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Dänen-Sieg im Hoppegartener Sprint-Cup

Der schnelle Liber aus Skandinavien

Berlin-Hoppegarten 19. Juli 2015

Es ist zwar schon ein paar Jahre her. Aber es gab durchaus eine Zeit, da waren skandinavische Sprinter nicht nur hierzulande häufiger zu Gast als aktuell, sondern dazu vor allem sehr erfolgreich und dementsprechend auch gefürchtet. An diese Tradition knüpfte heute in Berlin Stall Cambres Flieger Liber im Hoppegartener Sprint-Cup an. Trainer Bent Olsens Schützling entführte unter Eduardo Pedroza das mit insgesamt 27.000 Euro dotierte Listenrennen über 1.000 Meter relativ leicht nach Dänemark, welches schon im vergangenen Jahr durch Alcohuaz nach Schweden gegangen war.

Auf dem Ehrenplatz landete die über sich hinauswachsende Best Dreaming, die unterwegs sogar kurz aus dem Takt gekommen war. Das dritte Geld sicherte sich hinter ihr der Tscheche Mikesh. Erst auf Rang vier erreichte allerdings 16:10-Favorit Donnerschlag das Ziel; hinter ihm folgten allein nur noch Banana Split, Beau Reve und Rock Academy.

Zur Ehrenrettung des heißen Favoriten muss indes angemerkt werden, dass auch er und ebenso Banana Splitt kein hundertprozentig ideales Rennen hatten und insbesondere Donnerschlag nach einem Touchieren durch die Stute beinahe reiterlos geworden wäre, was auf einer derart kurzen Distanz ein nahezu absoluter Worst Case ist.

Nichtsdestotrotz war der Hamburger Gruppe-III-Sieger jedoch auch vorher nie so gegangen, als könne er seine Favoritenrolle standesgemäß einlösen. Der Leistung des in Großbritannien gezogenen Siegers und Sohn des Danzig-Sohnes Ishiguru kann Donnerschlags Handicap jedoch in keiner Weise schmälern. Und die Vorstellungen der vor ihm eingekommenen Best Dreaming und Mikesh ebenso wenig.

Vergleichsweise unspektakulär war unmittelbar zuvor das perdewetten.de Match Race 2015 verlaufen. Als Steffi Hofer auf Gamgoom die Zeit zur Entscheidung gekommen sah und ernst machte, offenbarte sich sofort der Klassenunterschied zwischen dem Hofer-Schützling von Guido Schmitt und Ach was. Letzter gab gewiss alles, was er hatte. Doch zeichnete sich seine Niederlage früh und dann auch recht schnell ab.

Zuvor hatte es auf derselben Distanz eine ungleich dramatischere Zielankunft im besten Handicap des Tages gegeben. Als Protagonisten taten sich im Juli-Ausgleich dabei die von Roland Dzubasz am Platz trainierte Areion-Tochter Ishasha und die dreijährige Königin Carla hervor, wobei Hartmut Katschkes Vierjährige unter Stephen Hellyn auf den quasi letzten Zentimetern für einen knappen Heimsieg sorgte und ihren mittlerweile vierten Saisonerfolg schaffte. Und dazu nach dem jüngsten Hamburger Ausgleich-III-Treffer vor allem auch auf Anhieb den Aufstieg in die höhere Handicap-Etage hin bekam.

Heimische Farben hatten den Hoppegartener Sommerrenntag bereits erfolgreich eröffnet, als Rennstall Germanius` vierjährige Miss Talia mit Daniele Porcu im Sattel und von Trainerin Eva Fabianova gesattelt im Preis der Traber Derby-Woche 2015 erstmals in ihrer Laufbahn zum Zuge kommen konnte.

Darüber hinaus blieb die erste Viererwetten-Entscheidung des Tages im Preis der Berliner Zeitung durch Holy Rose zumindest in der engeren Region. Auf der von Daniel Paulick für Ralf Paulick vorbereiteten Santiago-Tochter musste Waldimir Panow allerdings eine Menge für sein Reitgeld tun. Andernfalls hätte das Höchstgewicht Dagostino das bessere Ende gehabt, und der Sieg wäre in die bayerische Provinz gegangen.

Die zweite Viererwetten-Prüfung wurde später eine Beute des fünfjährigen Alwin vom Rennstall Passendorfer Wiesen und aus der Obhut von Trainerin Angelika Glodde. Patrick Gibson blieb es vorbehalten, den fünfjährigen Silvano-Sohn im Preis der Wohnungsbaugenossenschaften – Zukunft Wohnen zu seinem überhaupt allerersten Erfolg zu steuern.

Vorher hatten Alwins Siegreiter wie auch Steffi Hofer aber einiges Pech entwickelt. Vor dem Preis der Mahlo-Bau GmbH Waldesruh wurden beide zu Fußvolk degradiert, nachdem sie unfreiwillig aus den Sätteln von Amorello beziehungsweise Brendan gemusst hatten, was beide wie auch ihre Pferde glücklicher Weise ohne Schaden überstanden. 

Resultat der ganzen Angelegenheit war jedoch eine erhebliche Startverzögerung, die freilich die Schlenderhanerin Attitude kaum groß beeindruckt haben kann. Die als zweite Favoritin mit Filip Minarik angetretene Tertullian-Tochter aus Jean-Pierre Carvalho Quartier blieb jedenfalls stets gut bei der Stange. Vor allem auch, als die 18:10-Favoritin Bailley in der Distanz noch einmal energisch nachsetzte.

Und zu guter Letzt gab es für Jockey Eduardo Pedroza nach seinem Erfolg im Hauptereignis noch ein Sieg-Dessert im Preis der German Tote Wettschule, der den Schlusspunkt des Programms eines gut besuchten Renntages auf der Parkbahn vor den Toren der Hauptstadt setzte.

Bis der Erfolg der von Lutz Pyritz betreuten Lomitas-Tochter Ustana jedoch endgültig sicher war, galt es allerdings erst einmal, eine heftige Gegenwehr von Scataro zu brechen. Ganz zum Schluss sprangen für die Stute der Turffreunde Dresden dann doch noch beruhigende anderthalb Längen Vorteil heraus.


 

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