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Triumph mit Wake Forest in Hamburg

„Tor“ für Fußball-Star Klaus Allofs

Hamburg 3. Juli 2015

Der DFB-Pokalsieg mit dem VFL Wolfsburg war das sportliche Highlight in den vergangenen Wochen für dessen Manager Klaus Allofs. Doch am Freitag erlebte der seit vielen Jahren auch dem Galopprennsport als Besitzer eng verbundene Fußball-Star auch ein absolutes Hochgefühl in seiner Lieblingspassion.

Der ihm gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof gehörende fünfjährige Hengst Wake Forest sicherte sich nach einem optimal getimeten Ritt von Eduardo Pedroza als 30:10-Co-Favorit den Großen Preis von Lotto Hamburg, das mit 55.000 Euro dotierte Gruppe III-Rennen über 2.000 Meter vor 5.500 Zuschauern bei extremer Hitze in Hamburg-Horn.

Von fünfter Position aus ging der nun beim zehnten Start zum sechsten Mal erfolgreiche Sir Percy-Sohn die Top-Prüfung an, während die mit Andrasch Starke im Sattel favorisierte Stute Longina ein durchaus angemessenes Tempo vorlegte und marschierte dort stets in guter Haltung. Die beiden skandinavischen Gäste Hurricane Red und Giovanni Boldini folgten hinter der Pilotin. 

Diese verteidigte sich auch auf der Zielgeraden nach Kräften, doch als Mitte des Einlaufs Wake Forest aufdrehte, war die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet. Der vor zwei Jahren sogar als Derby-Hoffnung gehandelte Hengst machte sich bequem frei. „Er ist mit Abstand das beste Pferd, das ich je besessen habe, allerdings nicht alleine, sondern mit der Stiftung Gestüt Fährhof. Eine tolle Partnerschaft“, berichtete Klaus Allofs bei der Siegerehrung. „Das macht so richtig Spaß. Als Dreijähriger hatte sich Wake Forest früh verletzt, ist aber in eindrucksvoller Manier wiedergekommen. Da er schon in einem Gruppe I-Rennen platziert war, wäre der Dallmayr-Preis in München sicher ein mögliches Ziel.“

Und Trainer Andreas Wöhler fügte an: „Wake Forest hat sich von Rennen zu Rennen weiter gesteigert. Er ist eine treue Seele. Er war fast noch einen Tick zu früh in Position. Der Dallmayr-Preis ist nun eine von mehreren Optionen für ihn. Er braucht immer Pausen zwischen den Starts.“ Für den Erfolgscoach aus Spexard bei Gütersloh war es der erste Meetingstreffer in Hamburg.

Noch dicht heran lief Kerosin (Filip Minarik) als Zweiter und bekam Longina noch zu fassen. „Sie hat sich gut verkauft, es waren ja vielversprechende Pferde vorne“, sagte ihr Jockey Andrasch Starke. Nicolosio erkämpfte sich deutlicher zurück noch Rang vier (auf nicht mehr passendem Boden) gegen den nicht mehr weiterziehenden Hurricane Red.

Eine besondere Attraktion war das einleitende Ex-Aktiven-Rennen (Ausgleich III, 2.000 m), in dem William Mongil (seit Jahren Trainer in Mülheim und früherer Stalljockey des Aga Khan) zeigte, dass er im Sattel noch nichts verlernt hat. „Ich reite in der Arbeit noch jeden Tag“, gab der Franzose zu, nachdem er mit dem vierjährigen Wallach Ramssiss (22:10) für den Stall 5-Stars nach früher Attacke sicher gegen Delegation (Kevin Woodburn) und Oscar hingekommen war. „Nur die Distanz wurde ihm etwas weit. Er ist noch ein großes Baby. Wir gehen nun nach Frankreich“, erklärte Mongil, der Ramssiss auch selbst trainiert. „Die beiden erstplatzierten Reiter können es immer noch“, brachte es Trainer Mario Hofer auf den Punkt.

Einen Heimsieg für Eugen-Andreas Wahler, den Präsidenten des Hamburger Renn-Clubs gab es in einem 1.200 Meter-Handicap, denn der in seinem Besitz stehende Studfarmer war nach der knappen Niederlage vor wenigen Tagen nun eine Klasse für sich. Andrasch Starke beorderte den Schützling von Christian von der Recke im Einlauf ganz nach außen und dort entwickelte der heiße 20:10-Favorit riesigen Speed, um Miracle S und Lisselton Cross locker stehenzulassen. Es war schon der neunte Meetingssieg für Starke. „Ich hatte ihn vor vier Wochen in Ascot gekauft. Dann hat Herr Wahler mich gefragt, ob ich ein Pferd für Hamburg hätte, da habe ich ihm Studfarmer angeboten“, erklärte der Coach.

Exzellente Formen in Mons hatte der belgische Gast Henke (82:10, R. Piechulek) in jüngster Zeit, da musste er auch in einem 1.000 Meter-Ausgleich III eine gute Chance haben. Und nach optimaler Einteilung seines Jockeys hielt der Wallach beim ersten Start mit Scheuklappen einen knappen Vorteil gegen Freya, Northern Sun und Emirati Spirit fest. „Es war mein erster Sieg in Hamburg und mein fünfter in diesem Jahr“, berichtete Trainer und Ex-Reiter Toon van den Troost. 34.102:10 Euro bezahlte die Viererwette.

Ein sehr erfolgreiches Meeting erlebt der Großenknetener Trainer Toni Potters, der im Ausgleich II über 1.200 Meter mit dem Wallach Forgino (71:10, J. Bojko) einen ungefährdeten Erfolg landete. Lange wehrte sich der Favorit Gamgoom, doch gegen die großen Reserven des Konkurrenten musste auch er passen. „Forgino hatte einen optimalen Rennverlauf. Den Aufgalopp in Krefeld brauchte er noch. Er ist in meinen Augen ein Nachfolger meines früheren Cracks Sir Oscar und soll nun dasselbe Rennen wie er in München, eine Listenprüfung am Dallmayr-Preis-Tag, gewinnen“, signalisierte Potters. Gamgoom verkaufte sich mit Aufgewicht bestens. „Die Hitze war nicht gut für ihn, aber er hat sich tapfer aus der Affäre gezogen“, so Besitzer Guido Schmitt. Banana Split folgte als Dritte schon deutlicher zurück.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter meldete sich der früher in besserer Klasse beheimatete Nostro Amico wieder in Glanzform im Handicap zurück. Denn nach einem starken Finish von Rene Piechulek wehrte der 114:10-Außenseiter aus dem Stall von Sabine Kamin den favorisierten All Access mit einem Hals-Vorteil ab. Antonia Bella und Sokol machten die Viererwette komplett, die 11.196:10 Euro brachte.

Längst läuft der Countdown für das IDEE 146. Deutsche Derby am Sonntag. 18 Kandidaten geben sich dann im Rennen des Jahres im hiesigen Galopprennsport die Ehre. 650.000 Euro werden auf der 2.400 Meter-Distanz ausgeschüttet. Als Favorit gilt der im Kölner Oppenheim-Union-Rennen erfolgreiche Shimrano mit Champion Adrie de Vries.




 

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