde sie so geritten wie in den Guineas“, freute sich Hofmann nachdem sich Ajaxana nun im Stutenpreis der Ilse und Heinz Ramm-Stiftung (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m) in alter Klasse zurückgemeldet hatte.

Unter Adrie de Vries wehrte Ajaxana in großer Manier die innen heranstürmende Engländerin Crowley’s Law sicher ab, die schon auf gleicher Höhe war. „Wir steuern nun die Falmouth Stakes, ein Gruppe I-Rennen in Newmarket an“, ließ Waldemar Hickst durchblicken. Rosebay stand ebenso zeitig als Dritte fest, da Momayyaz nicht entscheidend Boden gutmachen konnte.

Die Stallform des Hannoveraner Trainers Hans-Jürgen Gröschel könnte kaum besser sei n. Das bewahrheitete sich gleich im einleitenden Ausgleich IV über 2.400 Meter, als Amadela (68:10, W. Panov) ihren frühen Vorstoß gegen Dorola und Carmelita Aesculap problemlos durchstand.

Leichtes Spiel hatte der auch im Besitz des Rennstalles Wöhler stehende Dreijährige Incantator (12:10-Favorit, E. Pedroza) in einem Meilenrennen. Lange ließ sich der Areion-Sohn von Global Love führen, um dann noch souverän davonzuziehen. Das höchstdotierte Listenrennen Deutschlands in Hoppegarten könnte nun ein Ziel sein.

Deutlich gesteigert gegenüber seinem Debüt zeigte sich die Brümmerhoferin North Sea (25:10, F, Minarik) in einem 2.200 Meter-Rennen für Dreijährige. Den länger führenden Dinvar bekam die von Paul Harley vorbereitete Brümmerhoferin von zweiter Position aus locker in den Griff. Der Preis der Diana ist eine mögliche Option.

Nach zwei Ehrenplätzen kam die im Besitz des Iffezheimers Günther Merkel stehende Rock My Soul (28:10, W. Hickst) in einem weiteren 2.000 Meter-Rennen für Dreijährige mit starken Reserven vor der Pilotin Abbey und Alandia hin. Auch die von Waldemar Hickst trainierte Stute hat noch eine Diana-Nennung.

Eine weitere sehr gute Leistung bot der Schecke Silvery Moon als Zweiter in einem 1.750 Meter-Ausgleich III, doch die heiße Favoritin Holy Moly (14:10, E. Pedroza) ging beim zweiten Treffer für den Rennstall Wöhler regelrecht auf und davon und triumphierte eindrucksvoll.

Nach mehreren Platzierungen landete Andrea Friebels Swift Return (55:10, D. Porcu) vor Fusco und D‘ Este einen verdienten Erfolg in einem 1.600 Meter-Handicap. Und im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter war der speedstarke Risalto (33:10, F. Da Silva) aus dem Stall von Dr. Andreas Bolte vor Glam Rock und Ciocco Wonder nach vielen guten Formen endlich einmal ganz vorne.

Deutsche Stuten in Chantilly chancenlos

Keine Chance hatten die beiden deutschen Stuten Nightflower (A. Starke/P. Schiergen/Achte) und Mooney Valley (I. Mendizabal/M. Hofer/ 17.) am selben Tag in Chantilly im Prix de Diane (1 Mio. Euro, 2.100 m). Der Sieg ging an die von John Gosden für Lady Bamford trainierte Außenseiterin Star of Seville (L. Dettori) vor Physiocrate und Little Nightingale. Eine sehr starke Vorstellung gab dagegen die von Nernhard und Brigitta Matusche gezogene Desiree Clary als Vierte.

Scardino gewinnt Rennen für den Jockey-Nachwuchs

Im Rahmenprogramm siegte der im Besitz von Guido Schmitt stehende und von Mario Hofer trainierte Theo Danon (26:10) in einem 20.000 Euro-Verkaufsrennen über 1.800 Meter. Im Sattel agierten Nachwuchsreiter, hier durfte sich Tommaso Scardino, in Deutschland tätiger Italiener, auszeichnen.



 

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