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Diese 18 Kandidaten ziehen beim IDEE 146. Deutschen Derby in die Startboxen ein

Die Derby-Starter im Einzelporträt

Hamburg 3. Juli 2015

650.000 Euro an Preisgeldern auf der 2.400 Meter-Distanz, rund zweieinhalb Minuten bis zum Sieg für die Ewigkeit: Am Sonntag, 5. Juli steht auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn das Rennen des Jahres an, das IDEE 146. Deutsche Derby, gesponsert vom Hamburger Kaffeekönig Albert Darboven. Nur im Alter von drei Jahren kann ein Pferd daran teilnehmen, und im Siegfalle macht es sich unsterblich.

Denn noch viel mehr als die 390.000 Euro zählt der Ruhm. 7.500 Euro kostete die Anmeldung, 18 Pferde bewerben sich um die Nachfolge von Vorjahressieger Sea The Moon, der mit elf Längen Vorsprung so dominierte wie kaum ein anderes Pferd in der langen Geschichte des Derbys. Startzeit ist um 17:10 Uhr.


Ein Pferd wird in diesem größten Wett-Spektakel des Jahres in Deutschland klar favorisiert - der in Hannover von Paul Harley für australische Interessen trainierte Shimrano (Sieger in der wichtigsten Vorbereitungsprüfung, dem Oppenheim-Union-Rennen in Köln).


Wir stellen Ihnen hier die einzelnen Starter vor.


1 Shimrano: Züchter: Gestüt Brümmerhof, Besitzer: Australia Racing Stables, Trainer: Paul Harley, Jockey: Adrie de Vries
Shimrano siegte bei drei seiner vier Starts, zuletzt in sicherer Manier im Oppenheim-Union-Rennen (2.200 m) in Köln, dem bedeutendsten Derby-Aufgalopp. Zuvor triumphierte er im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank und bereits im Oktober 2014 als Zweijähriger im Sea the Moon-Rennen in Hannover. In München lief er auf Rang zwei hinter dem hier verletzungsbedingt nicht startenden Quasillo.
Sicher der logische Favorit.

2 Molly le Clou: Züchter und Besitzer: Gestüt Auenquelle, Trainer: Jens Hirschberger, Jockey Alexander Pietsch
Molly le Clou gewann als Zweijähriger bereits zwei Rennen – in München und anschließend eine Listen-Prüfung in Düsseldorf, war danach zweimal gut platziert als Dritter im Preis des Winterfavoriten in Köln und Vierter im Herzog von Ratibor-Rennen in Krefeld. Nach einem Start auf unpassendem Boden in Frankfurt Dritter im Mehl-Mülhens-Rennen.
Chancenreicher Außenseiter, Fragezeichen hinter dem Stehvermögen.

3 Shadow Sadness: Züchter: Michael Herrmann, Besitzer Stall Weiß-Blau, Trainer Christian von der Recke, Jockey Rene Piechulek
Shadow Sadness blieb bei seinen ersten drei Starts sieglos, die Sternstunde hatte er dann im Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler in Frankfurt (2.000 m). Mit erstaunlichem Speed rauschte er an der Konkurrenz vorbei – zur Mega-Quote von 299:10. Wurde danach gezielt auf das Derby vorbereitet.
Trotz des Überraschungssieges auch hier Außenseiter. Weicher Boden wäre besser für ihn.

4 Nordic Flight: Züchter: Gestüt Brümmerhof, Besitzer: Eckhard Sauren, Trainer Peter Schiergen, Jockey William Buick
Nordic Flight blieb im Vorjahr bei vier Starts noch ohne Treffer, war aber 2015 schnell auf dem Weg nach oben. Nach einem Maidensieg in Düsseldorf holte er sich mit großem Kampfgeist das Iffezheimer Derby-Trial über 2.200 Meter. Löste damit die Derby-Fahrkarte.
Ist zwar nicht die Wahl von Stalljockey Andrasch Starke, aber mit einem englischen Top-Reiter dennoch ein stark zu beachtender Kandidat.

5 Areo: Züchter: Gestüt Hof Ittlingen, Besitzer: Gestüt Ittlingen, Trainer: Jens Hirschberger: Jockey Robert Havlin
Areo war bei all seinen bisherigen fünf Starts auf einem Geldplatz. Gewann im November sein erstes Rennen in München. Unterlag im Frankfurter Metzlerpreis und im Oppenheim-Union-Rennen nur jeweils einem Konkurrenten. Zeigte beide Male gute Reserven und Stehvermögen.
Gehört in die enge Wahl, kann weit vorne sein.

6 Nutan: Züchter: Jürgen Imm, Besitzer: Stall Nizza, Trainer Peter Schiergen, Jockey Andrasch Starke
Nutan gewann zwar bisher nur einmal – in einem Maidenrennen in Köln. Doch sein dritter Platz im Oppenheim-Union-Rennen an selber Stätte war stark. Damals musste er das Rennen von der Spitze aus selbst machen und wurde im Finish noch behindert.
Nicht nur als Ritt von Andrasch Starke sicher eine populäre Wette und einer der Favoriten.

7 Iraklion, Züchter: Gestüt Evershorst, Besitzer: Wolfgang Fröhlich, Trainer Christian Sprengel, Jockey Wladimir Panov
Iraklion gewann bei zwei seiner fünf Starts, einmal in München mit fünf Längen auf schwerer Bahn. War als Vierter im Bavarian Classic in Hannover deutlich distanziert, glänzte aber zuletzt im Derby-Trial in Bremen, als er immer wieder starke Reserven entfachte.
Meldete spät seine Derby-Ansprüche an. Sicherlich auch hier nicht auszulassen.

