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Über Mülheim-Ruhr nun nach Riem?

Klare Sache für Lucky Lion

Mülheim-Ruhr 11. Juli 2015

Es war nichts anderes zu erwarten gewesen als ein überlegen ausfallender Erfolg des vierjährigen Lucky Lion. Bei der Vorstarterangabe zum letzten diesjährigen Renntag in Mülheim-Ruhr war der vorjährige Derby-Zweite und Gewinner des Münchener Großen Dallmayr-Preises noch für den Preis der Roten Bank nachgenannt worden. Angesichts der Klasse des Hengstes des Gestüts Winterhauchs konnte es also nicht verwundern, dass er es heute nur mit drei Gegnern zu tun hatte. Die dann erwartungsgemäß auch nur Sparringspartner waren. Mit Andrasch Starke im Sattel löste Lucky Lion die 2.000-Meter-Pflichtaufgabe in der untersten Klasse letztendlich standesgemäß.

Mit viereinhalb Längen und in überlegener Manier setzte sich der sofort vorne auszumachende High-Chaparral-Sohn in der Geraden von dem Trio ab, wobei German Rules, Jule und Kathleen Frances in dieser Reihenfolge die nächsten Plätze besetzten. 

Es ist schon einige Zeit her, seitdem Vollblüter seines Kalibers in Mülheim-Ruhr am Start gewesen sind. Das Raffelberger Publikum hatte am traditionellen Sparkassen-Renntag jedenfalls seine helle Freude an der kleinen Show. Was der mit 2.400 Euro bezahlte Galopp von Lucky Lion, der Anfang des Jahres bekanntermaßen ja von einem Infekt heimgesucht worden war, allerdings wirklich wert war oder ist, hat nun sein Trainer Andreas Löwe zu beurteilen. Und er wird insbesondere auch zu entscheiden haben, ob Lucky Lion am 26. Juli nun zur Titelverteidigung im   zur Gruppe I zählenden Großen Dallmayr Preis in München-Riem antreten wird.

Hierfür Klarheit zu schaffen war schließlich der eigentliche Zweck dieser Übung gewesen. Denn nach einem schon im Zeichen dieses Infektes stehenden und folglich völlig missglückten Saisondebüt in Longchamp im Prix d’Harcourt Anfang April hatte sein Schützling keine Rennen mehr bestritten. Dass Lucky Lion wieder fit und tatendurstig ist, konnte man zumindest sehen. Und dass ihn der Auftritt in Mülheim-Ruhr konditionell ein gutes Stück weitergebracht hat, davon darf auch ausgegangen werden.

Für Andrasch Starke hatte der Renntag übrigens bereits gut begonnen, und das pünktlich um 12.00 Uhr zur frühen PMU-Stunde. Mit Gestüt Ittlingens Laya aus dem Quartier von Waldemar Hickst, die als 15:10-Favoritin im Preis des Sparkassen-Privatkredits am Ende mit sechs Längen noch deutlicher vor ihren Gegnern einher spazierte als Lucky Lion, knüpfte Nutans Derby-Reiter gleich an seine große Hamburg-Horner Erfolgssträhne an.

Waldemar Hickst sattelte später noch den dreijährigen Debütanten Waky Sol  im Preis des PrivateBanking der Sparkasse Mülheim erfolgreich für den Stall Grafenberg. Dies natürlich sehr zur Freude von Albrecht Woeste, dem Vorstandsvorsitzenden des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, der mit zu der Eignern des Stalles Grafenberg gehört.

Den Soldier-Hollow-Sohn hatte Alex Pietsch mit viel Vertrauen geritten, und er musste die schnell eroberte Führung trotz der pausenlosen Angriffe von Try With Me, Morera und Arando dann auch nicht mehr abgeben. In den kommenden Wochen und Monaten besitzt der von Gestüt Park Wiedingen gezogene enge Verwandte des Klassehengstes Waky Nao insbesondere noch zahlreiche Nennungen in BBAG Auktionsrennen. 

Alex Pietsch gewann später darüber hinaus noch das letzte Mülheimer Rennen 2015 mit dem dreijährigen Lindblad im Besitz von Dr. Gerd Apel. Nach dessen Erfolg im CiroCents-Preis der Sparkasse Mülheim durfte Trainer Waldemar Hickst sogar zum dritten Mal zur Siegerehrung erscheinen.

Viel Beifall gab es außerdem für einen sehr angesehenen und beliebten Lokalmatadoren. Dieser war Trainer Bruce Hellier, der mit dem ihm anvertrauten Wallach Giolino heute das Kunststück fertig brachte, ihn zum dritten Mal in Folge als Sieger vorzustellen. Unter Esther Ruth Weißmeier setzte sich der Lord-of-England-Sohn sicher gegen Wind Chill und Victorious imPreis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr durch. 

Die Chronik des Raffelberger Saisonfinales wäre allerdings unvollständig, ohne Jockey Stephen Hellyn besonders erwähnt zu haben. Auch er gehörte am Ende mit zu den Doppelsiegern. Der Belgier gewann zunächst für das Gestüt Hofgut Mappen und Trainer Hans A. Blume mit dem Wallach Blue Night den Preis des Sparkassen-Finanzkonzeptes. Ehe er dann in der zweiten Saisonhälfte im Preis der WAZ-Mediengruppe, den er mit der Stute Palmira für den Stall Am Ring und für Trainer Ralf Rohne an sich brachte, noch einmal nachlegte.


 

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