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Favoriten waren in Düsseldorf tonangebend

Auenlee besteht Diana-Generalprobe

Düsseldorf 15. Juli 2015

Sie galoppierte zwar ihre Gegnerinnen nicht aus den Schuhen, doch gab es eigentlich nie die geringsten Zweifel daran, dass die dreijährige Auenlee in Düsseldorf heute zu ihrem zweiten Erfolg beim erst dritten Start kommen würde. Den Prix Pattex gewann sie beim PMU-After-Work-Termin leicht mit anderthalb Längen als 12:10-Favoritin gegen Limara sowie Mainau. Dabei dürfte sie mit dieser Vorstellung ihren Trainer Jens Hirschberger sehr zufriedengestellt haben und im Auenqueller Lager die Diana-Träume noch um einiges intensiver werden lassen.

Das 2.200-Meter-Rennen, im dem sich die Doyen-Tochter jetzt vorstellte und in dem sie auch allen Gegnerinnen Gewicht geben wusste, war schließlich als Generalprobe für den 157. Henkel Preis der Diana am 2. August gedacht gewesen. Dass die Dreijährige beim Höhepunkt der Düsseldorfer Saison in Kürze noch einiges mehr bieten muss, wird allen Beteiligten natürlich klar sein. Doch gewann man bei Auenlees Erfolg unter Adrie de Vries durchaus schon den Eindruck, dass die Stute kurzfristig wie auch langfristig noch eine Menge in petto haben könnte.

Was in ähnlicher Weise für den unmittelbar vor ihr im Dehner Gartencenter Düsseldorf-Preis auf Anhieb erfolgreichen gleichaltrigen Western Dancer gilt, der sich zunächst erst etwas eingaloppieren musste, dann aber immer runder lief und in der Hand von Alex Pietsch letzten Endes schnell fertig war mit schon profilierten Gegnern wie Night Hawk und Honourable Action. Zwar besitzt der Soldier-Of-Fortune-Sohn des Gestüts Hof Vesterberg zurzeit noch keine Nennungen für irgendwelche tragenden Rennen, was aber keineswegs ausschließen kann, dass man den Schützling von Waldemar Hickst bald auch in besserer Gesellschaft sehen wird. Die Saison 2015 dauert ja immerhin noch ein paar Monate an.

Das Erfolgsgespann Hickst-Pietsch setzte nach dem Sieg des 18:10-Favoriten wenig später noch einen drauf. Ebenfalls mit einem Favoriten. Und einem, der sogar bis auf 11:10 heruntergewettet worden war. Dieses riesige Vertrauen in Gisela Remmerts Abendwind versprach eigentlich einen Alleingang des Wiesenpfad-Sohnes, aber in der Realität sah die Sache ganz anders auch. Denn es war schon ein gutes Stück Arbeit vonnöten, bis sich der Favorit gegen Belango und Cloud endgültig durchgesetzt hatte.

Immerhin blieb damit jedoch zum dritten Mal ein klarer Favorit vorne, was letztendlich kein schlechtes Omen für das Comeback des vorjährigen Derby-Dritten Open your Heart bedeutete, der zum Finale des Renntages erstmals als Wallach herauskam. Und der auch zum ersten Mal von seinem neuen Trainer, Henk Grewe, nach einer Pause seit Mitte Oktober letzten Jahres gesattelt wurde. Als 13:10-Favorit fand der Samum-Sohn allerdings seinen Meister in MM Racings vierjährigem Finoras, wobei der von Markus Münch vorbereitete und ebenfalls von Samum stammende Wallach mit Stephen Hellyn im Sattel einen kleinen Konditionsvorteil sehr effektiv zu nutzen verstand.

Open your Hearts Betreuer hatte zuvor allerdings Frank Scheidts vierjährigen Red Pepper im Preis vom Rennbahnbiergarten bereits erfolgreich gesattelt, den Martin Seidel dabei ritt. Gratulationen gab es heute zudem für Nadine Ermashev als Besitzerin von Magic Princess, der Gewinnerin des Prix MIR aus dem Grafenberger Stall von Ralf Rohne, während Trainer Toni Potters und Besitzerin Edith Jörgensen sich über den Erfolg von Ocean Tiger im Rhein-Bote Rennen freuen durften.

Nach dem knappen Erfolg von Teacher unter Steffi Hofer über Tech Terz und Favorfoot Danon sowie Sazou Hilleshage im Rennen mit der Viererwette, das den Titel Preis der Haaner Felsenquelle trug, dürfte die Stimmung von Marian Koutny gleich doppelt prächtig gewesen sein. Schließlich zeichnet er sowohl als Besitzer als auch als Trainer für den Danehill-Dancer-Sohn. 

Dass auch die Niederländer an diesem 15. Juli auf dem Grafenberg nicht zu kurz kamen, dafür sorgte im Frankenheim Alt-Rennen ein Überraschungstreffer des Höchstgewichts Severus, das sich von Anna van den Troost geritten für The Dutch Master Stables und für Trainer Antonius J. F. Franzen gegen Anatevka Sun und Tjerk behauptete.

 

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