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Apoleons Gala im Harzburg-Highlight

Deutschlands Top-Halbblüter imponiert

Bad Harzburg 23. Juli 2015

Deutschlands bester Halbblüter heißt Apoleon, und das ohne jeden Zweifel. Denn am vierten Bad Harzburger Meetingstag, dem Donnerstag, lieferte der von Anna Schleusner-Fruhriep für ihren Vater Volker in Dänschenburg an der Ostsee vorbereitete Wallach eine mehr als beeindruckende Vorstellung – im über 2.000 Meter führenden und mit 10.200 Euro ausgestatteten Ausgleich II.

Das Team Schleusner ist sicherlich einer der absoluten Aufsteiger der vergangenen Monate mit immer neuen Triumphen.

Bei Filip Minarik war Apoleon, der bei strahlendem Sonnenschein und vor 7.200 Zuschauern beim neunten Start schon sein fünftes Rennen gewann, in besten Händen. Zunächst wartete der zweifache Champion in hinteren Regionen ab, doch schon Ende der Gegenseite hatte er sich außen auf den zweiten, dritten Rang vorgearbeitet.
Und auf der Geraden legte der 26:10-Favorit los wie die Feuerwehr und verabschiedete sich ganz außen auf Nimmerwiedersehen (4,5 Längen) von der Konkurrenz. „Er wird ähnlich gut wie unser Listensieger Alberto Hawaii. Wir starten nun in Bad Doberan, das ist ja ganz bei uns in der Nähe“, gab Volker Schleusner gleich die weitere Marschroute vor.

Noch sehr stark schob sich der immerhin schon achtjährige Warlu Way (309:10-Riesenaußenseiter) bei seinem Deutschland-Debüt ins Bild und auf den Ehrenplatz. „Ihn habe ich in Newmarket für 5.000 Pfund für Frank Lippitsch gekauft“, gab Christian von der Recke zu Protokoll. Der Co-Favorit Lindaro packte nach einem Schwächemoment groß an. „Bis ins Ziel hat er gekämpft“, meinte sein Reiter Dennis Schiergen. Die stets mitmischende Ardeola komplettierte die Viererwette, die 20.608:10 Euro bezahlte.

Das nennt man einen Glückskauf. „Am Dienstag vergangener Woche habe ich das Pferd in Ascot erworben. Unseren Stall hat er gar nicht gesehen, sondern ist gleich in den Harz durchgefahren. Wir werden auch weiterhin Spaß mit ihm haben“, erklärte Trainer Christian von der Recke nach dem allseits erwarteten Erfolg des Deutschland-Debütanten Interior Minister (15:10, A. Pietsch) - im Besitz des Hamburger Renn-Club-Präsidenten Eugen-Andreas Wahler) im 2.000 Meter-Auftaktrennen. Start-Ziel marschierte der Wallach Chindeni und Tambora regelrecht davon, während Patrick Star schon vor dem Rennen reiterlos geworden war und zurückgezogen werden musste. Auch das nächste Ziel des Gewinners steht schon fest – die Veranstaltung am kommenden Mittwoch in Hooksiel.

Exakt ein Jahr lag der letzte Erfolg der von John Smith in den Niederlanden vorbereiteten Millies Quest (22:10, D. Porcu) zurück, doch in einem 1.200 Meter-Handicap setzte sich die sechsjährige Stute nach spannendem Fight gegen die frische Siegerin Dorietta und den Veteran Dark Fellow nach einer Platzserie als Favoritin durch. „Sie hat sich vorne toll verteidigt und stark gekämpft. Es war unser erster Starter in Bad Harzburg überhaupt“, freute sich Smiths Frau Sandra Vetter.

Die besten deutschen Hindernispferde stehen derzeit im Stall von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf. Das bewahrheitete sich im Memorial für den viel zu früh verstorbenen Dortmunder Trainer Uwe Stoltefuß (3.400 Meter-Hürdenrennen). Denn nur wenige Tage nach dem überzeugenden Erfolg von Kazzio im Seejagdrennen trumpfte hier nun der Trainingsgefährte Falconettei (16:10-Favorit) groß auf. Der zuletzt in einer italienischen Gruppe I-Prüfung fünftplatzierte Wallach ließ Start-Ziel unter Champion Cevin Chan nie etwas anbrennen und dominierte mit sechs Längen Vorsprung vor dem einmal mehr großartig laufenden Bahnspezialisten Nuevo Leon und Good Prince, der Hoffnung von Rennvereins-Präsident Stefan Ahrens. 

„Ich versuche schon, dass Kazzio und Falconettei nicht gegeneinander antreten müssen. Falconettei ist ein Top-Springer, kann in Hürden- und Jagdrennen starten. Nun kommen Prüfungen in Frankreich oder Italien in Frage“, versicherte Pavel Vovcenko.

Eine Bereicherung über Hürden scheint auch Stall Beauty Worlds North Point (Mitbesitzer ist der Harzburger Otto Langemann). Denn nach dem Ehrenplatz am ersten Wochenende war der von Elfi Schnakenberg vorbereitete Wallach als 15:10-Favorit unter dem Engländer Mark Quinlan in einer über 3.400 Meter führenden Prüfung Start-Ziel stets mit Riesenvorsprung vor Bold Jack Donahue und Special Mix die dominierende Figur. „Er hatte sein Talent ja schon zuletzt angedeutet. Wir gehen jetzt mit ihm nach Frankreich“, signalisierte Manager Sven Ociepka.



 

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