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IDEE 146. Deutsches Derby das Top-Event der Saison

Showdown der Galopper

Hamburg 2. Juli 2015

In Hamburg liegt ein Knistern in der Luft – und das nicht nur wegen der hohen Temperaturen. Die Hansestadt und die gesamte Turf-Gemeinde fiebern dem IDEE 146. Deutschen Derby entgegen. Das Rennen des Jahres findet am Sonntag, 5. Juli 2015, seinen großen Showdown auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn und die Spannung könnte nicht besser sein.

Mit einem hochkarätigen 18er-Feld gilt das Rennen als offen. Jeder hat die Chance auf den Sieg und damit auf 650.000 Euro Preisgeld, Ruhm, Ehre und die Erfüllung eines Traumes.

Der Kampf um den Sieg für die Ewigkeit erstreckt sich über die Distanz von 2.400 Metern und dauert rund zweieinhalb Minuten. Der Favorit im Wettmarkt ist der in Hannover von Paul Harley für australische Besitzer trainierte Shimrano (Jockey Adrie de Vries). Der Hengst ging aus der wichtigsten Derby-Vorberitungsprüfung in Köln als Sieger hervor. „Ich möchte mit keinem anderen tauschen“, sagt sein Trainer in freudiger Erwartung.

Aber auch die anderen Starter strotzen beim „Rennen der Rennen“ vor Motivation und Ehrgeiz und wollen den Spitzenkandidat Shimrano auf seinen Platz verweisen. Andrasch Starke, Meisterjockey aus Stade und in Köln beheimatet, steuert mit Nutan (im Besitz des Freiburger Privatbankiers Jürgen Imm) beispielsweisen einen Geheimfavoriten. Dieser war Dritter – hinter Shimrano – im Oppenheim-Union-Rennen in Köln (auch einen Rang hinter dem ebenfalls chancenreichen Areo mit Robert Havlin), musste an der Spitze aber das Rennen selbst machen und wurde auch noch vom Sieger in vorentscheidender Phase irritiert.

Nutans Trainer Peter Schiergen stellt so viele Starter wie kein anderer Coach – er hat fünf Pferde im Derby, von denen Nordic Flight (mit dem englischen Star-Jockey William Buick) ebenfalls gefährlich erscheint. Der im Besitz des Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren stehende Nordic Flight triumphierte im Trial in Iffezheim – hier siegte 2011 auch Waldpark und gewann später das Derby. Vielleicht ein gutes Omen?

Die Statistik spricht für Gestüt Schlenderhans Isidor (Filip Minarik), denn sein Besitzer, das älteste Privatgestüt in Deutschland landete 18 Derby-Siege, soviele wie kein anderer. Dem Hengst muss man nur einen Ausrutscher verzeihen, sonst war er ein absoluter Siegertyp.

Vielleicht gibt es aber auch einen Außenseiter-Sieg: Man denke an Shadow Sadness (Rene Piechulek), der einen wichtigen Aufgalopp in Frankfurt für sich entschied, oder Iraklion (Wladimir Panov), der gerade im Bremer Derby-Trial triumphierte. Ein Besitzer griff extrem tief in die Tasche: Manfred Hellwig vom Gestüt Höny-Hof bezahlte schlappe 65.000 Euro, um seinen Hengst Palace Prince (Eddy Hardouin) nach einem überzeugenden Treffer in Frankreich am Montag noch nachträglich ins Feld zu beordern.

Aber auch das Rahmenprogramm ist erstklassig. Zwölf Prüfungen ab 12:15 Uhr umfasst die Final-Karte, darunter zwei Auktionsrennen. Im Mercedes Benz-Rennen (52.000 Euro, 1.600 m, 6. Rennen um 15:10 Uhr) erneuern Ice Man Star (E. Frank) und Drummer (A. Starke) ihr Duell aus Hoppegarten. Aber auch Damour (A. Helfenbei n) und Santa Lucia (D. Schiergen) sind vorzumerken.

Im Hapag Lloyd-Rennen (52.000 Euro, 2.200 m, 8. Rennen um 16:20 Uhr) handelt es sich um eine Art „Ersatz-Derby“ mit solchen Hoffnungen wie der aus Iffezheim anreisenden Viva la Vita (M. Seidl), Navigator (E. Pedroza) oder der Stute Augusta (St. Hellyn).


Der Preis des Gestüts Röttgen (Ausgleich I, 22.500 Euro, 1.600 m, 4. Rennen um 14 Uhr) lockt Top-Handicapper wie Fly First (A. Starke) oder Diplomat (A. de Vries) an. Mit Gereon (T. Scardino) ist auch ein ehemaliger Gruppesieger am Start. Drei Ausgleiche II machen das Programm so richtig rund.

Und die Wetter werden ebenfalls begeistert sein. Die Viererwette wird zweimal ausgespielt: Mit einer Garantie-Auszahlung von 15.000 Euro im 5. Rennen um 14:35 Uhr (Ausgleich II, 1.600 m) sowie mit 20.000 Euro Garantie im 8. Rennen um 16:20 Uhr (dem bereits erwähnten Auktionsrennen über 2.200 Meter).
 

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