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Summershine beim tollen Finale wieder vorne

Die Sonne scheint in Harzburg

Bad Harzburg 26. Juli 2015

Massenbesuch herrschte bei strahlendem Sonnenschein am Finalsonntag des Meetings in Bad Harzburg. Und das Publikum kam noch einmal voll auf seine Kosten.

Das gilt auch für den in den vergangenen Wochen und Monaten so stark aufstrebenden Stall von Anna Schleusner-Fruhriep aus Dänschenburg an der Ostsee. Denn mit der mächtig verbesserten Stute Summershine sicherte sich das bedeutendste Handicap des Tages auf der Flachen. Im 2.400 Meter-Ausgleich III landete die Stute, die die Farben von Volker Schleusner, dem Vater der Trainerin, trägt, nach dem Hamburger Sieg gleich noch einen weiteren Treffer.

Start-Ziel gab die 26:10-Favoritin den Ton an und verabschiedete sich zeitig von Sign und Glamour Girl. Sie soll nun das längste Flachrennen beim Ostseemeeting in Bad Doberan bestreiten. Polski Poseidon, dessen Besitzer Albert Darboven extra eigereist war, konnte sich nicht entscheidend bemerkbar machen und wurde nur Fünfter.

Nach ihrem großen Pech am ersten Wochenende, als sie in einer deutlich schwereren Aufgabe einen schlechten Rennverlauf vorfand, schnappte sich die von Elfi Schnakenberg trainierte Gelona (mit Ersatzreiter Daniele Porcu, 44:10) das Hallblutrennen über 1.850 Meter mit viel Speed gegen die Favoritin Bimble und Baguss.

Nach seiner großen Serie an Platzierungen reichte es in einem 2.800 Meter-Handicap endlich einmal für die von Rudi Storp in Beelen vorbereitete Quezon (mit Formjockey Andre Best), die sich nach einem Rennen auf Warten an der Außenseite gegen den ebenfalls heranstürmenden Twin Star und Puna durchsetzte. „Sie hatte sich durch ihre Beständigkeit angeboten, musste aber heute schon etwas tun“, berichtete Storp.

Auf keinerlei Opposition stieß der von Andreas Wöhler für Darius Racing trainierte Dreijährige Wasir (20:10) in einer 2.000 Meter-Prüfung. Rebecca Danz, die für den am Vortag im Training gestürzten Jose Luis Silverio eingesprungen war, ließ den Favoriten gleich richtig treten und ließ nie einen Konkurrenten an sich heran kommen. Dame Plume und Wameera belegten die Plätze. „Wasir ist ein gutes Pferd. Wir waren voller Selbstvertrauen, denn er hatte sehr versprechende Arbeitsleistungen gezeigt. Nun steuern wir das Auktionsrennen in Iffezheim und dann das St. Leger an“, versicherte Manager Holger Faust.

In bemerkenswerter Manier trumpfte auch der im Besitz und in Training von Christian von der Recke befindliche Renny Storm (29:10) im Amazonenreiten auf, womit Rebecca Danz mühelos ihren zweiten Tagestreffer vor Garina und Danon Perth landete. „Er ging immer super und noch viel frischer als sonst“, ließ die erfolgreiche Reiterin durchblicken.

Vom Mai 2012 datierte der letzte Handicap-Treffer von Silke Brüggemanns New Soul, für die die Amazone nicht nur als Reiterin, sondern auch als Besitzerin und Trainerin verantwortlich zeichnet. In einem 1.550 Meter-Handicap beendete sie diese Durststrecke mit einem Speederfolg über den tschechischen Gast Southern Dancer, die lange führende Tweet Lady und den Veteran Acidici. Die Viererwette bezahlte 11.602:10 Euro. „Wir hatten heute einen Super-Rennverlauf. New Soul hat toll angefasst, obwohl sie zum ersten Mal auf dieser Bahn gelaufen ist“, versicherte Brüggemann.

Nach dem dritten Rang am Donnerstag schaffte die von Uwe Schwinn trainierte Tambora (49:10, M. Pecheur) in einer 1.850 Meter-Prüfung einen Kampferfolg über die Favoritin Saluta und Vabinsaru.

Zum Abschluss gab es mit dem Seejagdrennen über 3.550 Meter noch das Zuschauer-Spektakel des Tages. Und wie schon vor einer Woche war der heiße 14:10-Favorit Kazzio (C. Chan) ab der vorentscheidenden Phase die dominierende Erscheinung, als er den führenden Ländler und Audientia überlegen in den Griff bekam. „Nach einem Vorbereitungsrennen vor Ort peilen wir wahrscheinlich den Gran Premio di Merano an“, versicherte Trainer Pavel Vovcenko. Mit den beiden Erfolgen sicherte sich Kazzio den Titel „Seekönig“.




 

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