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Düsseldorfer Programm mit Top-Pferden

Turf am Mittwoch

Düsseldorf 14. Juli 2015

Spannendes Nachmittags- und Abendprogramm gefällig? Am Mittwoch gehen auf dem Düsseldorfer Grafenberg ab 16:10 Uhr hochklassige Vollblüter an den Start. Und es ist nicht nur ein namhafter Starter, der diesem After-Work-Renntag einen kleinen Sonderstatus verleiht. Es sind vielmehr gleich drei: die dreijährige Auenlee, der Meilenspezialist Abendwind und Open your Heart, der Derby-Dritte des vergangenen Jahres.

Das Düsseldorfer Publikum wird vor allem den Auftritt der Erstgenannten mit größerem Interesse verfolgen. Denn auf der Agenda der talentierten Stute des westfälischen Gestüts Auenquelle steht schließlich noch ein ganz großes Ziel, welches sogar schon in den nächsten Wochen ansteht, und zwar der 157. Henkel Preis der Diana am 2. August, der gleichzeitig der Höhepunkt im Düsseldorfer Saisonkalender ist.

Trainer Jens Hirschberger hat seine Auenlee zuvor schon äußerst zielstrebig auf den zweiten Stutenklassiker in der Landeshauptstadt vorbereitet. Auf dem Grafenberg hatte die Dreijährige bereits ihr erfolgreich verlaufenes Debüt absolviert und bei ihrem zweiten Versuch selbst in der knappen Niederlage zu Nymeria in einem Listenrennen ebenfalls einen hervorragenden Eindruck hinterlassen.

Ihr jetziger Auftritt Nummer drei besitzt also absoluten Generalprobencharakter. Dass die Doyen-Tochter im Prix Pattex – 2. Rennen, 16:40 Uhr - trotz Höchstgewichts dabei als klare Favoritin gilt, ist angesichts der deutlich unter ihrer Klasse anzusiedelnden sechs Konkurrentinnen völlig logisch. Alles andere als ein Sieg von Auenlee wäre in dieser Prüfung eine faustdicke Überraschung. Im Sattel der Dreijährigen sitzt Adrie de Vries, der Auenlee auch bei ihrem Debütsieg Ende Mai schon ritt.

Der Jockey von Abendwind wird genau zwei Stunden später dann Alexander Pietsch sein. Der vierjährige Hengst ist der zweite Starter von gehobenem Format im neun Rennen umfassenden Programm. Seine Sternstunde hatte der im Besitz von Gisela Remmert stehende vor zwei Jahren als Gewinner des Zukunfts-Rennens in Baden-Baden gehabt. Auch war sein zweiter Rang im letzten Frühjahr auf Gruppe-III-Level im Frankfurter Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler angesichts der späteren Entwickelung des damaligen Siegers Sea The Moon eine exzellente Form gewesen.

Danach geriet bei Abendwind jedoch etwas Sand ins Getriebe, selbst wenn der Schützling von Waldemar Hickst in dieser Saison schon siegen konnte und dazu in einem Listenrennen für Sprinter auch keine so schlechte Figur gemacht hatte. Den Prix Le Chat – 6. Rennen, 18:40 Uhr – muss er jetzt gewinnen, wenn man die momentane Planung mit ihm weiterverfolgen will. Der Hengst soll schließlich demnächst im Darley Oettingen–Rennen auf Gruppe-II-Ebene in Baden-Baden an den Start kommen. Auch für ihn ist der Düsseldorfer Start mithin so etwas wie eine Generalprobe für ein künftiges ungleich größeres Ziel, auch wenn dieses erst für den 3. September terminiert ist.

Beim vierjährige Open your Heart, dem dritten Starter von Rang und Namen, handelt es sich in der Prix Diadermine – 9. Rennen, 20:10 Uhr – zum Abschluss der Veranstaltung dagegen um ein Comeback. Und das gleich in dreifacher Hinsicht.

Zunächst wird dieser Auftritt sein erster Versuch nach einer Rennpause seit Mitte Oktober vergangenen Jahres sein, dazu sein erster Start für seinen neuen Betreuer Henk Grewe, und drittens stellt sich Open your Heart zum ersten Mal als frischgebackener Wallach vor.

Das absolut Beste, was man bislang von ihm sah, war sein dritter Platz im IDEE 145. Deutschen Derby in Hamburg-Horn vor 12 Monaten. Vor ihm endeten nur Sea The Moon und Lucky Lion, also die Crème de la Crème der Vorjahres Dreijährigen. An diese Leistung wusste der Samum-Sohn des Gestüts Karlshof bisher jedoch nicht mehr anzuknüpfen.

Dass er bald wieder auf dieses hohe Niveau kommen wird, ist allerdings keine unrealistische Vorstellung. Ein erster Sieg in Düsseldorf wäre mithin auch schon ein erster Schritt in diese Richtung. Unter Alexander Pietsch trifft er jedenfalls zu später Stunde auf Gegner von wesentlich kleineren Kragenweiten, sodass einem erfolgreichen Neubeginn eigentlich nichts im Wege stehen sollte.

Zum Programm in Düsseldorf gehört ebenfalls wieder ein Rennen mit Viererwette.  Dies ist der Preis der Haaner Felsenquelle – 5. Rennen, 18:10 Uhr - mit 12 Startern und vor allem einer Garantieauszahlung von 10.000 Euro in der Viererwette.

Viel spricht hier für einen Heimsieg durch die von Sascha Smrczek auf dem Grafenberg trainierte Stute Compact Street. Schließlich konnte sie nicht nur ihre beiden jüngsten Starts bereits mit zweiten Plätzen beenden. Darüber hinaus wird die Touch-Down-Tochter diesmal noch von der Reitererlaubnis des Nachwuchsmannes Tommaso Scardino entscheidend profitieren können.
 

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