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Knappe Siegerin im BMW Preis Düsseldorf

Nymeria empfiehlt sich für die „Diana“

Düsseldorf 20. Juni 2015

In den German 1.000 Guineas hatte Stall Grafenbergs Nymeria nur ein Hals gefehlt zum klassischen Sieg. Und lediglich ein Kopf entschied heute den BMW Preis Düsseldorf, der ging diesmal allerdings zugunsten der von Trainer Waldemar Hickst betreuten Dreijährigen aus. Unter Jockey Alex Pietsch setzte sich die Soldier-Hollow-Tochter jedoch noch von allen Plätzen aus gut erkennbar gegen Auenlee durch und empfahl sich gleichzeitig für den Henkel Preis der Diana am 2. August, den zweiten der alljährlichen Düsseldorfer Stutenklassiker.

Unmittelbar nach der Zielankunft ertönte zwar das Signal, welches darauf aufmerksam machte, dass sich die Rennleitung das gesamte Geschehen des über 2.100 Meter führenden und mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Listenrennens noch einmal genauer ansehen würde. Zu überprüfen gab es allerdings nichts auf den vorderen Plätzen. Vielmehr waren sich Mitte der Geraden die lange führende Vega sowie die innen nachrückende Rose Rized mächtig ins Gehege gekommen.

Hinter dem vorderen Pärchen lief gewiss auch die Favoritin Arles, die lange mehr zu erreichen schien, als Dritte ein gutes Rennen, während das vierte Geld an die französische Gaststute Maybe River ging.

Logischerweise steht nach der heutigen Entscheidung keineswegs allein nur die vom Gestüt Park Wiedingen gezogene Nymeria noch ganz oben auf dem „Diana-Zettel“. Auenlee, die erst ihren zweiten Start absolvierte, und Arles sind fraglos ebenso zwei Stuten, deren Eigner sich genauso noch handfeste Hoffnungen auf klassischen Lorbeer am ersten Sonntag im August machen dürfen.

Die jüngste Düsseldorfer-BMW-Preis-Gewinnerin wird zwar in Köln trainiert, aber ihr heutiger Sieg hatte auch einiges von einem Heimerfolg. Zu den Leuten, die hinter dem Stall Grafenberg stehen, gehört schließlich auch Albrecht Woeste, der seines Zeichens Vorsitzender des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen sowie obendrein Vize-Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins ist.

Wie jedes Jahr stand dieser spezielle Grafenberger Samstag wieder ganz im Zeichen der Pferdestärken, jener auf dem grünen Geläuf und jener unter den Hauben der BMW-Automobile. Nach dem einleitenden Pony-Rennen hatte sich bei der Eröffnung des eigentlichen sportlichen Programms mit dem Preis der BMW Niederlassung Düsseldorf schon abgezeichnet, dass es für Nymerias Jockey ein guter Tag werden könnte.

Bei der ersten Prüfung für die Dreijährigen, bei der es im Übrigen eine klare Widerspiegelung der rechnerischen Verhältnisse gab, saß Alex Pietsch nämlich schon im Sattel von Marlene Hallers Rock Academy, der als 13:10-Favorit keineswegs unerwartet die Oberhand behielt. Doch hatte der Schützling von Trainer Christian Sprengel, der zudem von seiner Besitzerin gezogen wurde, alles andere als leichtes Spiel mit Stute Laleh, die auch in der Niederlage gefiel und ihrerseits mit fünf Längen immerhin noch weit vor der gut endenden Aqua das Ziel erreichte. 

Einen weiteren Pietsch-Sieg vor dem Volltreffer mit Nymeria sah das Publikum dazu noch im Preis zum 26. BMW Renntag in Düsseldorf, als er auf dem gegenüber seinem fast nichtssagenden Debüt enorm verbesserten Lindblad saß, dessen Besitzer Dr. Gerd Apel ebenfalls wiederum auch der Züchter des Lando-Sohnes ist. Als Lindblad, der darüber hinaus den zweiten Tagestreffer für Trainer Waldemar Hickst sicherstellte, die lange führende Debütantin Usbekia verdrängt hatte, waren für ihn schnell alle Zeichen auf Sieg gestellt. Der gute Schlussakkord von Dame Plume nahm am Ende lediglich Usbekia noch den zweiten Rang.

Zuvor hatte es bei den Amateuren schon richtig am Totalisator „gerappelte“, als der siebenjährige Madou seinen überhaupt ersten Erfolg im BMW Autohaus Timmermanns-Preis unter Dach und Fach bekam. Auf den Plätzen landeten hinter dem 314:10-Außenseiter, der Christoph Schwab gehört und von Günter Schwab vorbereitet wird, neben Favorfoot Danon noch Pearl of England und Lucy Bee. Doch wird der 20. Juni 2015 vor allem Luca Murfuni unvergessen bleiben, markierte dieser Coup doch seinen überhaupt ersten Sieg als Amateurrennreiter.

Das beste Handicap des Tages verlief hingegen völlig erwartungsgemäß. Der als Ausgleich II ausgeschriebene Preis der BMW Händlergemeinschaft Düsseldorf wurde letztendlich eine früh feststehende Beute von Salinity Stables Wallach Proud Dancer aus dem Rath-Heumarer Stall von Trainer Markus Klug. In der Hand von Martin Seidl wurde der 17:10-Favorit standesgemäß aller Vorabeinschätzungen gerecht. Die Lokalmatadore Bombelli und Saturday verkauften sich dahinter mehr als ordentlich, waren streng genommen aber zeitig nur zum Kampf um die Plätze verurteilt.

Die Rennen mit Viererwette endeten jeweils mit eindeutigen Resultaten. Stall Hebringshofs Giolino brachte dabei den BMW Hans Brandenburg Preis unter Esther Ruth Weißmeier für Trainer Bruce Hellier allerdings wesentlich früher an sich, als es danach die Stute Blue Night im BMW M Performance Preis tat. Dafür war der Speed von Gestüt Hofgut Mappens Martillo-Tochter jedoch umso durchschlagskräftiger. Trainer Hans A. Blume hatte Blue Night für Stephen Hellyn gesattelt, der sich nach einer kleinen Verletzungspause mithin wieder erfolgreich in den Rennsattel zurückmelden konnte.

Zum guten Schluss demonstrierte der eigens aus München-Riem angereiste Swordshire noch seine herausragende Klasse im Feld für den BMW i8 Preises. Der von Trainer Werner Glanz gut ausgesuchte Stehertest über weite 2.950 Meter war für den Shirocco-Sohn des Stalles Challenger nämlich kaum mehr als ein bezahlter Galopp, und Jockey Daniele Porcu hat in seiner Laufbahn sicherlich schon manches Mal einiges mehr für sein Reitgeld tun müssen.


 

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