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Deutschlands Top-Halbblüter setzt seine Serie fort

„Ostsee-Heimsieg“ durch Apoleon

Bad Doberan 14. August 2015

„Endlich ein solcher Erfolg in der Heimat“, jubelte der unweit in Dänschenburg ansässige Volker Franz Schleusner nach dem Hauptereignis des ersten Meetingstages am Freitag in Bad Doberan. Der in seinem Besitz stehende und von seiner Tochter Anna vorbereitete Apoleon (25:10-Favorit, F. Minarik) setzte am gut besuchten Ladies Day seine große Siegesserie im Ausgleich II über 1.750 Meter fort.

Der sechste Karrieretreffer beim zehnten Start von Deutschlands bestem Halbblüter war eine Augenweide. Denn Start-Ziel zog der Fünfjährige nach optimaler Einteilung von Jockey Filip Minarik immer weiter und hatte gegen Jule und Mastoso jederzeit alles unter Kontrolle. „Apoleon kann einfach alles, von der Spotze aus, auf Warten und die verschiedensten Distanzen“, berichtete Schleusner.

Der Co-Favorit Foolproof kam vom letzten Platz nur noch auf Rang vier. Trainer Toni Potters haderte mit dem Ritt von Marc Lerner. „Er sollte an zweiter, dritter Stelle gehen. Das war nicht nach Order. Er ist ein Galoppierer.“

Volles Vertrauen ging in der einleitenden Zweijährigen-Prüfung über 1.300 Meter mit der im Vorjahr für 180.000 Euro versteigerten Fastnet Rock-Tochter Kosmische (11:10, J. Bojko). Allerdings musste sich die heiße Favoritin aus dem Stall von Andreas Wöhler schon sehr strecken, um Ibiza Empress, die sich vorne tapfer wehrte, hauchdünn in die Schranken zu verweisen. „Sie war heute nur am Schlafen. Zu Hause hatte sie viel mehr gezeigt“, berichtete Kosmisches Jockey Jozef Bojko. Die Außenseiterin Voodoo schob sich deutlicher zurück noch an Mercenary vorbei auf Rang drei.

Völlig verdient war nach den vielen jüngsten Ansätzen zuletzt der Erfolg von Amparo (66:10, D. Porcu) im 1.200 Meter-Ausgleich III. Mit viel Speed schaffte es der Wallach gegen die lange mit Vorsprung führende Favoritin Freya und den spät ins Rennen kommenden El Zagal. „Dass er so gut über 1.200 Meter kam, hat mich überrascht“, wunderte sich Siegtrainer Günter Lentz.

Mit 14 Pferden ist der Düsseldorfer Trainer Ralf Rohne beim Ostsee-Meeting vertreten, und mit Horst-Dieter Beyers Over the top (46:10) unter der jungen Sandra Eichenhofer landete er den ersten Treffer, es war gleichzeitig der erste Erfolg für den Dreijährigen beim zehnten Start. Zuletzt fasste er innen immer besser Tritt und bekam Southampton und Royal Rubin in den Griff. „Er war wirklich einmal an der Reihe“, versicherte Rohne. Der Favorit Pleasantpathfinder weigerte sich, seinen Startplatz zu beziehen.

Gerade einmal 1.500 Pfund hatte der Wallach Narborough kürzlich in Ascot gekostet (ausgesucht von Trainer Christian von der Recke). Nun landete er für Besitzertrainer Armin Weidler in einem 1.300 Meter-Rennen seinen ersten Treffer, der als 39:10-Chance unter Filip Minarik gegen die lange führende Nemesis und Phaleandoro problemlos ausfiel.

In der Wettchance des Tages gelang der schon in Bad Harzburg erfolgreichen Storp-Stute Quezon (60:10) gleich noch ein weiterer Treffer. Jozef Bojko hatte in diesem 2.600 Meter-Ausgleich IV immer genügend in der Hand, um die Angriffe von Puna, Olkaria und Vesuv zu kontern. „Das Pferd ist toll. Man traut ihr das eigentlich gar nicht so zu, da sie ja nicht die Größte ist“, signalisierte Trainergattin Elisabeth Storp. Die Viererwette bezahlte 2.691:10 Euro.


 

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