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Müllers El Tren fordert die Elite in Dortmund heraus

Treffer für die Fußball-Stars?

Dortmund 18. Juni 2015

Normalerweise landen die Nationalspieler Thomas Müller, Claudio Pizarro und Tim Borowski auf dem Fußballfeld ihre Treffer. Doch am Sonntag hoffen Sie auf einen Sieg auf der Galopprennbahn in Dortmund. Denn dann bestreitet der in ihrem Besitz (Stall 24) stehende vierjährige Wallach El Tren (Jozef Bojko) den 28. Großen Preis der Wirtschaft (Gr. III, 55.000 Euro, 1.750 m, 8. Rennen um 17:40 Uhr).

El Tren, den Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh vorbereitet, ist ein absoluter Siegertyp, denn er gewann fünf seiner bisherigen acht Rennen, darunter zuletzt mit sensationeller Endgeschwindigkeit einen Ausgleich I in Hannover. Den Sprung in die „Champions League“ der Galopper darf man ihm zutrauen.


Favorit werden dürfte im achtköpfigen Feld allerdings Stall Ullmanns Guiliani (Filip Minarik), der zuletzt in der Badener Meile in Iffezheim erst nach Zielfoto gegen den hier nicht vertretenen Amaron unterlag.


Eckhard Saurens Nordico (Alexander Pietsch) ist auf dieser Ebene bestens bewährt, allerdings gelang ihm in dieser Saison noch nicht viel. Das Salz in der Suppe dieser Prüfung sind sicherlich die dreijährigen Pferde, die einen erheblichen Gewichtsvorteil haben. Champion Markus Klug ist mit Event Mozart (Andreas Helfenbein), der in erster Linie in Auktionsrennen auf sich aufmerksam machte, und der Stute Weichsel (Martin Seidl) vertreten, die als Vierte im Hoppegartener Diana-Trial zu spät ins Rennen fand.


Ajalo (Stephen Hellyn) aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst scheiterte bei seinem beiden Starts in dieser Saison nur an Quasillo und Karpino, zwei Top-Kandidaten für das Deutsche Derby. In Krefeld blieb er schon klar vor dem Ebbesloher Ebeltoft (Norman Richter). „Im letzten Jahr landete er vor Ajalo, zuletzt war es umgekehrt. Doch die Aufgabe nun erscheint mir günstiger als zuletzt“, sagt Trainer Peter Schiergen, der außerdem die Ammerländer Stute Light the Stars (Andre Best) über eine Nachnennung ins Rennen beförderte. Sie war mit viel Speed sehr gute Vierte in den 1.000 Guineas in Düsseldorf.


Aus dem Rahmenprogramm (zehn Rennen) sticht der Ausgleich II über 2.000 Meter (3. Rennen um 15 Uhr) hervor. Hier ist das Erfolgsteam Jaber Abdullah/Andreas Wöhler mit dem bisher in England beheimateten Long Cross (J. Bojko) engagiert. Shady (E. Frank) gewann drei Rennen in Folge.


Die Wettchance des Tages mit einer Garantie-Auszahlung von 15.000 Euro wird in der Viererwette des 6. Rennens um 16:35 Uhr (Ausgleich IV, 1.750 m) ausgespielt. Hier sollte der Lokalmatador Walkabout (F. Minarik) auch als Jahresdebütant ein geeignetes Bankpferd sein.


Der Große Preis der Wirtschaft ist nicht nur sportlich gesehen ein echtes Highlight, sondern auch seine Finanzierung ist ziemlich einmalig für ein Gruppe-Rennen. Denn 50 Partner, Sponsoren und Förderer tragen den Renntag. „Es ist ein tolles Beispiel, wie bürgerschaftliches Engagement, Netzwerken und Sponsoren-Interessen positiv zusammenwirken können“, sagt der Präsident des Dortmunder Rennvereins, Andreas Tiedtke.


Gut angenommen werden vom Publikum in Wambel auch die Bonusaktionen für die Wetter. Wer an den Eingangskassen Wettjetons im Wert von 50 Euro kauft, hat freien Eintritt. Und auf der Bahn kann man für 90 Euro Wettjetons im Wert von 100 Euro erwerben. „Beides haben wir erstmals am Sparkassen-Renntag ausprobiert, und wir waren sehr erfreut über die positive Resonanz“, so Tiedtke.


Gemäß dem Rennvereins-Motto „Unterhaltung für alle“ kümmert sich Dortmund aber wieder verstärkt um das jüngere Publikum: Neben den bekannten Kinderattraktionen wie Ponyreiten, Hüpfburg und Kinderschminken gibt es für den Großen Preis-Tag zwei Neuerungen gegenüber dem Vorjahr: Ein ca. sechs Meter hoher Kletterturm und eine Rodeo-Ente. Alle Attraktionen werden von fachkundigen Betreuern beaufsichtigt.
 

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