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14.200 Zuschauer sehen Favoriten-Triumph in Köln

Shimrano rechtfertigt seine Derby-Ambitionen

Köln 14. Juni 2015

14.200 Zuschauer sahen am Sonntag bei strahlendem Sommerwetter auf der Galopprennbahn in Köln einen der absoluten Favoriten für das IDEE 146. Deutsche Derby in drei Wochen in Hamburg-Horn.

Im 180. Oppenheim-Union-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 m) triumphierte erwartungsgemäß der von Paul Harley in Hannover für Australia Racing Stables trainierte 18:10-Favorit Shimrano unter dem aus Holland stammenden deutschen Championjockey Adrie de Vries.

Nach seinen vorherigen Top-Leistungen stand der Sohn der hiesigen Deckhengst-Legende Monsun in exponierter Rolle bei den Wettern. Und mit einer großen kämpferischen Leistung wurde der Dreijährige seiner Einschätzung auch vollauf gerecht.

Hinter dem Co-Favoriten Nutan hatte Shimrano gleich eine sehr günstige Ausgangsposition, und schon früh auf der Zielgeraden folgte die erste Attacke des Hoffnungsträgers, der scheinbar locker in Front zog. Aber Nutan wehrte sich innen tapfer und fand es innen etwas eng vor (eine Überprüfung des Rennverlaufs blieb richtigerweise aber ohne weitere Konsequenzen), und dann drehte weiter außen Areo mächtig auf. 

Aber Shimrano, der ein wenig nach innen wich, legte noch einmal in starker Manier zu und kam mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher zu diesem mit 40.000 Euro honorierten Erfolg in dem bedeutendsten Derby-Test.

Jockey Adrie de Vries, der Shimrano nun wahrscheinlich auch im Blauen Band am 5. Juli reiten wird, in einem ersten Kommentar: „Der Start hier war wichtig für seine Routine und den Rhythmus. Fit ist Shimrano nun genug. Der Boden war schon grenzwertig für ihn. Weiche Bahn wäre besser gewesen. Alles hat bestens funktioniert.“ Und Trainer Paul Harley kommentierte: „Die Vorbereitung war sehr gut. Ich hatte natürlich eine Top-Leistung erwartet. Heute ließ er zum ersten Mal auf einem Rechtskurs. Ich glaube, er kann noch einen weiteren Sprung in Richtung Derby machen.“

Areo unterlag in allen Ehren und ist sicherlich ebenfalls ein Derby-Pferd. Besitzer Manfred Ostermann: „Wir sind sehr zufrieden. Er hatte ein unruhiges Rennen, da er außen immer gedrückt wurde, aber die Form war stark. Areo geht nun mit seinem heutigen Jockey Robert Havlin ins Derby.“

Der Dritte Nutan wehrte sich bis zuletzt, konnte innen einen Moment nicht unterstützt werden, da es sehr eng war, aber auch er verkaufte sich wacker. Auch er ist eine veritable Hamburg-Hoffnung. 

Summer Paradise (Vierter) kam vom letzten Platz noch besser ins Ziel und an Graasten vorbei, während die andere Gestüt Karlshof-Hoffnung Auctorita (Sechste)am Ende keine bessere Chancen hatte. Holger Faust meinte: „Summer Paradise hat sich damit fürs Derby qualifiziert. Dort wird sicherlich auch mehr Tempo sein. Wir hoffen für ihn auf Regen. Bei Auctorita ist wichtig, dass sie gut aus dem Rennen gekommen ist.“ Los Cerritos und Agosteo spielten keine Rolle.

Mächtig aufgewertet worden waren die jüngsten Leistungen der Monsun-Tochter Fame (20:10, D. Schiergen). Kein Wunder, dass die Ammerländerin aus dem Stall von Peter Schiergen in einer Meilen-Prüfung für Dreijährige favorisiert worden war. Doch es dauerte lange, bis die Lady im Einlauf eine Passage fand. Als das endlich soweit war, löste sie sich noch locker von der gut debütierenden Tina Maria und Win for Life, die ebenfalls bald mehr zeigen sollte. „Ich musste warten, bis wir eine Lücke hatten, aber dann hat sie sich noch sicher gelöst“, versicherte Siegreiter Dennis Schiergen.

Weiter auf dem Weg nach oben befindet sich der Dreijährige Shining Rules (20:10, J. Bojko), der für den Stall Winterhude von Moderator Daniel Delius und Hamburgs Rennbahn-Arzt Dr. Peter Wind sein zweites Rennen in Folge gewann. Start-Ziel wehrte der Favorit bequem alle Attacken von Nero und Elkantino ab. Trainer Sascha Smrczek durfte sich über einen Doppelsieg freuen. „Shining Rules ist immer noch nicht auf hundert Prozent. Da kein Tempo war, hat sein Reiter selbst die Initiative ergriffen und alles gut gemacht. Das Pferd zog immer wieder an. Auch Nero hatte einen idealen Rennverlauf. Beide gehen nun nach Hamburg, wobei Shining Rukes ein Auktionsrennen avisiert“, erläuterte der Trainer.

„Wir wollen gewinnen“, hatte Besitzertrainer Claus Thomas schon wenige Tage vor dem Start der sechsjährigen Stute Faytosa (44:10, E. Herresthal) gesagt. Und von zweiter Stelle aus machte sich die so ungemein treue Pferdedame in einem 2.200 Meter-Rennen für Amateure mühelos von Clivia, Henry Morgan und Avio frei. Die Viererwette bezahlte 17.553:10 Euro.

Weiterhin prächtig verbessert ist die Ittlingerin Atiana (41:10, J. Bojko), die im 1.600 Meter-Ausgleich II noch mit großen Endspurt gegen den Außenseiter Dragoslav und den lange tonangebenden Rock Shandy triumphierte. „Sie hat sich sehr gut gefunden. Vielleicht gehen wir nun in ein Hamburger Handicap“, so Trainer Waldemar Hickst.

Voller Optimismus hatte Trainerin Maria Nienstädt den Wallach Humpry (41:10, F. X. Weißmeier) in einem Ausgleich IV über 1.850 Meter aufgeboten. Und nach einem maßgerechten Finish zwang der 41:10-Mitfavorit noch den Belgier Jordan’s Tiger in die Knie. Der spät anziehende Loron und Rosanna komplettierten in dieser Wettchance des Tages die Viererwette, die 81.106:10 Euro bezahlte.

Im abschließenden Meilenrennen hatte der nach langer Pause wieder angetretene Ittlinger Lyonell (15:10, A. de Vries) absolut leichtes Spiel. Start-Ziel schüttelte der Favorit Serena und Patrick Star souverän ab und sollte zu Höherem berufen sein.

 

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