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Holy Moly bleibt auch im Listenrennen ungeschlagen

Wild Chief ist der Chef im Ring

Hannover 12. Juli 2015

Sechs Pferde kamen am Sonntag beim Saisonhöhepunkt in Hannover-Langenhagen im Hauptrennen, dem Großen Audi Q7 Preis des Audi Zentrums Hannover – MeilenTrophy, an den Start, und bis auf den Lokalmatador Wildpark und den von Jens Hirschberger in Mülheim an der Ruhr trainierten Vierjährigen Wild Chief waren alle bereits in Grupperennen erfolgreich. Doch das hinderte Letztgenannten nicht am Sieg in dem mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen über 1600 Meter.

Nach einem Ritt vom zweiten Platz aus setzte sich der vierjährige Doyen-Sohn des Stalles Fürstenhof vor den Augen von Werbe-Ikone Verona Pooth, die Stargast beim Audi Ascot –Renntag war, unter Jockey Alexander Pietsch völlig überlegen durch, hatte im Ziel einen Vorsprung von viereinhalb Längen vor Gestüt Haus Ittlingens Felician unter Deutschlands Vorzeigejockey Andrasch Starke, hinter dem der Vorjahressieger Red Dubawi den dritten Platz belegte.

In der Zielgeraden schritt Alexander Pietsch mit dem späteren Sieger, der im vergangenen Jahr als Vierter im Französischen Derby und Fünfter im Deutschen Derby bereits seine Klasse bewiesen hatte, sofort zum Angriff auf den bis dahin führenden Wildpark. Und damit war das Rennen eigentlich auch schon entschieden, denn dem Antritt des Hengstes konnte keiner der Gegner folgen und somit blieb für die Konkurrenz nur der Kampf um die Plätze.

Nachdem er zuletzt bereits starke Formen in Köln und im französischen Chantilly gezeigt hatte, war Wild Chief bereits als zweiter Favorit zur Quote von 31:10 ins Rennen gegangen. Er zeigte mit diesem Erfolg, dass er einer der besten deutschen Meiler ist. Im vergangenen Jahr hatte man es mit ihm noch auf weiteren Distanzen von 2000 Meter an aufwärts versucht. 

Für Jockey Alexander Pietsch war es der zweite Gruppertreffer in dieser Saison, nachdem er vor drei Wochen bereits den Großen Preis der Wirtschaft mit Nordico gewonnen hatte. Dieser war am Sonntag ohne Chance und kam als Vierter über die Linie. Für Trainer Jens Hirschberger war es der erste Gruppesieg im Jahr 2015.

Wenig zu sehen war von der einzigen Dreijährigen im Feld, der 20:10-Favoritin Full Rose. Die zuvor ungeschlagene Stute aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler, die zuletzt die klassischen German 1.000 Guineas in Düsseldorf gewonnen hatte, besaß eigentlich zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance, und kam sieben Längen hinter dem Sieger als Sechste, und damit Letzte, über die Linie.

Neben dem Grupperennen um den Großen Audi Q7 Preis des Audi Zentrums Hannover gab es beim Audi Ascot-Renntag am Sonntag in Hannover noch ein weiteres Highlight. Denn im Großen Preis vom meravis, einem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 Meter, probten die dreijährigen Stuten für den Henkel-Preis der Diana, das Deutsche Stutenderby. Doch die Siegerin, die von Andreas Wöhler trainierte, und auch in dessen Besitz stehende 18:10-Favoritin Holy Moly, hat gar keine Nennung für den Stutenklassiker.

Unter Stalljockey Eduardo Pedroza kam die Mount Nelson-Tochter trotz eines aufwändigen Rennverlaufes in äußeren Spuren zu einem knappen, aber doch sicheren Sieg, auch wenn auf den letzten Metern bis zum Ziel die längste Außenseiterin im Feld, Bravo Girl, der Schimmelstute kurz gefährlich zu werden schien. Auf der Linie lag nur ein Kopf zwischen den beiden Erstplatzierten. Dritte wurde deutlich zurück Gestüt Brümmerhofs North Sea. „Man ist bei ihr nur Flugbegleiter“, hatte Trainer Andreas Wöhler vor dem Rennen gesagt, und wo die Reise hingeht, kann man bei Holy Moly, die nach drei Starts weiterhin ungeschlagen ist, noch gar nicht sagen. Möglicherweise zunächst nach Krefeld, denn für das dortige Grupperennen im August (Großer Preis der Sparkasse Krefeld) besitzt die kapitale Stute noch eine Nennung.

Eine Überraschung erlebte man im ersten Zweijährigenrennen der Hannoverschen Rennsaison, denn hier setzte sich überraschend die größte Außenseiterin im Feld, die Lokalmatadorin Shy Witch durch. Unter Wladimir Panov hatte die 159:10-Chance, eine Areion-Tochter aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel, am Ende in der 1300 Meter-Prüfung, in der ausschließlich Debütanten am Start waren, sogar leichtes Spiel gegen Braveheart Bear, hinter dem Bastille Dritte wurde. Dreieinhalb Längen Vorsprung hatte die Siegerin im Ziel. Der klare Favorit Toufan Al Hawa aus dem Stall von Andreas Wöhler enttäuschte, und kam nur als Sechster, und damit Letzter über die Linie.

Ein Kuriosum ereignete sich im ersten Rennen des Tages, dem Maidenrennen für die Dreijährigen über 1750 Meter, als der Favorit Short Cut (Jean-Pierre Carvalho/Francisco Franco Da Silva) und der von Peter Schiergen trainierte Eliodoro (Dennis Schiergen) auch durch das Zielfoto nicht zu trennen waren, und es somit auf dem ersten Platz totes Rennen gab.

Das wichtigste Handicap des Tages, den Ausgleich II über 2400 Meter, gewann Dr. Andreas Boltes Risalto. Der Sulamani-Sohn setzte sich unter Francisco Franco Da Silva leicht gegen Kiss me Kate und True Girl durch, und überstand auch noch eine Überprüfung der Rennleitung, denn im Finish war er nicht ganz gerade geblieben, was schon etwas zu Lasten der Zweitplatzierten Kiss me Kate ging.

Wie immer war die Veranstaltung auf der Neuen Bult ausgezeichnet besucht, Stargast Verona Pooth ließ es sich nicht nehmen, Siegerehrungen vorzunehmen, Autogramme zu schreiben, und auch bei den Hut-Wettbewerben am Ascot-Renntag als Jury-Mitglied zu agieren.

Im abschließenden 2.200 Meter-Handicap landete VFL Wolfsburg-Manager Klaus Allofs (gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof) noch einen Treffer - mit dem früh völlig überlegenen Dreijährigen Sottovento (34:10). Hier zeichnete sich das im Derby erfolgreiche Team Andrasch Starke/Peter Schiergen aus.



 

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