8 Lovato, Züchter: Gestüt Hof Ittlingen, Besitzer: Gestüt Ittlingen, Trainer Peter Schiergen, Jockey: Daniele Porcu
Lovato ist bei fünf Starts noch ohne vollen Erfolg, doch waren seine Platzierungen im Bavarian Classic (Dritter) und im Derby-Trial in Bremen (Zweiter) achtbar.
War jeweils hinter Mitbewerbern, aber für eine Überraschung nicht undenkbar.

9 Summer Paradise: Züchter und Besitzer: Gestüt Karlshof, Trainer Jens Hirschberger, Jockey Antoine Hamelin
Summer Paradise landete bei fünf Versuchen einen Treffer (in Frankfurt auf schwerem Boden). Im Derby Italiano nach unglücklichem Rennverlauf chancenlos. Lief als Vierter im Oppenheim-Union-Rennen in Köln wieder deutlich besser. Passend weichen Boden dürfte er nicht antreffen.
Ganz vorne wäre er eine Überraschung.

10 Palace Prince, Züchter und Besitzer: Gestüt Höny-Hof, Trainer: Andreas Löwe, Jockey: Eddy Hardouin
Palace Prince rutschte auf den allerletzten Drücker über eine Nachnennung zum Preis von 65.000 Euro noch ins Derby-Feld. Bei fünf Starts, zweifacher Sieger. Gewann 2014 ein Listenrennen auf seiner Kölner Heimatbahn. Blieb danach in zwei Grupperennen chancenlos. Meldete sich jedoch mit einem Erfolg in einer Listen-Prüfung in Frankreich (nach der Disqualifikation eines Gegners) zurück.
Hier wird ein weiterer Sprung verlangt, dennoch ein interessanter Kandidat.

11 Fair Mountain, Züchter: Margrit Wetzel, Besitzer: Stall Margarethe, Trainer Andreas Wöhler, Jockey Eduardo Pedroza
Fair Mountain vertritt eine Hamburger Besitzerin. War bei drei Starts einmal erfolgreich in Bremen über 2.100 Meter. Verkaufte sich als Dritter im Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler in Frankfurt gut, war aber hinter zwei Konkurrenten, die auch diesmal antreten. Spielte zuletzt als Fünfter im Iffezheimer Derby-Trial keine Rolle.
Sicherlich einer der Außenseiter.

12 Graasten, Züchter und Besitzer: Gestüt Ebbesloh, Trainer Peter Schiergen, Jockey Richard Kingscote
Graasten entschied zwei seiner fünf Rennen für sich, beide in Krefeld. Blieb im Derby Italiano nach allerdings kaum passendem Rennverlauf als Zehnter ebenso wirkungslos wie als Fünfter im Oppenheim-Union-Rennen in Köln.
Würde für eine große Überraschung sorgen.

13 Hot Beat, Züchter und Besitzer: Gestüt Ammerland, Trainer Peter Schiergen, Jockey: Dennis Schiergen
Hot Beat entschied eines seiner fünf Rennen für sich (in Mülheim), lief als Dritter im Derby-Trial in Hannover gut, galt danach im Bremer Pendant als heißer Favorit. Tat an der Spitze zuviel und wurde nur Letzter.
Muss sich deutlich steigern, um vorne dabeizusein.

14 Rogue Runner, Züchter: Stiftung Gestüt Fährhof, Besitzer: Qatar Racng Limited, Trainer: Andreas Wöhler, Jockey: Oisin Murphy
Rogue Runner triumphierte bei den ersten beiden seiner vier Auftritte (beide Male in Hoppegarten). Scheiterte als Fünfter im Frankfurter Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler vor allem am schweren Boden. Hatte es danach im Epsom Derby zu schwer und kam nie von hinten weg (knapp 20 Längen hinter dem Sieger).
Ein interessanter Außenseiter aus prominentem Stall.

15 Isidor, Züchter und Besitzer: Gestüt Schlenderhan, Trainer Jean-Pierre Carvalho, Jockey: Filip Minarik
Isidor war bei drei Starts zweimal auf der Siegerstraße, in Köln und in Saint-Cloud, als er vorher seinen Reiter abgeworfen hatte. Danach galt er als einer der Derby-Mitfavoriten. Im Derby-Trial in Hannover als heißer Favorit enttäuschender Vierter, sechs Längen hinter Shimrano. Sollte diese Leistung korrigieren und nicht abgeschrieben werden.
Kann weit vorne landen, wenn er wieder in der Top-Form aus dem Frühjahr ist.

16 Koffi Prince, Züchter und Besitzer: Rennstall Darboven, Trainer: Hans-Jürgen Gröschel, Jockey: Jack Mitchell
Koffi Prince gehört Derby-Sponsor Albert Darboven. Bei sechs Starts schaffte er einen Sieg in Dresden. Qualifizierte sich mit Rang drei im Bremer Derby-Trial. Folgte aber schon weit hinter den beiden Erstplatzierten.
Nach Rating kaum vorstellbar. Für ihn gilt sicherlich das olympische Motto.

17 Shining Rules, Züchter: Gestüt Wittekindshof, Trainer Sascha Smrczek, Jockey Koen Clijmans

Shining Rules steht im Mitbesitz des Hamburger Bahnarztes Dr. Peter Wind. Steigerte sich in den vergangenen Wochen stetig, gewann zwei Rennen in Folge. Allerdings war das in deutlich tieferer Kategorie.
Muss einen immensen Sprung schaffen, würde eine hohe Quote bringen.

18 Bonusdargent: Besitzer: Zalim Bifov, Trainer: Erika Mäder, Jockey: Michael Cadeddu
Bonusdargent war bei drei Starts einmal erfolgreich (in Baden-Baden), nach Rating am niedrigsten eingestuft von allen Pferden.
Hat hier normalerweise keine Aussichten.
 

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